27.Sep

Thilo Tödtmann im RMV-Interview

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Nach bereits sehr guten Ergebnissen bei den SK-Läufen konnte Thilo Tödtmann schließlich auch bei der Deutschen Meisterschaft VG8 in Bad Breisig auf der ganzen Linie überzeugen. Nach souveräner Leistung in den Vorläufen konnte er die Pole-Position erobern und letztendlich auch den Titel des Deutschen Meisters in der Klasse 2. Thilo war bereits Anfang des Jahres mit dem Mugen MRX-5 unterwegs, wechselte aber zwischenzeitlich auf einen Serpent 966, nur um nach kurzer Zeit zu Mugen Seiki zurück zu kehren und mit dem MRX-5 in überragender Manier den Titel in der Klasse 2 zu gewinnen. Thilos gute Leistungen sind natürlich auch uns nicht verborgen geblieben, weshalb wir dem Jungstar aus dem Mugen-Team einige Fragen stellen wollten.
Thilo Tödtmann: Titel des Deutschen Meisters in der Klasse 2
RMV: Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Titels Deutscher Meister 1:8 in der Klasse 2. Eine tolle Saison fand damit einen Abschluss wie er besser nicht hätte sein können. Wie hast Du die DM in Bad Breisig und deinen Titelgewinn dort erlebt?

TT: Rückblickend betrachtet war meine erste Deutsche Meisterschaft 1:8 kein einfaches Rennen. Ich schlug mich bis Freitag mit einem sehr schwer zu fahrendem Auto herum. Ein Zustand welchen ich von meinem MRX-5 bisher gar nicht kannte. Ursache war letztendlich ein krummer Achsbock, den ich mir beim Abschlusstraining eine Woche zuvor in Oberhausen bei der Kollision mit einem 1:5 Fahrzeug verbogen hatte und bis Freitag nach Mitternacht unentdeckt blieb.Am Samstag nahm ich alle vorgenommenen Setup-Änderungen zurück und startete mit dem, was ich von meinem ersten Besuch beim MCC-Rhein-Ahr ein paar Wochen vorher gelernt hatte. Leider funktionierte dies bis zum letzten Vorlauf noch nicht optimal, da sich die Strecke durch das aufgesprühte Haftmittel und die vielen Teilnehmer sehr verändert hatte. Es ist wohl wahr, dass das was dir vorher noch nie passiert ist, passiert dir dann auf der DM. (man hatte mich gewarnt) Am Sonntagmorgen arbeiteten ich und mein Mechaniker Luigi Pili – der am Samstag extra aus den Niederlanden angereist war – (vielen vielen Dank nochmal) daran, den Mugen auf die bevorstehende Wasserschlacht vorzubereiten. Der Rennabbruch war – nachdem ich genau ½ Runde gefahren war – zwar enttäuschend aber sehr nachvollziehbar, da die Blitze genau über der Strecke zuckten während ich mich auf dem Fahrerstand befand.

RMV: Das Thema Haftmittel nahm auf internationaler Ebene und zum Teil auch bei den nationalen Rennen in diesem Jahr eine ziemliche Breite ein. War das in der Klasse 2 auch ein Thema und wie stehst Du zu diesem Punkt?

TT: Da ich selbst aktiv Elektro-Tourenwagen fahre, weiß ich natürlich um die Vorteile die ein Reifenhaftmittel mit sich bringt. Was mich gewundert hat, war jedoch die Tatsache, dass dieses Thema im Bereich Verbrenner-Glattbahn erst so spät aufkam. In der Klasse 2 war dies zumindest reginonal nie ein Thema. Die Vorgehensweise auf der Deutschen Meisterschaft fand ich sehr fair und transparent. Hervorzuheben sind hier die klaren Worte von DMC-Präsident Fredy Dietrich bei den Fahrerbesprechungen. Ich selber habe noch keine Erfahrungen mit haftmittelbehandelten 1:8 Reifen, finde aber, dass dies den 1:8VG Wettbewerb nur unnötig kompliziert macht und ein gutes Fahrwerks-Setup in den Hintergrund stellt.

RMV: Du bist in dieser Saison neben dem MRX-5 auch den Serpent 966 gefahren. Was sind die größten Unterschiede zwischen den beiden Fahrzeugen?

TT: Zum Serpent 966 kann ich nicht allzuviel sagen, da ich ihn nur an einem Wochenende eingesetzt habe. Ein Vorteil den der MRX-5 gegenüber dem Serpent 966 hat, ist die Spritzwasser- bzw. Treibstoffgeschütze Empfängerbox. Ein weiterer Vorteil ist, dass der MRX-5 schon aus dem Baukasten heraus sehr gut und einfach fahrbar ist. Letzteres hat mir vor allem in den ersten Rennen sehr geholfen.

RMV: RC-Car Rennen sind ein technisch sehr hoch entwickelter Sport, der besondere Anforderungen an die Fahrer und Mechaniker stellt. Welcher Aspekt fasziniert dich am meisten?

TT: Die Atmosphäre bei einem Verbrennerrennen, der Lärm der Motoren, das Zusammenspiel zwischen Fahrer und Mechaniker beim Tanken/Reifenwechsel und die hohen Geschwindigkeiten der Verbrennerfahrzeuge machen es zu dem was es ist – echter Rennsport auf hohem Niveau.

RMV: Wie bist Du zum RC-Car Sport gekommen und welches war dein erstes RC-Car?

TT: Ich bin ganz klassisch vom Fahren auf der Straße vor der Tür zur Rennstrecke gekommen. Wir haben davon gehört, uns danach ein Rennen angeschaut und das Fieber hat uns sofort gepackt. Mein erstes – nicht Spielzeug – Modellauto war ein TC4 Nitro von GM-Racing

RMV: Hast Du weitere Hobbys neben dem RC-Car Sport?

TT: Neben dem RC-Car Sport habe ich mich vor einigen Wochen dem Jogging zugewandt, um für die DM etwas Fitness aufzubauen. Inzwischen jogge ich fast täglich und hoffe das ich dabei bleibe. Mir blieb ansonsten hierfür nur wenig Zeit, da ich mich im Endstadium meines Studiums befand.

RMV: Du bist noch relativ jung. Was sind deine weiteren Ziele im RC-Car Sport und deine Pläne für die Saison 2012?

TT: Im Winter werde ich wieder aktiv an regionalen Rennen bei den Elektro-Tourenwagen teilnehmen, um im neuen Jahr in der Klasse 1 anzugreifen. Ziele sind vor allem erste Erfahrungen in Zweikämpfen zu sammeln und eine Platzierung im Finale der DM 2012.

RMV: Verrätst Du uns noch deine Lieblingsrennstrecke?

TT: Im Moment ist dies die neue Strecke des AMC-Hamm wegen ihres anspruchsvollen Layouts

Thilo Tödtmann im RMV-Interview

Vielen Dank Thilo, dass Du uns für dieses Interview zur Verfügung gestanden und dir die Zeit dafür genommen hast. Wir wünschen Dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg für die Zukunft und hoffen natürlich, dass dein weiterer Weg im RC-Car Sport an der Seite von Mugen Seiki sowie RB Products verlaufen wird.

Alle Bilder – mit freundlicher Unterstützung von nitro-west.de

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27.09.2011 von admin Zurück

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