16.Jan

Steve Baumgarten im RMV Interview

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Steve Baumgarten im RMV-InterviewEr ist einer der Neuzugänge im RMV OnRoad Team für die Saison 2012 und konnte in der Vergangenheit mit den Fahrzeugen verschiedener Hersteller bereits viele Erfolge feiern und einen großen Erfahrungsschatz aufbauen und da die Welt bekanntlich klein ist, trifft Steve in seinem neuen Team auch auf einige ehemalige Teamkollegen. Eingewöhnungsschwierigkeiten sollte es somit keine geben, einzig der neue Mugen MTX-5 und die RB-Motoren stellen für ihn eine noch unbekannte Größe dar, doch die in jüngster Vergangenheit mit diesen Produkten eingefahrenen Erfolge zeigen, dass die Kombination aus Fahrzeug und Motor über ein großes Potenzial verfügt und es Steve ermöglichen sollte, eine optimale Saison zu fahren. Wir konnten Steve im Rahmen der RMV-Interviewserie einige Fragen stellen und waren sehr gespannt auf seine Antworten.

RMV: Steve, zunächst einmal Herzlich Willkommen im Team. Es freut uns sehr, dich für 2012 im RMV OnRoad Team begrüßen zu dürfen. Du bist schon für verschiedene andere Teams und Hersteller gefahren und verfügst über eine fundierte Erfahrung im Bereich VG10. Was waren für dich die Hauptgründe zum Wechsel ins RMV-Team ?

SB: Mir gefiel der Mugen MTX-5 auf Anhieb und es hat mich sofort gereizt, dieses Fahrzeug zu fahren. Darüber hinaus fahren die meisten meiner RC-Car Kollegen ebenfalls Mugen und auch das RMV-Team macht einen kompetenten und sympathischen Eindruck, somit ist mir die Entscheidung leicht gefallen.

RMV: „Neue Besen kehren gut“ sagt schon ein altes Sprichwort und auch der Mugen MTX-5 ist ja ein brandneues und sehr modernes Fahrzeug, das zweifellos über ein enormes Potenzial verfügt. Was traust Du dem neuen Auto zu und was sind deine Hoffnungen und Ziele für die neue Saison?

SB: Ich denke auch, dass das Auto großes Potential hat, was der Robert ja bei der EM in Ettlingen und bei der DM in Kirchhain bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Dieses Auto in den richtigen Händen kann meines Erachtens alles gewinnen. Meine Ziele für die neue Saison beschränken sich leider nur auf Veranstaltungen auf nationaler Ebene, da ich mit einigen EFRA-Regeln gar nicht einverstanden bin. Die Freigabe von Haftmitteln und die Reduzierung der Fahrzeug-Mindestgewichte sind in meinen Augen ein Schritt in die völlig falsche Richtung. Ich werde daher an den SK-Läufen in der Gruppe Süd teilnehmen und natürlich bei der DM in Munster starten. Mein Ziel ist dort das Finale, denn da daran bin ich in den vergangenen Jahren immer knapp gescheitert.

RMV: Das Mugen-Team wird in Deutschland durch Robert Pietsch angeführt, der momentan zweifellos zu den weltbesten Fahrern gehört. Wie wichtig sind aus deiner Sicht heutzutage das eingesetzte Material und die Zusammenarbeit mit einem Top-Fahrer im Team?

SB: Bezüglich des Materials denke ich, dass es sehr wichtig ist, hier optimal aufgestellt zu sein, denn was nützt einem ein brauchbares Auto, wenn dir kurz vor Schluss ein Riemen reißt, oder ein anderer Defekt auftritt. Für mich ist der Mugen MTX-5 diesbezüglich eine perfekte Kombination aus Qualität und Schnelligkeit. Natürlich ist es immer gut wenn man jemand wie Robert Pietsch im Team hat, denn sein Können und seine Erfahrung sind nie von Nachteil. Robert arbeitet sehr akribisch, überlässt absolut nichts dem Zufall und sein Feedback ist entsprechend präzise. Dies kann in bestimmten Situationen der entscheidende Vorteil sein.

RMV: Es wird momentan viel über die Freigabe von Haftmitteln im Bereich VG und die Reduzierung der Mindestgewichte der Fahrzeuge diskutiert. Wie ist deine Meinung zu dem Thema?

