08.Mai

2. SK-Lauf der Gruppe West 1:10 Verbrenner-Glattbahn in Dormagen

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Bereits zwei Wochen nach dem gut besuchten Saisonauftakt auf der Rennstrecke des MCC-Rhein-Ahr in Bad Breisig stand am Wochenende vom 27. bis 28. April 2013 schon der zweite Durchgang auf dem Programm, der diesmal auf der anspruchsvollen Strecke des MCK Dormagen vor den Toren Kölns stattfinden sollte. Auch für das zweite Saisonrennen kam mit insgesamt 68 Startern in den Klassen VG8 KL1, VG8 KL2 und VG10 erneut ein respektables Teilnehmerfeld zusammen und erneut befanden sich unter den Teilnehmern wieder einige Gaststarter aus anderen Sportkreisen, was für die steigende Beliebtheit der Rennen im Westen spricht und ganz sicher nicht zuletzt auch ein Verdienst der hervorragenden Arbeit von Uwe Baldes und seines Projektes Nitro-West zu sein scheint.

Der dem freien Training vorbehaltene Samstag startete mit kühlen Temperaturen und aufgrund des Regens, der am Vortag und in der Nacht gefallen war, präsentierte sich die Strecke am Morgen noch weitgehend feucht und wenig einladend für die ersten Trainingsrunden. Nach dem Rennen in Bad Breisig hatte ich an meinem Mugen MTX-5 außer einem anstatt mit 80.000er nun mit 100.000er Öl befüllten hinteren Differenzial keine weiteren Änderungen vorgenommen. Ich startete wieder mit meinem Grundsetup mit den blauen Baukastenfedern und 500er Dämpferöl in Kombination mit 2-Loch Dämpferkolben, bereitete mir während der morgendlichen Warterei aber noch einen weiteren Dämpfersatz vor, der mit 6-Loch Kolben und 2.000er Öl ausgestattet war. Ich erhoffte mir von diesen Dämpfern ein ruhigeres Fahrverhalten auf den in Dormagen zahlreich vorhandenen Bodenwellen und Sprungkuppen.

Gegen Mittag trocknete die Strecke schließlich so weit ab, dass die ersten Fahrzeuge ihre Runden drehten und auch ich irgendwann auf die Strecke gehen konnte. Mein MTX-5 fühlte sich bei den noch sehr mäßigen Griffverhältnissen auf Anhieb sehr gut an und ich absolvierte einige Installationsrunden, um mich an die Strecke zu gewöhnen. Danach bereitete ich einen neuen Reifensatz vor und stellte die 6-Loch Dämpfer fertig. Die Dormagener Strecke baute in der Regel relativ schnell Gripp auf und so war es auch diesmal, denn während meines zweiten Stints konnte schon sehr schnell gefahren werden und mein MTX-5 zeigte erste Anzeichen eines an einigen Stellen der Bahn nervösen Hecks mit der Folge, dass ich einige formvollendete Pirouetten hinlegte, was natürlich in Dormagen aufgrund der massiven Streckenbegrenzungen aus Beton nicht unbedingt ein guter Begleiter ist. Um dieser Tendenz Herr zu werden änderte ich zuerst die hinteren oberen Querlenker von kurz auf die längere Version, was eine leichte Verbesserung darstellte, mir aber dennoch nicht genug Vertrauen gab, um voll attackieren zu können. Als nächstes versuchte ich nun die 6-Loch Dämpfer, was sich als großer Schritt nach vorne herausstellte, wobei ich dennoch nach wie vor mit teilweise abrupten Haftungsabrissen auf der Hinterachse zu kämpfen hatte. Leider ging nun aber das freie Training zu Ende und ich konnte keine weiteren Versuche unternehmen, um das Fahrverhalten meines MTX-5 zu verbessern. Für die Vorläufe war ich aber dennoch relativ optimistisch, denn der Speed war grundsätzlich gut und insbesondere mein RB TX-R Motor zeigte sich erneut von seiner besten Seite und glänzte mit unglaublicher Beschleunigung.

Bei noch sehr kühlen Temperaturen wurde am Sonntagmorgen pünktlich um 09:00 Uhr der erste Vorlaufdurchgang gestartet und mir gelang auf Anhieb ein guter Lauf mit lediglich einem kleinen Quersteher, der ein wenig Zeit kostete. Im zweiten Lauf lief es dann nicht ganz so gut und das Heck meines MTX-5 war nun plötzlich wieder sehr kritisch, so dass mir keine Verbesserung gelang. Für den dritten und letzten Vorlauf schob ich dann den Heckspoiler etwas weiter nach vorne, um den Abtrieb auf der Hinterachse zu reduzieren, denn die deutlich sichtbaren Kratzspuren auf der Chassisplatte ließen vermuten, dass das Fahrzeug insbesondere in den schnellen Passagen hart aufsetzte. Zusätzlich montierte ich O-Ringe auf den Dämpferkolbenstangen, um ein Durchschlagen der Hinterachse zu vermeiden. Mit diesem Setup ging es nun deutlich entspannter durch die schnellen Passagen und auch meine Zeit konnte ich verbessern und mich an P9 für das Halbfinale qualifizieren.

