30.Jul

Letzter Lauf zur Deutschen Meisterschaft 1:8 Truggy in Wolfsburg

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Es galt nun vom 20. bis 22.Juli 2012 den zweiten und damit letzten Lauf der Deutschen Meisterschaft in der Klasse OR8T also 1:8 Truggy auszufahren. Schon nach der Ankunft auf dem Motorsportgelände des MAC Wolfsburg, war allen Teilnehmern klar, dass auch hier aufgrund der Wetterlage die ersten Trainingsläufe ausfallen würden. Auf Seiten des MAC Wolfsburg waren die Mitglieder relativ spät am Gelände im Einsatz, um die Strecke trocken zu legen. Zudem setzte teilweise ein sehr starker Wind ein. Die Sicherung der Pavillons beschäftigte das ganze Fahrerlager. Dazu kamen dann auch starke Temperaturwechsel, denn kam die Sonne zum Vorschein, wurde es sofort warm. Zogen Wolken auf, mussten gleich wieder Jacken angezogen werden. So stellte sich allen bereits am Freitag die große Reifenfrage. Für die Profile der Mischung „medium“ war es eindeutig zu kalt! So blieben nur die Mischungen „soft“ oder „super soft“ als Alternative übrig. War man sich doch beim ersten Lauf in Meiningen mit den Reifenprofilen ziemlich einig, so spaltete sich das Feld in Wolfsburg in zwei Lager. Es gab die AKA-Impact-Fahrer und die AKA-City-Block-Fahrer. Dies war jedoch auch in sich dann nochmal, Fahrzeughersteller bezogen, unterschiedlich.

Ab 12:00 Uhr startete dann auch der Trainingsbeginn. Zuvor hatten die Vereinsmitglieder des MAC Wolfsburg die Wartezeit genutzt und die Strecke mit Sägespänen präpariert, um die Feuchtigkeit aus dem Boden zu bekommen. Dies war letztlich somit auch gelungen. Schon nach der ersten Trainingseinheit war klar, die Bahn ist an manchen Stellen sehr schmal und auch sehr technisch. Durch ihre engen Schikanen und Sprungkombinationen können doch sehr schnell ein paar Zehntel verloren gehen. Erschwerend kommt hinzu, dass Teile der Bahn nicht parallel zum Fahrerstand verlaufen und somit das Ausrichten der Autos erschwert. Das Waschbrett, kurz nach der Zählschleife, ist zudem vom Fahrerstand schlecht zu erkennen, denn die Hubel sind unter einem grünen Teppich angelegt. Die Strecke ist interessant. Persönlich bewertet – wird sie aber „never ever“ eine meiner Lieblingsstrecken! Am Freitag konnten dann aber trotzdem noch vier Trainingseinheiten für jede Gruppe gemütlich gefahren werden. Grund für die Gelassenheit beim Ausfahren der Trainings war, dass leider -wie jedes Jahr- weniger Fahrer zum zweiten Lauf gekommen sind. Mit gerade mal 30 Teilnehmern konnten wir das ganze Wochenende sehr entspannt angehen lassen.

Der Samstag sollte dann mit dem letzten gezeiteten Trainingslauf und mit einer neuen Gruppeneinteilung für die vier Vorläufe ebenfalls recht gemütlich von statten gehen. Überraschungen gab es dabei keine, die üblichen „Verdächtigen“ auf schnelle Zeiten – gemeint sind die schnellen Fahrer vom ersten Lauf aus Meiningen, waren wieder ganz weit vorne.

