11.Sep

Hinter den Kulissen mit Setup vom OR8 Rennen in Pleinfeld

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In meinem letzten Beitrag vom 24. August 2012 habe ich euch bereits einige Hintergrundinfos mit Setup zum ersten OffRoad-DM Lauf in Osterhofen geliefert. Im zweiten Teil möchte ich nun über Details beim MAC Brombachsee eingehen und dabei wiederum hauptsächlich die Dinge erklären, bei denen wir besondere Hürden überwinden mussten und bei denen die Lösung nicht immer so ganz einfach zu finden war. Wie in unserem Rennbericht bereits angedeutet, hatte die Sonne in Osterhofen noch für tropische Temperaturen gesorgt, hielt sie sich vor allem am Samstag und Sonntag dort versteckt.

Da ich ja noch nie beim MAC Brombachsee war, hatte ich mir einige Dinge überlegt, welche ich unbedingt am Freitag dort ausprobieren wollte, um sie dann im Qualifiying unter realen Rennbedingungen fahren zu können. Hierzu zählten unter anderem verschiedene RB Speedline Reifen wie jetzt Dragon, Scorpion oder auch Furios, die ja bekanntlich auf einem komplett befestigten Layout aus Rasengittermatten im Lehmboden, Kunstrasenmatten und Asphalt funktionieren. Doch um es kurz zu machen, egal ob in der Mischung wie Super-Soft oder auch Soft, es war einfach zu fahren, doch viel zu langsam! Der Reifen an diesem Wochenende hieß: Starpin! Da mein Setup aus Osterhofen dort leider auch nicht gut harmonierte, entschloss ich mich den Mugen MBX-6R EU in vieler Hinsicht zu verändern:

Link zum Download: >> Daniel Reckward Setup Sheet Pleinfeld 2012 <<

Weiche Dämpferöle mit harten Federn oder auch mal umgekehrt, harte Sperrwirkung an der Vorderachse, dagegen weich an der Hinterachse. Es wurde geschraubt und geschraubt, aber ehrlich gesagt war alles nicht so dolle wie erhofft. Nun gut, so was passiert uns auch mal und wir waren schnell mit unserem Latein am Ende. Doch kurz vor dem Frust kommt ja Gott sei Dank meistens noch die richtige Idee! Wir bemerkten, dass unser Mugen in den engen Kurven einfach an der Vorderachse zu viel Grip hatte und dadurch einfach viel Zeit verlor. Nun wurden alle Differentiale von weich auf harte Sperrwirkung modifiziert, ebenso die konischen Kolbenplatten E0580 montiert und Dämpfer rundum alle ganz flach gelegt. Gesagt getan, die Starpin auch noch an den Seitenflanken die Noppen weggeschnitten und das Fahrverhalten war auf einmal sehr stabil, ja es war sogar richtig schnell und einfach dazu. Zur Übersetzung kurz erwähnt, wechselte ich rundum die Tellerräder mit 44 Zähnen sowie 13er Kegelrädern, anstatt die bei der EU-Version im Baukasten enthaltenen Overdrives! Ich dominierte das Qualifying am Samstag und zeigte auch Sonntags eine starke Performance. Im Finale wurde ich gleich nach dem Start durch einige Positionskämpfe nach hinten gereicht. Mit einer ordentlichen Portion an Wut im Bauch musste ich mich also mühsam wieder nach vorne kämpfen und wurde mit einem dritten Platz am Ende belohnt, dem letzten Podiumsplatz!

Das Ergebnis stand bei dieser Veranstaltung ohnehin nicht im Vordergrund, sondern es ging lediglich darum, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, damit ich 2013 einen sicheren Startplatz für die Europameisterschaft 1:8 OffRoad A in Frankreich haben würde. Nach dem verkorksten DM-Lauf in Osterhofen hatte ich ja keine Chancen mehr, meinen Titel verteidigen zu können! Grundsätzlich lief mein MBX-6R EU in Pleinfeld gut und ich bin recht zuversichtlich für die Weltmeisterschaft im Dezember 2012 in Argentinien.

Bis zum nächsten Mal.

Euer Daniel Reckward

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11.09.2012 von admin Zurück

2 Kommentare

  1. Schöner Hintergrund Bericht.
    Aber das du mal Wut im Bauch haben kannst, mag ich kaum glauben 😉


    Thomas Sonderbrink



  2. Toller Bericht Baumi und Dieterweiter so.


    Felix Heyse



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