Im Halbfinale lief zwar grundsätzlich alles nach Plan und ich konnte mich relativ problemlos für das Finale qualifizieren, doch so ganz zufrieden war ich mit dem Handling meines MTX-5 noch nicht. Ich diskutierte die Situation kurz mit meinem RMV-Teamkollegen Daniel Toennessen und letztendlich entschied ich mich für das 30-minütige Finale etwas zu pokern. Ich entfernte die 3mm dicken Unterlegscheiben zwischen oberem Querlenker und hinterem Achsschenkel, schob das Trimmgewicht in der Chassisplatte um 5mm nach vorne und reduzierte den Lenkeinschlag um ca. 5%, weil ich das Gefühl hatte, dass ich das Auto insbesondere in den schnellen Passagen zum Teil „überlenkte“.

RMV-Deutschland

Finale 1:10 Tourenwagen in Dormagen

Ergebnis/Result
Pos.Fahrer/DriverLa./Con.Auto/CarMotor/EngineReifen/TyresR.Zeit/Time
1.Bernhardt ArndtSerpentXceedXceed10030:11.687
2.Fleischer Dieter9830:10.791
3.Thiele DanielSerpentXceedXceed9630:12.853
4.Salven MichaelSerpentXceedXceed9230:13.523
5.Hasselbring BerndXrayOrcanLRP9230:16.590
6.Tobias HeppXrayOrcan8927:48.944
7.Püpke ReneSerpentXceed8024:54.272
8.Hartlage BjörnSerpentXceedXceed7830:17.416
9.Rausch BerndKMOrion3711:15.856
10.Toennessen Daniel2910:13.129

 
Der Reifenverbrauch im Finale ist in Dormagen stets ein wichtiges Kriterium, weshalb ich mit riesengroßen Contact-Walzen ins Rennen ging. Der MTX-5 zeigte sich von den großen Rädern relativ unbeeindruckt und während der Vorbereitungszeit merkte ich schnell, dass alle Veränderungen einen positiven Effekt zur Folge hatten. Genau genommen ging der MTX-5 nun nämlich sehr gut. Ich erwischte einen guten Start und mogelte mich geschickt durch das Startgerangel, in dem sich die üblichen Verdächtigen zum Teil unnötig das Leben schwer machten. Während sich das Feld sortierte stürmte ich nach vorne geradewegs in Führung, was mich ein wenig verblüffte, denn damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet. Dann passierte lange Zeit nichts und ich konnte unbeirrt meine Runden drehen, bis René Püpke im Rückspiegel auftauchte. Ich ging kein Risiko ein und ließ ihn passieren. Kurze Zeit später musste er jedoch die Box ansteuern, da sein erster Gang den Dienst versagte. Bis Mitte des Finales lieferte ich mir einige schöne Duelle und es war mir immer wieder eine große Freude, die unglaubliche Leistung meines RB TX-R auszuspielen. So macht Überholen wirklich Spaß! Uwe Baldes lieferte wieder problemlose Tankstopps ab und alles lief nach Plan, der MTX-5 wie ein Uhrwerk. Bei noch ca. 10 Minuten Restfahrzeit bauten bei den ersten Fahrzeugen die Reifen spürbar ab und ich fragte mich, wie lange es bei mir dauern würde, bis das Auto kritisch würde. Es passierte jedoch nichts in dieser Richtung, stattdessen konnte ich nun einige vorher verlorene Positionen wieder gutmachen. Arndt Bernhardt hatte zwischenzeitlich die Führung übernommen und ich lag an P2. Da meine Reifen offenbar noch gut in Schuss waren, steckte ich nicht zurück und versuchte Boden gut zu machen. Letztendlich konnte ich die Lücke aber nicht mehr schließen und das Rennen an P2 beenden.

Damit hielt der in Bad Breisig begonnene Aufwärtstrend an und es sprang ein weiteres gutes Ergebnis für mich heraus, dass ich vorher so nicht erwartet hätte. Vielen Dank an dieser Stelle an Uwe Baldes für die Tankstopps und seine Hilfe. Ein weiteres Dankeschön geht an meinen Teamkollegen Daniel Toennessen für seine Tipps, zumal er im Finale an aussichtsreicher Position mit einem defekten hinteren Antriebsriemen leider aufgeben musste. Besonderer Dank auch an RMV Deutschland und RB Products für den überragenden RB TX-R Motor.

Quelle … Rennbericht sowie Rennbilder: Dieter Fleischer
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

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08.05.2013 von admin Zurück

6 Kommentare

  1. Glückwunsch Dieter zum zweiten Platz. Uns wurde schon von mehrern Seiten her berichtet, dass der RB TX-R Motor toll wäre! Das gleiche sagt man auch über die Contact-Räder 😉


    Matthias Reckward



  2. Glückwunsch Dieter!!!


    Torsten Müller



  3. Tolle Leistung Dieter!


    Kerstin Bessler



  4. Danke Leute. Ich bin auch gespannt wie es weiter geht.


    Dieter Fleischer



  5. Herzlichen Glückwunsch Dieter! Solch Erfolge geben einem Auftrieb und Motivation.


    Ralf Krause



  6. Danke Ralf. Es ist in der Tat so, dass vergangenes Jahr nicht viel zusammenlief, aber vielleicht geht es ja jetzt endlich aufwärts. Der MTX-5 ist auf jeden Fall ein tolles Auto mit viel Potenzial.


    Dieter Fleischer



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