12.Feb

Die “Goldene Regel zur Vergasereinstellung” besagt

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Immer nur kleine Veränderungen vorzunehmen. Drehen Sie maximal 1/8 Umdrehung, besonders bei der Feineinstellung, da der Motor nahe dem Optimum sehr stark auf kleine Veränderungen der Gemischeinstellung reagiert. Die Einstellung des Vergasers erfolgt in zwei Schritten: Stationäre Einstellung, bevor das Fahrzeug auf die Strecke geht und Feinseinstellung auf der Strecke. Düsennadeleinstellung abseits der Strecke. Nachdem der Motor läuft und auf Betriebstemperatur gekommen ist (ca. 1 Minute), gehen Sie folgendermaßen vor:

Schritt 1: Stellen Sie die Hauptdüsennadel ein klein wenig fetter ein

Nehmen Sie das Fahrzeug von der Erde hoch und öffnen Sie den Vergaser vollständig (Vollgas).Der Motor sollte sauber bis auf 80% der Höchstdrehzahl hochdrehen, bevor er leicht zu überfetten beginnt (4-Takt Laufgeräusch).

Falls der Motor sofort sauber und schnell bis zur Höchstdrehzahl hochdreht, öffnen Sie die Hauptdüsennadel ein wenig (gegen den Uhrzeigersinn) bis der Motor anfängt bei etwa 80% der Höchstdrehzahl ein 4-Takt Laufgeräusch zu entwickeln (überfetten).

Falls der Motor zu fett eingestellt ist (4-Takt Laufgeräusch über den ganzen Bereich), drehen Sie die Hauptdüsennadel ein wenig herein (im Uhrzeigersinn) bis der Motor anfängt bei etwa 80% der Höchstdrehzahl ein 4-Takt Laufgeräusch zu entwickeln

Schritt 2: Einstellung der Leerlaufdrehzahl

Nehmen Sie das Fahrzeug von der Erde hoch und öffnen Sie für etwa 2-3 Sekunden den Vergaser vollständig (Vollgas). Schließen Sie den Vergaser wieder und prüfen Sie die Leerlaufdrehzahl, welche unmittelbar nach dem Schließen des Vergasers anliegt.

Falls der Motor auszugehen droht, drehen Sie die Einstellschraube im Uhrzeigersinn hinein um die Leerlaufdrehzahl zu erhöhen. Falls die Leerlaufdrehzahl zu hoch sein sollte, drehen Sie die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn heraus um die Drehzahl zu reduzieren.

Schritt 3: Einstellung des Leerlaufgemischs

Öffnen Sie den Vergaser für etwa 2-3 Sekunden und lassen Sie den Motor sauber hochdrehen.

Schließen Sie den Vergaser und lassen Sie den Motor auf Leerlaufdrehzahl kommen. Falls der Motor für 2-5 Sekunden mit erhöhter Drehzahl im Leerlauf läuft und die Drehzahl dann abfällt, ist die Einstellung des Leerlaufgemischs  zu fett. Drehen Sie die Düsennadel für das Leerlaufgemisch ein wenig hinein (im Uhrzeigersinn) um diese Einstellung zu korrigieren. Wiederholen Sie diesen Schritt bis der Motor für 20-30 Sekunden einen stabilen Leerlauf bei gleichbleibender Drehzahl erreicht nachdem der Vergaser für 2-3 Sekunden geöffnet war. Falls der Motor für 2-5 Sekunden im Leerlauf läuft und die Drehzahl dann ansteigt, ist die Einstellung des Leerlaufgemischs zu mager. Drehen Sie die Düsennadel für das Leerlaufgemisch ein wenig heraus (gegen den Uhrzeigersinn) um diese Einstellung zu korrigieren.

