11.Apr

Drei Nationen Freundschaftsrennen OR8 in Purmerend

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Vom 02. bis 03. April 2011 fand auf der Vereinsstrecke des MVW Purmerend in Nordholland das sogenannte „Drei-Nationen-Rennen“ in Form eines Freundschaftsrennens statt. An den Start gingen die Fahrer aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Nach einer intensiven Streckenbegutachtung fielen insbesondere die Sprungkombinationen und die beiden Waschbretter der Strecke auf. Es war vorhersehbar, dass diese bei einigen Fahrern das ganze Wochenende keine schnellen Rundenzeiten zulassen würden. Das um die Strecke liegende Areal ist sehr klein. Es liegt jedoch unmittelbar neben einem riesigen Parkplatz, so dass für das Fahrerlager, die Zuschauer und angereiste Camper genügend Platz zur Verfügung stand. Der Verlauf der langen Bahn- bzw. Streckenführung ist sehr abwechslungsreich, mit sowohl schnellen, als auch langsamen Passagen. Im freien Training waren bereits über 40 Fahrer anwesend, die trotz des hierdurch entstandenen starken Andrangs am Fahrerstand, alle kein Problem beim Fahren bekamen. Jeder konnte ausreichend trainieren und sein Fahrzeug auf die Strecke abstimmen. Nach der obligatorischen Fahrerbesprechung wurde der erste Vorlauf schon am Samstag- nachmittag, bei strahlendem Sonnenschein gefahren. Durch diesen Vorlauf wurde bereits mehr als deutlich, wer von den deutschen Fahrern auf dieser Strecke sehr gut zurecht kam und äußerst schnell war. Matthias Reckward konnte sich mit einem fehlerfreien Lauf bereits Platz 4 erkämpfen. Abdullah Kilic wurde Sechster, gefolgt von Mike Wiesweg auf Platz 11 und Thorsten Müller auf Platz 12. Daniel Reckward hatte leider in diesem Vorlauf weniger Glück, denn nach einem Sprung auf die Teppichkante fiel der Motor leider aus. Nach dem ersten Vorlauf konnte noch bis 20.00 Uhr trainiert werden. Danach war dieses nur noch mit Elektro-Fahrzeugen möglich. So endete ein sonnenreicher Trainingssamstag, der den anstehenden Sommer vermissen lies. Der Sonntag brachte leider nicht das sonnige Wetter des Vortages. In der Nacht hatte es bereits geregnet, was jedoch die Teppichbahn des MVW Purmerend gut verkraftete. Der Teppich war nicht so nass, wie von einigen Fahrern befürchtet und alle Fahrer fanden für diese Verhältnisse sehr gute Bedingungen vor. Die zwei weiteren Vorläufe wurden bei  trockenen Verhältnissen gefahren und auch in den Rundenzeiten war kein Unterschied zum Samstag erkennbar.