SB: Wie ich oben schon erwähnte, habe ich mich aufgrund dieser Änderungen dazu entschieden, internationalen Veranstaltungen vorerst fern zu bleiben, da ich nicht verstehen kann, warum man etwas abändert, was bis dato gut funktioniert hat. Meiner Meinung nach können solche Regeländerungen der Genickbruch für die gesamte VG-Szene bedeuten, denn das Ganze wird auf dem Rücken der Hobbyfahrer ausgetragen und dies sind letztendlich die Fahrer die wir ganz dringend brauchen um den Fortbestand des Sports auf breiter Basis zu sichern! Zum Glück hat der DMC für die Rennen in Deutschland eine aus meiner Sicht viel bessere Lösung gefunden.

RMV: Modellrennsport kann eine mitunter sehr zeitintensive Beschäftigung sein. Wie schaffst Du es die umfangreichen Vorbereitungen und die vielen Reisen zu den Rennen mit deinem „normalen Leben“ und dem Job in Einklang zu bringen und bleibt dir noch Zeit für andere Hobbys?

SB: Mein Bruder Dirk und ich sind seit langem ein eingespieltes Team und auch der Rest meiner Familie steht voll hinter mir und unterstützt mich. In der Regel reisen auch meine Mutter und mein Vater zu den Rennen an und gerade wenn es mal hektisch wird kann man eine zusätzliche helfende Hand immer gut gebrauchen. Von daher bin ich immer froh mit meinem Vater einen zweiten versierten Mechaniker an meiner Seite zu haben. Dirk ist mein Mechaniker und Tanker und wir verstehen uns sehr gut. Natürlich gibt es auch bei uns hin und wieder Unstimmigkeiten, doch bisher haben wir noch jedes Problem gemeinsam lösen können. Neben dem RC-Car Sport bin ich öfters mit meinem Mountainbike unterwegs oder gehe gerne mal Joggen.

RMV: Du bist schon recht lange im VG-Sport aktiv. Was macht für dich nach so langer Zeit die größte Faszination aus, bzw. was ist der Aspekt, welcher dir am meisten Freude bereitet?

SB: Mich fasziniert die Technik und das Teamwork und die Szene ist wie eine eigene kleine Welt, in die man abtauchen kann. Genau das Richtige zum Ausgleich vom Alltagsstress.

RMV: Gibt es Dinge im VG-Rennsport, die dir gar nicht gefallen und die Du ändern würdest, wenn Du die Möglichkeit dazu hättest?

SB: Ich finde den VG-Sport teilweise zu komplex, denn gerade Neulinge oder weniger erfahrene Fahrer sind hier schnell überfordert, denn bei dem immensen Umfang an Technik kann man mit kleinen Fehlern eine Menge Geld kaputt machen und das schreckt natürlich viele Neueinsteiger und mittlerweile auch erfahrene Piloten ab. Deshalb denke ich, dass einfacher manchmal besser ist.  In dem Zusammenhang kann ich auch nur an Anfänger und Neueinsteiger appellieren: „Keine Angst, am Rennplatz gibt es immer Leute die mehr Erfahrung haben. Fragen kostet nichts, wir helfen immer gerne!“

RMV: Die Deutsche Meisterschaft VG10 in Munster wird auch für dich sicherlich einer der Saisonhöhepunkte in der Saison 2012 sein. Wie gefällt dir der Hollmoorring und wie schätzt Du deine Chancen bei diesem Rennen ein?

SB: Den Hollmooring kenne ich recht gut und ich konnte schon gute Ergebnisse dort feiern. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich schon an zwei Deutschen Meisterschaften auf dieser Strecke teilgenommen, wobei ich bei einer davon sogar aufs Treppchen fahren konnte. Das Layout der Strecke finde ich super. Es ist schnell und anspruchsvoll.

RMV: Im „richtigen Leben“ hast Du bei deiner täglichen Arbeit als Karosseriespezialist  ebenfalls mit Autos zu tun. Welches Fahrzeug ist aktuell dein Traumwagen?

SB: Karosseriespezialist klingt gut, aber eigentlich bin ich Dellentechniker, was bedeutet, dass ich Dellen entferne, ohne dass das Fahrzeug an diesen Stellen lackiert werden muss, was vor einigen Jahren noch durchaus üblich war. Ich habe keinen Traumwagen, denn wenn man so viel mit Autos zu tun hat, entwickelt man irgendwann eine sehr neutrale Einstellung dazu, doch zu einem BMW M3 in Alpinweiss würde ich ganz sicher nicht „nein“ sagen.

RMV: Verrätst Du uns noch dein Lieblingsgericht?

SB:  Pasta

Vielen Dank Steve, dass Du dir für uns Zeit genommen und unsere Fragen beantwortet hast. Wir wünschen dir einen optimalen Einstieg in unser Team und eine erfolgreiche Saison und freuen uns schon sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit dir.

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16.01.2012 von admin Zurück

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