17.Feb

Der Altmeister ist zurück – Jörg Tauert verstärkt das RMV Rennteam

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Nach langer Abstinenz greift Jörg Tauert nun wieder ins Renngeschehen ein und ist dem RC-Car Virus erneut verfallen. Viele der älteren Sportskollegen kennen ihn sicher noch aus seiner aktiven Zeit, bevor er vor etwa 15 Jahren eine Pause einlegte und sich anderen Dingen zuwandte. Der neue Mugen MTX-5 hatte es ihm aber auf den ersten Blick angetan und nachdem er sich bei einigen Rennveranstaltungen umgesehen hatte, stand sein Entschluss schnell fest und somit wird in der Saison 2012 das Starterfeld bei den VG10 Rennen um einen alten Bekannten bereichert. Der Einstieg ins RMV Rennteam erscheint dabei logisch, schließt sich hier doch nach langer Zeit ein Kreis, denn schon damals arbeitete Jörg bevorzugt mit RMV Deutschland zusammen. Im Rahmen der RMV Interviewserie hatten wir Gelegenheit uns mit Jörg über seinen Wiedereinstieg zu unterhalten und haben ihm dabei einige Fragen gestellt.

Der Altmeister ist zurück – Jörg Tauert verstärkt das RMV Rennteam
 
RMV: Es kommt nicht so oft vor, dass sich ein Fahrer nach einer langen Pause, wie Du sie eingelegt hast, wieder ins aktive Renngeschehen zurücktraut, aber umso erfreuter waren wir natürlich, als Du den Kontakt zu uns gesucht und uns über deine Pläne für 2012 informiert hast. Was hat dich zum Wiedereinstieg bewegt?

JT: Es war die Lust etwas Altes neu zu probieren und da ich schon immer großes Interesse an der Technik im Modellsport hatte fiel mir die Entscheidung letztendlich sehr leicht. Natürlich hat auch mein Freund Dieter Fleischer dazu beigetragen, indem er den Kontakt zu RMV Deutschland für mich hergestellt hat, wofür ich ihm sehr dankbar bin.

RMV: Bereits vor deiner Pause hast Du ja schon sehr erfolgreich mit RMV Deutschland zusammen gearbeitet und bist uns in guter Erinnerung geblieben. Hast Du dich mehr aus alter Gewohnheit für RMV Deutschland entschieden, oder haben hierbei auch unsere Produktpalette oder unser Rennteam, bzw. andere Gründe eine Rolle gespielt?

JT: Natürlich kenne ich die Leute hinter RMV Deutschland noch aus meiner Zeit als ich in Dortmund ein eigenes Modellsport-Geschäft hatte und in der Szene sehr aktiv war. Aber das war nicht der Hauptgrund mich für RMV Deutschland zu entscheiden. In der Hauptsache bin ich der Meinung, dass sie zurzeit einfach die besten Produkte im Vertrieb haben und gleichzeitig ein starkes OnRoad Team aufbauen und mir auf diese Art einen perfekten Neueinstig ermöglichen können. Und schlussendlich hat RMV Deutschland immer noch RB-Motoren im Vertrieb, von denen ich schon damals begeistert war und es immer noch bin.

RMV: Während der letzten Jahre hat sich die Technik der Fahrzeuge und des Zubehörs rasant weiter entwickelt. Auch welchem Gebiet haben sich im Vergleich zu früher aus deiner Sicht die weitreichensten Änderungen ergeben?

JT: Da ich ja sehr lange nicht mehr im Renngeschehen aktiv war, kenne ich natürlich nur noch Modelle die schon im Museum stehen und muss mich erst langsam wieder einarbeiten. Von daher fehlt immer noch ein wenig der Überblick. Ich konnte mir aber beim letzten Nitro-West Masters in Dormagen als Helfer ein ganz gutes Bild vom neuen Mugen MTX-5 machen und war sofort von diesem Auto überzeugt. Technisch ist in den letzen Jahren eine Menge passiert und die heutigen Autos machen einen wirklich tollen und ausgereiften Eindruck.

RMV: Mit dem Mugen MTX-5 hast Du dich für eines der modernsten VG10-Fahrzeuge am Markt entschieden und mit dem Gewinn des EM-Titels hat Konstrukteur Robert Pietsch das Potenzial dieses Chassis bereits klar aufgezeigt. Wie bewertest Du die Leistungsfähigkeit dieses Fahrzeugs und was waren die Gründe, sich für den MTX-5 zu entscheiden?

JT: Nun, Robert hat mit dem MTX-5 erneut ein Auto auf die Räder gestellt, das über wirklich sehr interessante Details verfügt und auch optisch ein echtes Highlight ist. Ich bin insbesondere von Getriebe, Kupplung, Bremse und dem gesamten Antrieb überzeugt und der Auffassung, dass mit diesem Auto einiges möglich sein wird, zumal wir ja in 2012 wieder 5min Vorläufe fahren müssen und dabei kann ein effizienter Antrieb noch wichtiger werden als er es ohnehin schon ist. Beim Zusammenbau war ich von der Genauigkeit und Qualität sämtlicher Teile überwältigt, so das Mugen auch hier wieder seinem Namen gerecht geworden ist.