In den 1/16 Finalen, die über 15 Minuten gefahren wurden, sah man, je länger die Fahrzeit betrug, desto mehr Fahrfehler wurden gemacht. Der ein oder andere Streckenposten wurde von einigen Fahrern ganz schön ins Schwitzen gebracht. Bis zu den beiden 1/2 Finalen sollten die Fahrer diese Fehlerquote beibehalten. Die Sprünge auf der Bahn stellten doch sehr hohe Ansprüche an die Fahrer, das Material und auch – oder vor allem an die Helfer. Die 1/8 Finale und die 1/4 Finale verliefen ohne spektakuläre Aktionen und besonders nennenswerte Beobachtungen. Die beiden zwanzigminütigen Halbfinale waren bis zum Schluss eine sehr knappe Angelegenheit. Auch wenn die vorderen Plätze sich von dem Hauptfeld absetzten konnten, so wurden die letzten Aufstiegsplätze stark umkämpft. Machte ein Fahrer einen Fahrfehler, so war der nächste wieder vorbei. Für das Finale sollten sich sieben niederländische Fahrer und fünf deutsche Fahrer qualifizieren. Im Finale machte Daniel Reckward gleich in der ersten Runde Druck auf die beiden vor ihm gestartenden Fahrer. Schon in der ersten Kurve fuhr Jeffrey Halsema etwas zu weit außen, dies nutzte Daniel Reckward sofort aus und fuhr somit jetzt schon auf den zweiten Platz vor. Noch in der Sprungkombination konnte Daniel mit seinem Mugen Seiki MBX-6, der in dieser Sektion am besten aller Fahrzeuge auf der Strecke lag, den Rückstand auf den Führenden Carsten Keller aufholen und schon im Waschbrett an ihm (Carsten Keller) vorbei fahren. Somit ging Daniel sogar als Führender zum ersten Mal über die Zeitschleife. Einen guten Start hatte auch Maik Wiesweg, der sich von Platz acht gleich in der ersten Runde auf den vierten Platz nach vorne fahren konnte. Tim Stiewe und Abdullah Kilic blieben beide leider im Verkehr auf der Strecke hängen und konnten sich daher leider nur im Mittelfeld einreihen. Nach 15. Minuten lag Daniel Reckward noch immer auf Platz eins und konnte seinen Vorsprung auf den zweiten Platz, hier: Jeffrey Halsema, durch eine fehlerfreie Fahrt auf fast eine halbe Runde ausbauen. Um den dritten Platz kämpften Carsten Keller und Jörg van Leuken. Beide Fahrer trennten nur wenige Sekunden. Tim Stiewe konnte sich mit seinen Mugen Seiki MBX-6 von Platz neun auf den siebten Platz verbessern. Auch nach 30 Minuten baute Daniel seine Führung immer weiter aus. Selbst auf den dritten Platz blieb der Abstand gleich, den Jörg van Leuken mit mehr als einer Runde Rückstand inne hatte. Auf Platz vier Carsten Keller vor Bart Wubben und Rene van Schaijk. Letzterer konnte sich von Tim Stiewe etwas absetzten. Maik Wiesweg viel leider wegen technischer Probleme zurück. Kurz vor dem Ende kam Jeffrey Halsema nochmal etwas näher an Daniel Reckward fuhr die schnellste Rennrunde des Wochenendes, doch der Abstand war zu groß. Nach 45 Minuten, auf einer doch sehr anspruchsvollen Strecke, gewann Daniel Reckward dieses Rennen mit seinem Mugen Seiki MBX-6.

RMV-Deutschland

Buggy PRO

Ergebnis/Result
Pos.Fahrer/DriverLa./Con.Auto/CarMotor/EngineReifen/TyresR.Zeit/Time
1.Daniel ReckwardSchumacher9345:17:859
2.Jeffrey HalsemaOSSchumacher9245:01:133
3.Jörg van LeukenXrayTecnopowerSchumacher9045:08:792
4.Carsten KellerLosiNitrotecSchumacher8845:17:305
5.Bart WubbenLRPPiccoSchumacher8845:22:138
6.Rene van SchaijkSchumacher8645:26:052
7.Tim StieweSchumacher8545:06:170
8.Maik WieswegSchumacher8345:28:142
9.Abdullah KilicSchumacher8245:29:399
10.Bas de KoninkHot BodiesPiccoSchumacher7545:23:218

Aber nicht nur das Finale konnte durch einen deutschen Fahrer gewonnen werden, auch die Nationenwertung ging an das deutsche Team. Somit konnte der Titel des Vorjahres erfolgreich verteidigt werden.

Beobachtungen des Wochenendes in eigener Sache: Mugen Seiki war das meist gefahrene Auto dieses Rennwochenendes. Es lag ganz besonders in den Sprungkombinationen am besten auf der Strecke und vereinfachte durch seine neue Chassiplatte E0416KIT das Springen, indem das Auto sich von alleine nach vorne – runter – neigte.

Fazit dieses Wochenendes: Es war ein gelungenes Ergebnis für das Team Deutschland, mit zum Teil sonnigem Wetter und einer anspruchsvollen Strecke – Titel des Vorjahres verteidigt – gut gemacht!

Quelle … Rennbericht: Thorsten Müller sowie auch Rennbilder: Kerstin Breulmann

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11.04.2011 von admin Zurück

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