Am Sonntag wurden dann die sechs Finalläufe ausgefahren. Auch diesmal gab es die eine oder andere zweifelhafte Entscheidung inklusive der dazugehörigen Strafen. Die beiden Halbfinale waren bis zum Schluss hart umkämpft. So waren einige Fahrer nur wenige Sekunden voneinander entfernt. Nach den beiden Halbfinalen wurden die Aufsteigerautos im Parcferme abgestellt und sollten erst wieder ausgegeben werden, wenn das 40+ Finale beendet ist. Hintergrund dafür war eigentlich, dass alle Teilnehmer des Finals als Streckenposten im 40+ Finale tätig sein sollten. In diesem Finale standen dann aber in der Tat nur drei Teilnehmer als Streckenposten zur Verfügung. Alle anderen durften ihre Autos fit machen. Ich persönlich war davon auch betroffen. Denn da ich als Streckenposten meiner Verpflichtung nachkam, blieben mir nach dem Finale 40+ nur noch 15 Minuten um mein Auto fertig zu schrauben. Alle anderen Fahrer hatten hierdurch definitiv 20 Minuten mehr Zeit! Meine Reklamation beim zuständigen Rennleiter wurde damit beantwortet, dass andere Teilnehmer ausgesagt hätten, dass ich einen Schrauber dabei hätte! Komisch, dass man die betroffenen Fahrer nicht selbst befragt – eigentlich hätte ich Protest einlegen sollen!

Das Finale 40+ In diesem Finale konnte sich Andreas Koch nach einer Startkollision wieder souverän auf den ersten Platz nach vorne fahren. Bis zehn Minuten vor Schluss, war Dirk Horn auf Platz zwei, verlor aber dann durch einen Defekt am Auto diesen Platz wieder. Durch die beiden Siege in Meinigen und Wolfsburg wurde Andreas Koch mit seinem Mugen Seiki MBX-6T also Deutscher Meister 40+ … Herzlichen Glückwunsch Andreas Koch!!!

Das Finale bot erneut großes Kino mit den schnellen Jungs! Allen voran fuhr Marcel Guske, gefolgt von Frank Lemke, Philipp Guschl, Burak Kilic und Thorsten Müller. Bis kurz vor Schluss sollte sich an der Reihenfolge ständig etwas ändern. Unterschiedliche taktische Tankstopps hielten das Feld dennoch dicht zusammen. Im Kampf um die Plätze 2, 3, 4 ging es heiß her. Auch Julien Schmidt, auf Platz fünf liegend, konnte das Tempo mitgehen. Auch für ihn ging es noch um die Meisterschaft der Jugendlichen. Die Positionen wechselten ständig. Burak Killic war immer vorne mit dabei und musste sich seinen Gegnern Thorsten Müller (also mir) und Phillip Guschl mehr als einmal stellen. Letztlich reichte es für den 8jährigen für einen super guten zweiten Platz. Kurz vorm Ende dieses Finals, kam es dann zu einem Drama für einige Fahrer. Bei Marcel Guske, jaulte der Motor hoch, aber das Auto bewegte sich nicht mehr entsprechend. Marcel versuchte den Wagen noch ins Ziel zu tragen – doch der Schaden wurde immer schlimmer. Bei der letzten verkrampften Runde ging nichts mehr und das Auto blieb einen Meter vor der Zielschleife regungslos stehen. Bei mir selbst verabschiedete sich ein Differential, dennoch konnte ich aber die letzte Runde noch fahren. Bei Phillip Guschl zählte plötzlich der Transponder nicht mehr und er viel damit in der Liste zurück. Diese beiden fehlenden Runden, die nicht gezählt hatten, wurden anschließend wieder manuell nachgedrückt. Somit hatte Philipp Guschel gleich zweimal gewonnen. Philipp Guschl ist somit Deutscher Meister der Klasse OR8T … Herzlichen Glückwunsch!!!

