13.Jul

1. Lauf zur Deutschen Meisterschaft 1:8 Truggy in Meiningen

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Gott sei Dank war der einsetzende Regen am Anreisetag, dem Freitag am 06.Juli 2012, kein schlechtes Omen für den anstehenden ersten Lauf der Deutschen Meisterschaft Klasse 1:8 OffRoad beim MRC Meiningen. Bereits auf der Bundesstraße, nur einige Kilometer von der Rennstrecke des MRC Meiningen entfernt, begann es kräftig zu regnen. Dieses blieb leider auch bis zur Ankunft an der Strecke so und es war zu befürchten, dass das Wetter allen renneifrigen Fahrern einen Strich durch die Rechnung machen würde. Nur wenige Minuten nach Ankunft auf dem Gelände des MRC Meiningen sollten schon die ersten Trainings beginnen. Doch die bis dahin angereisten Fahrer entschieden sich alle, die beiden ersten Trainingseinheiten aufgrund der Wetterlage ausfallen zu lassen. Die Strecke war an einigen Stellen doch sehr aufgeweicht. So nutzten viele die Zeit, Ihren Truggy in der technischen Abnahme auf Regelkonformität überprüfen zu lassen. Beanstandet wurden hier u. a. die ersten Reifen, da manche zu schmal waren. Die letzten drei Trainingsläufe wurden dann umso intensiver von den Fahrern genutzt, um Ihre Fahrzeuge auf die Strecke ab zu stimmen. Dieses war jedoch ein schwieriges Unterfangen an diesem Renntag, denn die Wetterkapriolen änderten den Griff auf der Strecke. Zum letzten Trainingslauf an diesem Freitag trocknete die Strecke aber sehr gut ab, so dass jetzt die ersten schnellen Zeiten zu sehen waren.

Im letzten Trainingslauf konnten nun auch die erst am Samstag angereisten Fahrer ihre Fahrzeuge auf die Rennstrecke abstimmen. Die Strecke des MRC Meiningen ist nicht grade groß, aber mit technischen Tücken und Raffinessen bestückt. Die Strecke war über Nacht auch trocken geblieben, was natürlich alle Fahrer erfreute. Mit diesem Trainingslauf wurde nun auch eine neue Gruppeneinteilung für die anstehenden Vorläufe erstellt. Nach einer kurzen Pause und einer anschließenden Fahrerbesprechung folgten die Vorläufe 1. bis 4. Zu Beginn des ersten Vorlaufs begann es erneut leicht zu regnen und somit war gleich im ersten Vorlauf die Strecke schon wieder ganz anders befahrbar, als im Training zuvor. Mir unterlief gleich ein erster Patzer. Ich fuhr leider in der Vorbereitungszeit meinen Truggy in eine Stahlstange der Strecke, welche vom Fahrerstand sehr schlecht zu erkennen war. Die Top-Ten-Fahrer bei diesen Läufen, wechselten die Plätze von Vorlauf zu Vorlauf. Lediglich Marcel Guske konnte alle vier Vorläufe gewinnen und stand somit bereits am Samstagabend als TQ fest.

Am Tag der Finalläufe stand zuerst der letzte und entscheidende Vorlauf 5.auf dem Programm. Kurz vor der ersten Gruppe setzte wieder Regen ein, der jedoch keinen Fahrer abschreckte und alle auch an den Start gingen. Kalkuliert war hier vielleicht auch von den Fahrern, einen möglichen Vorteil gegenüber den anderen Gruppen zu haben. Doch der Schauer dauerte nicht lange und ab der zweiten Gruppe wurden die Rundenzeiten dann schon wieder schneller. Dies nutzte Julien Schmidt, der mit einem perfekten Vorlauf und der dritt besten Zeit in diesem Lauf, einen Sprung von Platz 13 auf Platz 7 der Gesamtliste machte und somit neben Andreas Koch (Platz 4) und mir selbst (Platz 11) die direkte Qualifikation für das Halbfinale erreichte. Dann standen die beiden 1/8 Finale an. Kurz nach dem Start des ersten Finals, begann es erneut kräftig zu regnen. Und auch das andere Achtelfinale musste im Regen gestartet werden, da das Reglement dies so vorsieht. Auch wenn man bei solch einem miesen Wetter die Fahrzeuge nicht mehr wirklich unterscheiden konnte, so blieb festzuhalten, dass doch fast alle dicht beisammen lagen. Nach diesen beiden Läufen entschieden der Rennleiter des MRC Meiningen sowie der Offroad-Referent, Herr Norbert Rasch, eine Pause von einer Stunde einzulegen, da laut Wetterradar die Chance bestand, das Rennen im Trockenen weiterzuführen. Und diese Entscheidung stellte sich als 100 % richtig heraus. Die beiden Viertelfinale wurden auf trockener Strecke gestartet und auch der Sonnenschein blieb bis zum Schluss allen Fahrern erhalten. Beide Viertelfinale verliefen ohne besondere Vorkommnisse. In den Halbfinalen ging es dann schon wieder etwas nervenaufreibender zu. Dies musste im ersten Lauf gleich Frank Lemke erfahren. Nach einem Motorabsteller war auch noch die Kerze seines Fahrzeugs defekt. Der Wechsel dieser brachte einen großen Rückstand und somit das aus für Frank Lemke. Unglücklich verlief der Lauf dann auch für Julien Schmidt. Nach dem Start kam es zu mehreren Zusammenstößen einiger Truggys. Hierdurch verlor Julien Schmidt zunächst extrem viel Zeit, leider aber dann auch die Konzentration. Im zweiten Halbfinale ging Andreas Koch nicht an den Start, um an dem direkt nach dem Halbfinale stattfindenden 40+ Finale teilzunehmen.

