12.Feb

Einfahren des Modellmotors im Fahrzeug – warum und wie ?

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Das Einfahren des Motors im Fahrzeug erfordert etwas Geduld und viel Selbstbeherrschung, andererseits können sich die bewegten Teile des Motors auf diese Art unter kontrollierten Bedingungen, die denen des späteren Betriebs am nächsten kommen, optimal aufeinander einlaufen. Reichern Sie vor dem ersten Start des Motors das Gemisch ausgehend von der Werkseinstellung etwas an, indem Sie die Hauptdüsennadel eine bis zwei  Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen. Wärmen Sie den Motor nun mit einem Fön oder Heißluftgebläse im Bereich des Kühlkopfes sorgfältig an. Wenn der Motor sich bis zur Unterseite des Kurbelgehäuses erwärmt hat, können Sie einen Startversuch noch ohne Kerzenheizer unternehmen und drücken das Fahrzeug auf die Startbox, so dass die Startscheibe der Startbox den Motor für einige Sekunden durchdreht. Hierbei können Sie den Schieber des Vergasers öffnen, so dass etwas Treibstoff in den Motor gelangt. Erst jetzt stecken Sie den Kerzenheizer auf die Glühkerze und unternehmen dann mit leicht geöffnetem Vergaserschieber einen erneuten Startversuch. In der Regel sollte der Motor nun sofort anspringen. Versuchen Sie nach erfolgreichem Start den Motor für ca. eine Minute bei leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl laufen zu lassen. Während der Motor läuft öffnen Sie die Hauptdüsennadel nun um weitere 1-2 Umdrehungen und geben anschließend Vollgas. Durch die sehr fette Vergasereinstellung sollte die Drehzahl des Motors nur leicht ansteigen und die Kupplung noch nicht greifen. Andernfalls müssen Sie die Hauptdüsennadel noch weiter öffnen. Wenn der Motor beim Öffnen des Vergasers ausgehen sollte, müssen Sie die Hauptdüsennadel etwas hereindrehen. Es tritt nun sehr viel unverbranntes Öl und viel Qualm aus dem Auspuff aus. Diese Phase ist entscheidend dafür, wie gut sich die bewegten Teile ihres Motors auf einander einlaufen und wie gut die Leistungsentwicklung des Motors später sein wird. Sinn des Ganzen ist es, den Motor bei moderater Drehzahl (ca. 10.000 bis 15.000 U/Min) mit maximaler Schmierung laufen zu lassen. Dieser stationäre Einlaufprozess zieht sich über 6-7 Tankfüllungen hin. Falls möglich können Sie hierbei zwischendurch die Temperatur des Motors mit einem Messgerät kontrollieren und versuchen diese mit Hilfe des Föns auf ca. 100-110 °C zu halten, da der Motor durch die extrem fette Einstellung sehr kalt werden wird. Nachdem der Motor auf diese Art 6-7 Tankfüllungen gelaufen ist, können Sie mit dem Fahrzeug auf die Strecke gehen. Vorher sollten Sie den Motor einmal vollständig abkühlen lassen und die Hauptdüsennadel wieder um ca. 2 Umdrehungen schließen. Nach der Abkühlzeit wärmen Sie den Motor mit dem Fön wieder auf Betriebstemperatur vor und starten ihn dann. Fahren Sie nun bei noch fetter Vergasereinstellung vorsichtig mit maximal 25% der Maximalleistung und vermeiden Sie harte Beschleunigungsphasen. Wiederholen Sie dies für etwa weitere 4-5 Tankfüllungen. Erhöhen Sie bei den nächsten 3 Tankfüllungen langsam die Geschwindigkeit und Beschleunigung und beginnen Sie damit, den Motor etwas magerer einzustellen um eine gute Einstellung für die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Stellen Sie die Hauptdüsennadel magerer, indem Sie diese im Uhrzeigersinn hereindrehen. Hinweis: Wenn Sie den Vergaser einstellen, sollten Sie jeweils nur kleine Veränderungen vornehmen, denn der Motor reagiert nahe der optimalen Einstellung sehr stark auf kleine Veränderungen des Gemischs. Ihr Motor sollte nach ca. einer Stunde Fahrt auf der Strecke, was in etwa 8-10 Tankfüllungen entspricht, vollständig eingelaufen sein und kann danach normal belastet werden.

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12.02.2011 von admin Zurück

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