13.Jan

In der RC Arena Quakenbrück wichtige Erkenntnisse gesammelt

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In der RC Arena Quakenbrück wichtige Erkenntnisse gesammeltDie beiden RMV-Geschäftsführer Matthias und Daniel Reckward statteten der RC Arena in Quakenbrück am Samstag den 07.01.2012 einen Besuch ab und nutzten die Gelegenheit den Mugen MBX-6 von Daniel auf die Gegebenheiten abzustimmen und damit in der Lage zu sein, auch allen anderen Mugen-Fahrern ein gutes Grundsetup für Veranstaltungen dort an die Hand geben zu können. In den vergangenen Wochen hatten hier die beiden RMV OffRoad-Teamfahrer Andreas Bartels und Abdullah Kilic bereits wertvolle Testarbeit geleistet und ein Grundsetup für diese anspruchsvolle Piste erarbeitet, auf das Daniel nun zurückgreifen konnte.

Entsprechend ausgestattet ging Daniel Reckward mit seinem Mugen MBX-6 und RB X11 Motor auf die ersten Runden und es stellte sich sofort heraus, dass das Setup bereits sehr gut funktionierte und der MBX-6 damit gut und einfach zu fahren war. Vom Bauchgefühl her fehlte jedoch noch ein wenig Speed und es ist zusätzlich anzumerken, dass Daniel aus Zeitgründen seinen neuen MBX-6R nicht fertig stellen konnte und demnach noch mit seinem MBX-6 aus dem Vorjahr unterwegs war. Für das Rennen am Ende des Monats wird der neue MBX-6R dann aber einsatzbereit sein und die mit der EU-Edition gewonnenen Erkenntnisse sollten mehr oder weniger vollständig auf das neue Fahrzeug übertragbar sein.

Aufgrund des noch fehlenden Speeds entschloss man sich einige Änderungen am Fahrzeug durchzuführen, die uns erst wenige Tage vor dem Test von Konstrukteur Koji Sanada [Mugen Seiki Japan] vorgeschlagen wurden. Auch der neue Teammanager John Yves Ferté [Mugen Seiki Europe] steuerte einige wichtige Hinweise bei, welche in der Praxis verifiziert werden sollten.

Alle Änderungen brachten schrittweise den gewünschten Erfolg und führten zu einem besseren und präziseren Fahrgefühl auf dieser schwierigen Hallenrennstrecke, auf der Konstanz und Sicherheit die entscheidenden Faktoren sind, so dass Daniel seine Rundenzeiten kontinuierlich verbessern und am Ende schnelle und konstante Runden drehen konnte.

Folgende Änderungen wurden in der entsprechenden Reihenfolge getestet:

•    Wechsel zu Dämpferfedern mit 1,6mm Drahtstärke, sowie 9,0 Windungen vorne  [E0553] und 10,0 Windungen hinten [E0559] um ein Einknicken in den Kurven zu reduzieren.
•    Verkürzen der Hauptuntersetzung auf 13/48 Zähne und stärkeres Sperren des vorderen und mittleren Differenzials mit 30.000er Öl, hinten mit 15.000er Öl.
•    Montage von 1mm breiten Spurverbreiterungen [E0240] zur Reduzierung der Kipptendenz in Kombination mit vorderem Stabilisator 3,0mm und hinterem Stabilisator 3,2mm.
•    Neue Schumacher MiniPin Reifen mit einer blauen geschäumten Proline-Einlage verklebt auf der neuen 84mm großen und 43mm breiten RB Felge brachten zusätzliche Fahrstabilität, welche anfangs unmöglich erschien.
•    Wegschneiden der beiden äußeren Noppenreihen und einer Reihe an der Innenseite an den Schumacher MiniPin-Reifen, um ein Einhaken der Reifen auf den Teppichpassagen und ein Aushebeln in schnellen Kurven zu verhindern.

Mit den o.a. Änderungen ließ sich der MBX-6 bereits hervorragend fahren, doch eine von Konstrukteur Koji Sanada vorgeschlagene Änderung hoben wir uns bis zum Schluss auf.

Die Montage des bekannten Overdrive-Systems E0244 und E0245 an Vorder- und Hinterachse ergab eine deutlich spürbar kürzere Antriebsübersetzung und in Verbindung mit der gewählten Hauptuntersetzung von 13/46 Zähne gegenüber vorher 13/48 Zähne ohne Overdrive war dies ein Quantensprung, wodurch der MBX-6 nochmals besser beschleunigte – einfach traumhaft.

Link zum Download: >> Daniel Reckward Setup Sheet Quakenbrück 2012 <<

Daniel und Matthias Reckward sehen dem Internationalen Hallenrennen Ende Januar 2012 in Quakenbrück bereits mit großer Freude entgegen und hoffen, dass die o.a. Tipps für die zahlreichen Mugen-Piloten hilfreich sein werden.

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13.01.2012 von admin Zurück

4 Kommentare

  1. Sage mal Daniel habe da noch eine Frage zum Overdrive. Habe in den letzten Monaten so einige Fahrer getroffen die das Overdrive nur an der Hinterachse in ihren Mugen verbaut hatten. Was bewirgt das beim fahren?Oder sollte man es nur vorn und hinten einsetzen um den Buggy schneller nach Kurvenausgängen zu beschleunigen.Oder hat man noch andere Vorteile davon wen man es nur hinten oder nur vorn einsetzt.Danke für eine Antwort!Dirk


    Dirk Viehrig



  2. Guten Morgen Dirk also wenn man dieses Overdrive nur an der Hinterachse verbaut zieht der Muckelmugen beim Gas geben mehr über die Vorderachse voran jedoch beim rein in die Kurve hat man ein loses Heck. Nicht jedermanns Sache aber auf Lehmstrecken sowie engen Layout nicht so verkehrt. Man muss nur den Muckelmugen gut kontrollieren können [lach] ggfs einfangen sobald das Heck unruhig wird … ist so wie bei einem 550PS Auto mit Heckantrieb und wird ohne ESP bewegt :))))


    Daniel Reckward



  3. Danke für die Antwort.Was für einen Tip könntest Du mir noch geben um das lose Heck zu unterbinden.Das mit dem über die Vorderachse voran ziehen würde ich mir ja wünschen .Oder solte ich das besser mit verschiedenen Diffölen erreichen z.B. vorn 15000 mitte10000 hinten5000.Oder kann man das unruhige Heck auch mit verschiedenen Stabistärken beheben. Danke schon mal für deine Hilfe.


    Dirk Viehrig



  4. Nicht´s zu danken lieber Dirk, dafür sind wir doch auch da! Also um ein ruhiges Heck zu bekommen sollte man kein Oberdrive hinten verwenden, aber die eigens vorgschlagene Idee von dir mit den Silikonölen 15.000|10.000|5.000 ist gut. Bitte rundum 1mm Spurverbreiterung drauf haben oder noch besser hinten 2mm dadurch sollte es weg sein. Ansonsten einfach an der Vorderachse den Grip also nicht agressive Lenkung versuchen das bringt beim Muckelmugen auch Ruhe rein ggfs noch dickeren Stabi verwenden. Das soll´s gewesen sein, probier aus und berichte …


    Daniel Reckward



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