RMV-Deutschland

Endergebnis zur Deutschen Meisterschaft 1:8 Truggy

Ergebnis/Result
Pos.Fahrer/DriverLa./Con.Auto/CarMotor/EngineReifen/TyresP.Platzierung
1.Philipp GuschlLRPLRPAKA2421/121 | 1/121
2.Burak KilicTLRNovarossiAKA2373/118 | 2/119
3.Thorsten MüllerAKA2352/119 | 5/116
4.Marcel GuskeTLRNovarossiAKA22910/111 | 3/118
5.Manuel BüssingKyoshoOrionAKA2286/115 | 8/113
6.Rene KönigLRPAKA2278/113 | 7/114
7.Jonas DonnerOSAKA2255/116 | 12/109
8.Benjamin KlodeTLRAKA2239/112 | 10/111
9.Julien SchmidtAKA22214/107 | 6/115
10.Frank LemkeKyoshoOrionAKA22018/103 | 4/117

 
Wieder hat es sich einmal mehr gezeigt, dass man nicht unbedingt der Schnellste sein muss, um so ein Rennen zu gewinnen. Kräfte und Ressourcen gut einteilen könnte ein Geheimtipp sein!

Kritik: (nur lesen, wenn man es auch vertragen kann!)
Der Begriff „Gastfreundlichkeit“ wird beim MAC Wolfsburg etwas anders definiert. Jeweils um 18:00 Uhr war an beiden Rennabenden der Imbiss geschlossen, ohne vorher mal eine Durchsage in Richtung Fahrer zu machen. Somit kein Essen, keine Getränke und kein Verantwortlicher des Vereins mehr da! Alle Camper fuhren in die Einkaufsläden der Umgebung, um sich zu versorgen. Das fand sicherlich nicht nur ich etwas befremdlich und unschön. Kritik zu Punkten der Veranstaltung:
• Die Zeitnahme muss funktionieren, egal wie, sonst geht es schnell rund und die Gemüter heizen sich massiv auf. Eine zweite Zeitschleife (siehe Meiningen) hilft!
• Wenn man in der Boxengasse ein Laptop mit laufenden Zeiten aufstellt, sollte man sich darauf verlassen können. Diese Anzeige hat nicht nur die Funktion den Leuten zu zeigen wie lange noch gefahren wird, sie ist auch als Entscheidungshilfe für Risikostints da. Am Sonntag war die Anzeige nicht zu gebrauchen und sorgte für Unmut.
• Die Jugendlichen im Imbiss waren zum Teil überfordert, evtl. hätten erwachsene Mitglieder, die vor der Theke standen, auch zwischendurch mal ablösen oder unterstützen können.

Fazit: Bedanken möchte ich mich bei beiden Vereinen, dem MRC Meiningen und dem MAC Wolfsburg, die in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft ausgetragen haben. Außerdem bei meinen Vereinskollegen, Julien Schmidt, Bernd Schmidt und Stefan Kauf, für lustige Tage unterm Pavillon und das ganze drum herum ! Es hat mir mit Euch richtig viel Spaß gemacht! Außerdem bedanke ich mich bei der Firma RMV-Deutschland für die Unterstützung und den Support! Sonst wäre dieser dritte Platz nicht möglich gewesen! Ein herzliches Dankeschön! Ich freue mich schon auf die Deutsche Meisterschaft 2013 und bis dahin … bleibt tapfer!!!

Quelle … Rennbericht: Thorsten Müller sowie Rennbilder: Stefan Kauf
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

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30.07.2012 von admin Zurück

3 Kommentare

  1. In der Übersicht nochmals kurz die Deutschen Meister 2012 der Klasse OR8T: Deutscher Meister OR8T – Philipp Guschl; Deutscher Meister 40+ OR8T – Andreas Koch; Deutscher Jugendmeister OR8T – Julien Schmidt; Deutscher Juniorenmeister OR8T – Burac Kilic. Herzlichen Glückwunsch – nur weiter so!


    Daniel Reckward



  2. Auch mir hat die Meisterschaft Spaß gemacht, und würde mich freuen Thorsten und Julien nächstes Jahr wieder Helfen zu dürfen.


    Stefan Kauf



  3. Schade das nicht soviele Fahrer bei der DM angetreten sind, ich hoffe das sich das nächstes Jahr wieder ändern wird.


    Pilotto SvenTonia



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