Finale 40+ In diesem Finale fahren alle „Altherren“ den Titel des deutschen Meisters aus. Da er im Halbfinale noch auf seinen Start verzichtet hatte, war Andreas Koch für dieses Finale bestens vorbereitet. Er fuhr hier einen Start-Ziel-Sieg ein.

Das Finale Hier konnten sich zwei Fahrer gleich vom Feld absetzten. Marcel Guske und direkt dahinter Phillip Guschel. In den ersten paar Minuten konnten beide die gleichen Rundenzeiten fahren, was einige Fahrer sicherlich nicht so erwartet hätten. Die Rangfolge nach den Vorläufen sagte hier etwas ganz anderes aus. Doch dann schien Marcel Guske etwas mehr zu riskieren. Der Abstand zwischen beiden wurde größer. Auf den weiteren Plätzen drei bis sechs waren alle Truggys innerhalb weniger Sekunden nah beieinander. Nach zwölf Minuten war Marcel Guske dann allerdings zu einem Boxenstopp gezwungen, obwohl er bislang auf Platz eins lag. Der rechte Dämpfer an seinem Fahrzeug war defekt und somit wurde er in Folge des Boxenstopps auf Platz sechs durchgereicht. Nach der Reparatur war nun wenige Runden später wieder etwas defekt an seinem Truggy und das Rennen für Marcel dann doch leider gelaufen. Phillip Guschel fuhr somit easy vorne weg und einen ungefährdeten Sieg ein. Dahinter kämpfte ich mit Burak Kilic bis zur Ziellinie um Platz zwei, welcher am Ende auch durch mich behauptet werden konnte. Platz drei ging an Burak Kilic gefolgt von Nico Caspari, Jonas Donner, Manuel Büssing, Markus Reise und Rene König. Rene musste leider ebenfalls auf Platz zwei liegend in die Box, konnte aber das Rennen nochmal aufnehmen. Die Plätze neun und zehn gingen an Benjamin Klode und Marcel Guske. Beide vielen mit Defekten an den Truggys aus.

RMV-Deutschland

Finale 1. Lauf zur Deutschen Meisterschaft 1:8 Truggy

Ergebnis/Result
Pos.Fahrer/DriverLa./Con.Auto/CarMotor/EngineReifen/TyresR.Zeit/Time
1.Philipp GuschlLRPLRPAKA6130:13,558
2.Thorsten MüllerAKA5930:10,934
3.Burak KilicTLRNovarossiAKA5930:15,090
4.Nico CaspariAKA5930:26,302
5.Jonas DonnerOSAKA5830:18,349
6.Manuel BüssingKyoshoOrionAKA5830:19,866
7.Markus ReiseTLRSworkAKA5632:29,760
8.Rene KönigLRPAKA5230:08,961
9.Benjamin KlodeTLRAKA4824:57,610
10.Marcel GuskeTLRNovarossiAKA2413:07,333

 
Resümee des ersten Laufs Mit Verlaub kann ich natürlich aus meiner Sicht nur sagen, dass ich unwahrscheinlich zufrieden bin mit meinem Rennergebnis. Insgesamt war es ein spannendes Rennwochenende, das lediglich durch das Wetter etwas negativ beeinflusst wurde. Der MRC Meiningen ist ein überaus engagierter Verein, der mit viel Einsatz und tollem Arrangement für ein tolles Rennwochenende gesorgt hat. Wie bei allen Rennen liegen Sieg und Niederlage eng beieinander – aber alle Fahrer haben wie immer fair gekämpft und insgesamt eine gute Atmosphäre beim MRC Meiningen genossen. In sehr guter Erinnerung bleiben die netten Helfer am Getränkestand und der Grillstation des MRC Meiningen, die sicherlich mit der guten Verpflegung – insbesondere natürlich auch von mir – ihren Teil zu meinem guten Renntag beigetragen haben. An dieser Stelle nochmals herzliche Grüße an den MRC Meiningen!

Quelle … Rennbericht: Thorsten Müller sowie Rennbilder: Stefan Kauf
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

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13.07.2012 von admin Zurück

7 Kommentare

  1. Danke Thorsten für diesen interessanten Bericht. Habe schon gehört, dass man ALLES dort gut essen konnte und du für guten Umsatz beim MRC Meiningen gesorgt hast [lach] :))))


    Daniel Reckward



  2. Und ich:-P


    Julien Schmidt



  3. Hi Zusammen sehr interessant und mein Glückwunsch ! Ich werd mir diese Strecke auch mal anschauen, da ich der Gegend Verwandtschaft habe und man ja viel gutes von den Meinigern hört :-)
    Viele Grüße, Stefan


    Stefan Hartmann



  4. Naja ich muss sagen sein Team hat auch ordendlich gegessen, denn ohne Mampf kein Kampf!


    Stefan Kauf



  5. Genau


    Julien Schmidt



  6. Ehrlich wenn das Essen gut ist kann ich auch ordentlich zu schlagen. Muss ja auch was rein in den Magen – RC/Car fahren ist sehr anstrengend und macht hungrig + durstig :)))


    Daniel Reckward



  7. Ein super Rennbericht von Dir Thorsten, vielen Dank dafür. Ist immer wieder sehr schön hier bei RMV von den Rennen aktuelle Berichte und Bilder zu bekommen :-)

    @ Daniel : Ja das Essen ist schon nicht unwichtig an so einem Rennwochenende, Du kannst es ja auch noch gebrauchen 😉

    Gruß
    Holger


    Holger Petersen



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