21.Mai

2. SK-Lauf VG10 Gruppe West beim RMC Düren e.V.

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Düren, ein kleiner Ort zwischen Köln und Aachen im Westen von Nordrhein Westfalen war der Austragungsort des 2. SK-Laufs der Gruppe West für die Fahrer der Klasse VG10. Mit nur 31 Nennungen war das Fahrerfeld bei diesem Rennen leider deutlich kleiner als noch zuvor beim ersten Lauf in Dormagen, was unterschiedliche Ursachen hatte. So fehlten unter anderem einige Fahrer wegen Krankheit, andere aufgrund familiärer Verpflichtungen, was letztendlich aber nichts an der Tatsache änderte, dass der ausrichtende RMC-Düren ganz sicher einige Starter mehr verdient gehabt hätte. Die Rennleitung lag in den routinierten Händen von Markus Pütz, der bereits eine Woche vorher beim 1:8 Rennen in Oberhausen einen souveränen Job erledigte. In der Zeitnahme wurde er erstmals von Uwe Baldes unterstützt, der hier jederzeit alles fest im Griff hatte, den Zeitplan exakt einhielt und das Rennen obendrein noch locker und sehr informativ kommentierte, so dass auch hier keinesfalls Langeweile aufkam.

Im Vorfeld des Rennens hatte ich zwei Wochen vorher zusammen mit meinem Teamkollegen Jörg Tauert bereits an einem Tag ein wenig auf der Strecke in Düren getestet und ein gut funktionierendes SetUp erarbeitet. An diesem wunderbar sonnigen Testtag liefen unsere beiden Mugen MTX-5 hervorragend und ließen sich ganz einfach und präzise um den Kurs bewegen.

2. SK-Lauf VG10 Gruppe West beim RMC Düren e.V. 2012
 
Mit dem seinerzeit erarbeiteten SetUp begannen wir auch das Training am Samstag, doch nicht zuletzt wegen der an diesem Tag deutlich kühleren Temperaturen funktionierten unsere MTX-5 nicht ganz so gut wie am Testtag und wir begannen verschiedene SetUp-Optionen zu probieren. Grundsätzlich tat sich aber auch die Konkurrenz mit den aktuellen Griffverhältnissen der ansonsten sehr schön zu fahrenden Dürener Strecke schwer und so gesehen funktionierte unser Auto im direkten Vergleich eigentlich sehr gut. Dennoch wünschte ich mir etwas mehr Präzision und Traktion um den MTX-5 besser platzieren zu können. Erschwert wurde die Suche nach einem guten SetUp zusätzlich durch die Tatsache, dass die Sonne hin und wieder hinter den Wolken hervorkam und dann kurz darauf wieder verschwand, was unmittelbaren Einfluss auf die Grippverhältnisse hatte. Ein großer Schritt nach vorne ergab sich durch die Reduzierung des Nachlaufwinkels an der Vorderachse, sowie ein tieferes vorderes Rollzentrum. Damit ließ sich das Auto deutlich besser durch die schnellen Passagen steuern. Bei der Karosserie entschied ich mich diesmal für die Protoform SRS-N anstatt der noch in Dormagen sehr gut funktionierenden P37N vom gleichen Hersteller. Als letzte Maßnahme verkürzte ich noch die Getriebeuntersetzung in beiden Gängen auf dem Getriebe um jeweils einen Zahn, wodurch sich günstigere Schaltpunkte und ein besserer Anschluss im zweiten Gang ergaben. Am Ende des Trainingstages war ich zwar nicht zu 100% zufrieden, da der MTX-5 nicht ganz so einfach und präzise zu fahren war wie ich es von den anderen Strecken und dem vorhergehenden Test gewohnt war, von den Rundenzeiten her gab es jedoch überhaupt keinen Grund zur Sorge, weshalb ich dem Rennsonntag recht zuversichtlich entgegensah.

Im ersten von vier Vorläufen am Sonntagmorgen ließ ich es erst einmal recht ruhig angehen, dennoch blieb ich in der letzten Runde ohne Treibstoff stehen und konnte den Lauf so nicht beenden. Für den zweiten Durchgang änderte ich die Glühkerze von der gewohnten RB V3 mit Wärmwert 6 auf eine V3-Kerze mit Wärmewert 7 und stellte ein etwas magereres Gemisch ein. Nun lief alles wie am Schnürchen und ich lieferte mir mit Michael Salven einen rundenlangen Kampf um die Pole Position. Leider wurde ich in den letzten drei Runden durch einen zu überrundenden Fahrer etwas aufgehalten, aber die gefahrene Zeit reichte dennoch für die zweite Position. Auch der Treibstoffverbrauch war nun kein Problem mehr und am Ende des Laufes befand sich noch genügend davon im Tank. Dies war schon einmal eine sehr gute Ausgangsbasis und im dritten Vorlauf verfolgte ich dann eine etwas offensivere Strategie, die jedoch nicht belohnt wurde, da ein anderer Fahrer bei einem Überholvorgang nicht ganz mitspielte und mich leicht berührte, wodurch sich mein Fahrzeug wegdrehte und wertvolle Zeit verloren ging. Ich konnte mich also nicht verbessern, was jedoch nicht tragisch war, denn die Konkurrenz schien bis dahin nicht unbedingt in der Lage zu sein mir meinen zweiten Platz streitig zu machen. Da ich neben meinem einzunehmenden Helferposten auch noch jeweils als Boxenhelfer für meinen Teamkollegen Jörg Tauert fungierte, blieb uns zwischen den einzelnen Vorlaufdurchgängen nur sehr wenig Zeit, weshalb ich es nicht schaffte für den vierten und letzten Durchgang noch einen passenden Reifensatz vorzubereiten. Mit dem nun nicht mehr optimalen Reifensatz ließ sich offensichtlich keine Verbesserung erzielen, weshalb ich den Lauf abbrach und nicht startete. Bernd Rausch nutzte die Gunst der Stunde und legte noch einen sehr guten Lauf hin, mit dem es ihm gelang mich an die dritte Position zu verdrängen. Für den weiteren Rennverlauf war dies aber relativ unerheblich, denn aufgrund der geringen Teilnehmerzahl waren alle Fahrer automatisch für die Halbfinale qualifiziert.