Falls der Motor überhaupt nicht im Leerlauf läuft und aus geht, drehen Sie die Düsennadel für das Leerlaufgemisch heraus (gegen den Uhrzeigersinn), oder drehen Sie die Einstellschraube für die Leerlaufdrehzahl im Uhrzeigersinn hinein um die Leerlaufdrehzahl zu erhöhen.

Hinweis: Aufgrund der Tatsache, dass ein Verstellen der Düsennadel für das Leerlaufgemisch auch die Leerlaufdrehzahl beeinflusst, sollten Sie die Einstellschraube für die Leerlaufdrehzahl nur dazu benutzen, um die richtige Leerlaufdrehzahl einzustellen.

Nachdem Sie eine zufriedenstellende Vergasereinstellung mit stabilen Laufeigenschaften erreicht haben, ist Ihr Fahrzeug bereit um auf die Strecke gehen zu können.

Feineinstellung auf der Strecke
Eine exakte Feineinstellung der Hauptdüsennadel kann nur auf der Strecke vorgenommen werden. Anfänglich sollte die Hauptdüsennadel stets ein wenig fetter eingestellt sein. Füllen Sie den Treibstofftank, fahren Sie das Fahrzeug ein paar Runden jeweils bis zur Höchstgeschwindigkeit und prüfen Sie, ob es sauber bis zur Höchstdrehzahl hochbeschleunigt ohne zum Ende hin zu überfetten (ein 4-Taktgeräusch erzeugt). Drehen Sie nun die Hauptdüsennadel in kleinen Schritten herein und fahren Sie das Fahrzeug wieder. Wiederholen Sie diese kleinen Veränderungen solange bis der Motor sauber beschleunigt und seine Höchstgeschwindigkeit erreicht, ohne zu fett zu laufen. Anschließend empfiehlt es sich die Hauptdüsennadel wieder 1/8 Umdrehung herauszudrehen (gegen den Uhrzeigersinn).
Fahren Sie den Treibstofftank soweit leer, bis sich nur noch 10ccm darin befinden  und prüfen Sie die Einstellung der Hauptdüsennadel erneut. (In manchen Fällen läuft der Motor magerer, wenn sich der Treibstofftank entleert) Stellen Sie die Hauptdüsennadel so ein, das der Motor auch mit einem fast leeren Tank bei Höchstgeschwindigkeit sauber läuft.

Ein Fahren des Motors mit zu magerer Einstellung wird zu einem Überhitzen des Motors führen, mit der Folge eines übermäßig hohen Verschleiß und der Möglichkeit eines Motorschadens. Eine schnelle und simple Methode die Motortemperatur zu prüfen besteht darin, ein paar Tropfen Wasser (Spucke) auf den Kühlkopf des Motors aufzubringen. Die Tropfen sollten erst nach etwa 3- 5 Sekunden verdampfen. Falls sie sofort zischend verdampfen, ist der Motor zu heiß; Drehen Sie die Hauptdüsennadel 1/8 Umdrehung heraus (gegen den Uhrzeigersinn). Prüfen Sie die Motortemperatur oft und regelmäßig. Die Einstellung der Leerlaufdrehzahl, sowie die Einstellung des Leerlaufgemischs muss gegebenenfalls ein wenig angepasst werden nachdem die Hauptdüsennadel korrekt eingestellt worden ist (Siehe hierzu die Schritte 2 und 3). Nachdem der Motor korrekt eingestellt ist sollte er ein starkes singendes Geräusch bei hoher Drehzahl erzeugen und eine kleine Rauchwolke aus dem Auslassröhrchen sollte stets sichtbar sein. Hinweis: Eine Veränderung der Vergasereinstellung kann abhängig von Wetter, Treibstoff, Glühkerze, oder Auspuffsystem nötig sein. Nach dem Tausch einer dieser Komponenten, sollten Sie stets die Hauptdüsennadel ¼ bis ½ Umdrehung herausdrehen (gegen den Uhrzeigersinn) und auf der Strecke eine Feineinstellung vornehmen

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12.02.2011 von admin Zurück

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