27.Feb

Erste Hintergrundinformationen mit dem RB ONE-R aus Quakenbrück

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Das internationale Hallenrennen in Quakenbrück war unser erster Renneinsatz mit dem neuen RB ONE-R. Meine Teamkollegen Jan Sievert, Maik Wiesweg und ich haben nun im Nachgang einmal alle von uns vor Ort gesammelten Informationen zusammengetragen und ausgewertet und möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, diese allen anderen Fahrern des RB ONE-R zur Verfügung zu stellen.

Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass alle in Quakenbrück anwesenden Fahrer des RB ONE-R sehr gut zusammengearbeitet haben und ein reger Informationsaustausch stattgefunden hat. Darüber hinaus hat sich schnell herausgestellt, dass das Baukasten-Setup des RB ONE-R deutlich besser für klassische Outdoor-Strecken mit Lehmboden geeignet ist und unter den extrem griffigen Bedingungen einer Teppich-Hallenstrecke wie in Quakenbrück nicht sonderlich gut funktioniert.

Nach den ersten Trainingsrunden war schnell klar, dass rundum härtere Stabilisatoren mit vorne 2,7mm und hinten 2,9mm deutlich besser funktionierten. Ähnlich sah es bei den Differenzialen aus, denn auch hier ergab eine höhere Sperrwirkung ein besseres Fahrverhalten. Wir entschieden uns schließlich das vordere und mittlere Differenzial mit jeweils 15.000er und bei Maik und Jan das hintere Differenzial mit 5.000er Öl zu befüllen. Ich selbst entscheid mich dafür im hinteren Differenzial das gesamte Wochenende über mit 7.000er Öl zu fahren.

Bezüglich der am besten geeigneten Untersetzung gingen die Meinungen von Jan, Maik und mir anfangs etwas auseinander, denn Jan und ich tendierten zu einer eher kurzen Untersetzung, wohingegen Maik eine längere Untersetzung bevorzugte, was sich nach dem ersten Vorlauf dann aber als effektiver herausstellte, so dass auch Jan und ich später auf die längere Untersetzung wechselte.


 
Bei der Wahl des Radstands (Hinterachse) dagegen herrschte dann wieder eine einheitliche Meinung, denn wir waren alle der Auffassung, dass sich der RB ONE-R mit dem langen Radstand ruhiger und kontrollierter fahren ließ. Der in Quakenbrück vorgeschriebene Schumacher-Minipin-Reifen in der Softausführung mit harter Reifeneinlage auf einer großen 83mm Mugen- oder RB-Felge funktionierte am besten, wenn an der Vorderachse 3-4 Reihen und an der Hinterachse 1-2 Reihen der Noppen abgeschnitten wurden.

Als brauchbarstes Dämpfer-Setup stellte sich ein 550er Öl an der Vorderachse und ein 500er Öl an der Hinterachse mit den originalen Kolbenplatten mit 8 Löchern und jeweils 1,2mm Durchmesser heraus. Alle anderen von uns getesteten Kombinationen funktionierten spürbar schlechter, wobei wir uns zu diesem Punkt noch einmal unter anderen Voraussetzungen auf einer Außenstrecke eine Meinung bilden möchten, da die Bedingungen in Quakenbrück diesbezüglich doch sehr speziell sind.

Grundsätzlich ließen sich unsere RB ONE-R in Quakenbrück einfach und sicher fahren, was mir von Lauf zu Lauf besser gefiel, wobei ich mich gerade was das Fahrverhalten angeht aber nach wie vor noch in einer Eingewöhnungsphase befinde. Über die hier beschriebenen Änderungen hinaus haben wir vor Ort noch viele andere Dinge getestet, die jedoch keine Verbesserung in die gewünschte Richtung brachten, weshalb ich sie hier nicht weiter erläutern möchte, zumal das von uns erarbeitete Setup letztendlich sehr gut funktionierte.

Ein vollständiges Setup-Sheet unserer RB ONE-R für die Rennstrecke in Quakenbrück findet Ihr unter folgendem Link: >> Team-Setup-2013 <<

Ich hoffe, dem einen oder anderen unter Euch einige Tipps und Anregungen gegeben zu haben und freue mich nun nach unserem gelungenen Renndebut mit dem RB ONE-R auf die bald beginnende Outdoor-Saison. So bald wir weitere Erkenntnisse zum Setup des RB ONE-R unter anderen Bedingungen erarbeiten konnten, werde ich Euch an dieser Stelle wieder wie gewohnt darüber informieren. Bis dahin wünsche ich Euch allen einen guten Start in die neue Saison.

Bis bald,

Euer Daniel Reckward

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27.02.2013 von admin Zurück

5 Kommentare

  1. schön zu lesen, dass die teamfahrer alle zusammen ein setup erstellen. so kann man davon ausgehen, dass die meisten anderen auch damit zurechtkommen. gefällt mir! 😉


    Johannes Marx



  2. Hallo Racers ich hoffe Ihr seid alle wieder gut Zuhause angekommen? Es war ein schönes und spannendes Rennwochenende und fand die Teamarbeit untereinander toll. Falls ihr Fragen oder Meinungen dazu habt, lasst es mich gerne hier wissen. Gruß Matthias Reckward


    Mattes Reckward



  3. Hallo ich bin nun auch stolzer Besitzer eines RB ONE R und suche noch ein gut funktionierendes Setup für Graslehmstrecken. Kann mir da vielleicht jemand helfen? Ein Freund hat mir schon das vom Spanier aus Montpellier empfohlen.


    Achim Schiffertal



  4. Hallo Achim wir sind noch nicht so weit aber das Setup vom Spanier aus Montpellier kannst ruhig probieren 😉 Hält das schöne Wetter an kann ich ich dir in kürze was über dt. Lehmstrecken berichten!


    Daniel Reckward



  5. Das macht doch nichts ist nicht schlimm ich kann warten


    Achim Schiffertal



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