2. SK-Lauf VG10 Gruppe West beim RMC Düren e.V. 2012
 
Das 20 minütige Halbfinale sollte also keine unlösbare Aufgabe darstellen und ich ließ es mit relativ großen Rädern sehr entspannt angehen und versuchte mich aus jeglichen Rangeleien heraus zu halten. Dies gelang mir auch und nach wenigen Runden führte ich das Feld an. Michael Salven kam jedoch nach anfänglichen Fehlern irgendwann näher und ich überließ ihm den Vortritt, denn für die sichere Qualifikation zum Finale reichte mir eine vierte Position. Auch bei der Tankstrategie ging ich ganz auf Sicherheit und tankte bereits nach 4:30 min. wobei sicherlich auch volle 5 Minuten Fahrzeit mit einem Tank möglich gewesen wären. Durch meinen etwas anderen Tankrhythmus und den damit verbundenen zusätzlichen Stopp konnte ich das Halbfinale schließlich an vierter Position beenden und mich damit sicher für den Finallauf über 40 Minuten qualifizieren.

Link zum Download: >> Dieter Fleischer Setup Sheet MTX5 RMC Düren 2012 <<

Da der Reifenverschleiß aufgrund der niedrigen Temperaturen und dem damit verbundenen relativ schlechten Gripp doch recht hoch war, startete ich mit sehr großen Reifen und änderte unter anderem zum Finale noch einmal die Dämpfereinstellung, indem ich von 550er Öl auf weicheres 450er Öl wechselte. Ich versprach mir davon ein etwas agileres und damit präziseres Auto und war gespannt, wie sich der MTX-5 mit den sehr großen Rädern fahren lassen würde.

Alle Finalteilnehmer auf einen Blick beim RMC Düren e.V. 2012
 
Mit den weicheren Dämpfern lag der MTX-5 deutlich besser und ließ sich einfacher fahren und auch die großen Räder funktionierten erstaunlich gut. Gleich nach dem Start wurde ich jedoch von einem anderen Fahrzeug umgedreht und fiel an die letzte Position zurück. Da mein Auto jedoch ruhig und einfach zu fahren war, konnte ich mich schnell wieder bis an die 5. Position vorarbeiten und lieferte mir einige schöne Zweikämpfe unter anderem mit Benny Lehmann. Bei noch ca. 20 Minuten Restfahrzeit und dem 4. Platz in Sichtweite kollabierte dann jedoch plötzlich mein 2. Gang. Ich steuerte die Box an und Jörg wechselte fix das Zahnrad, dass jedoch zwei Runden später erneut den Dienst versagte, weshalb ich entschied das Rennen an dieser Stelle zu beenden, was sehr schade war, denn bis zum Ausfall lief es ja wirklich sehr gut. Letztendlich sprang für mich ein siebter Platz bei diesem Rennen heraus was sicherlich in Ordnung ist, wenn auch deutlich mehr möglich gewesen wäre.

RMV-Deutschland

Finale 1:10 Touring SK-Lauf in Düren

Ergebnis/Result
Pos.Fahrer/DriverLa./Con.Auto/CarMotor/EngineReifen/TyresR.Zeit/Time
1.Michael SalvenSerpentXceed14840:12.628
2.Berdn RauschKyoshoOrion14740:04.345
3.Andreas WeyhovenXrayOrcan14440:08.434
4.Benjamin LehmannSerpentXceed14340:16.593
5.Daniel ToennessenNovarossi14240:12.128
6.Rene PüpkeSerpentXceed11833:56.632
7.Dieter Fleischer9227:24.593
8.Dennis KringsXrayOrcan8530:06.349
9.Julien CevaniSerpentXceed5718:59.077
10.Detlef KüppersXrayNovarossi4312:13.542

 
Grundsätzlich bin ich mit der Performance des Mugen MTX-5 aber sehr zufrieden, denn das Auto ließ sich sehr präzise und einfach fahren und auch mein RB TX-Motor funktionierte absolut problemlos und sehr zuverlässig. Das Potenzial ist also da und lässt mich für die weiteren Rennen hoffen. Mit ein wenig mehr Glück ist dann hoffentlich auch ein noch etwas besseres Ergebnis möglich.

Quelle … Rennbericht: Dieter Fleischer sowie Rennbilder: Nitro-West.de

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21.05.2012 von admin Zurück

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