RMV: Nach langer Pause wieder in den Rennsport einzusteigen ist erfahrungsgemäß nicht einfach. Momentan trainierst Du bereits intensiv mit einem 1:10 Elektro-Tourenwagen und einem 1:12 Fahrzeug in der Halle. Wie fühlt es sich an, nach so langer Zeit wieder ein Rennfahrzeug zu bewegen und wie bewertest Du deinen aktuellen Trainingsstand?

JT: Richtig, ich trainiere zurzeit mit zwei Elektro-Modellen hauptsächlich auf der Indoor-Rennstrecke in Schermbeck. Vor einigen Tagen habe ich dort mein erstes Rennen im Rahmen der EPS gefahren und war von meiner Leistung selbst überrascht, denn ich konnte auf Anhieb in einem internationalen Fahrerfeld einen 5. Platz herausfahren. Ich will dieses im Grunde recht gute Ergebnis aber nicht überbewerten und mich ganz locker auf die VG10 Saison vorbereiten, denke aber, dass es bisher schon sehr gut läuft.

RMV: Als Rennfahrer ist man in der Regel ehrgeizig. Welche Ziele hast Du dir für deine erste Saison nach der langen Pause vorgenommen?

JT: Ankommen, Spaß haben mit meinem Team und hier und da mal ins Finale zu fahren.

RMV: Der RC-Car Sport fordert stets volle Konzentration und eine sehr gewissenhafte Vorbereitung. Wie entspannst Du dich neben dem Job und den mitunter anstrengenden Tagen, an denen Du RC-Car fährst?

JT: Ich hab eine tolle Familie, eine Frau die hinter mir steht und mich bei meinem Hobby so gut sie kann unterstützt. Zudem treibe ich sehr viel Sport, denn ich fahre gerne Mountainbike und möchte in diesem Jahr wieder bei dem einen oder anderen Bike-Marathon starten.

RMV: Momentan wird viel über die Freigabe von Reifenhaftmitteln und die Reduzierung der Fahrzeug-Mindestgewichte diskutiert. Wie stehst Du zu diesen Punkten?

JT: Ich persönlich halte beide Überlegungen für sehr schädlich, denn das würde die Sache noch aufwändiger machen und Neueinsteiger abschrecken. Die Autos leichter zu machen und das Mindestgewicht zu reduzieren führt zur Verwendung noch hochwertigerer Materialien, was die Kosten der Modelle weiter in die Höhe treibt und auch das halte ich für kontraproduktiv.

RMV: Das RMV Rennteam ist für die Saison 2012 sehr gut aufgestellt. Wie wichtig ist aus deiner Sicht ein gut organisiertes und funktionierendes Team?

JT: Da auch im Radsport nichts ohne ein gutes Team läuft kenne ich mich mit den Strukturen in einem guten Team aus. Ich weiß, dass ich auch hier bei RMV Deutschland bestens versorgt bin und mir so ein guter Wiedereinstieg in die Szene ermöglicht wird.

RMV: Die Deutsche Meisterschaft 2012 wird auf dem Hollmoorring in Munster ausgetragen werden und Du wirst dich sicher noch gut an diese Strecke erinnern können. Wie schätzt Du die Strecke und deine Chancen bei der DM ein?

JT: Oh ja, ich kenne die Strecke noch sehr gut und wenn sie nicht verändert wurde, ist sie sehr schön aber auch schwer zu fahren. Ich weiß jetzt noch gar nicht, ob ich überhaupt starten kann, denn zu meiner Zeit musste man sich noch im Vorjahr zu einer DM qualifizieren. Das ist aber heutzutage offenbar nicht mehr so.

RMV: Der Volksmund sagt bereits „Essen hält Leib und Seele zusammen“. Verrätst Du uns noch dein Lieblingsgericht?

JT: Die Spanische Küche.

Vielen Dank Jörg für dieses Interview. Wir wünschen Dir alles Gute zu deinem Wiedereinstieg und freuen uns sehr, dich wieder bei uns im Team haben zu dürfen. Wir drücken dir für die neue Saison ganz fest die Daumen und hoffen sehr, dass Du deine Ziele erreichen und viel Spaß dabei haben wirst.

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17.02.2012 von admin Zurück

Kommentare

  1. Danke Danke Danke
    Aber immer schön langsam mit den Pferden

    Jetzt kommt so langsam der Frühling und ich Brenne förmlich darauf endlich nach einer Ewigkeit ein Verbrenner zu bewegen. Und freue mich auf mein Rollout mit dem MTX-5.
    Natürlich möchte ich ein kleiner Baustein in dem Team sein und mein bestes geben.
    Bin wirklich überwältigt vom positiven feedback auch per e-Mail

    Noch mal Danke


    Jörg Tauert



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