31.Mai

Reifenhaftmittel Teil 2 – RMV Deutschland bleibt konsequent

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Das Thema Reifenhaftmittel hat den VG-Sport in der jüngsten Vergangenheit einer enormen Belastungsprobe ausgesetzt, denn die Tatsache, dass die meisten Fahrer strikt gegen ein Behandeln der Reifen mit chemischen Substanzen sind, die EFRA sich jedoch nicht in der Lage sah, ein entsprechendes Verbot flächendeckend zu kontrollieren, hatte im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Rückgang der Teilnehmerzahlen bei internationalen Events geführt. Mehr und mehr Hersteller drängten daher aufgrund der quasi Freigabe dieser Substanzen mit neuen Produkten auf den Markt und das Behandeln der Reifen war zumindest in der letzten Saison auf internationalen Veranstaltungen weit verbreitet.

Die seit dieser Saison gültige Regelung, dass bei den VG-EMs nur noch mit einem von der EFRA ausgegebenen Einheitsreifen gefahren wird, der nicht mit Haftmitteln behandelt werden darf, scheint dem negativen Trend bei den Teilnehmerzahlen nun jedoch ein Ende gesetzt zu haben. Die vor kurzem in Aigen / Österreich über die Bühne gegangene Europameisterschaft B der VG8-Fahrer war demnach wieder sehr gut besucht und überzeugte mit fairen Rennen und einer hohen Leistungsdichte. Die Zustimmung im Fahrerfeld zur neuen Einheitsreifenregelung und der daraus resultierenden endgültigen Verbannung von Reifenhaftmitteln aus dem Fahrerlager war überwältigend und der problemlose Ablauf der Veranstaltung in Aigen lassen für die Zukunft eine weitere positive Entwicklung erwarten.

Reifenhaftmittel Teil 2 – RMV Deutschland bleibt konsequent
 
Umso erstaunter waren daher die Reaktionen bei RMV Deutschland, als bekannt wurde, dass deren langjähriger Partner RB Products unlängst den Verkaufsstart eines eigenen Reifenhaftmittels ankündigte. Da sich an der seinerzeit von RMV Deutschland eingenommenen Position zum Thema Reifenhaftmittel nichts geändert hat, erschien es den beiden RMV-Geschäftsführern Daniel und Matthias Reckward demnach als logischer Schritt, das nun von RB Products vertriebene Reiffenadditiv nicht in die eigene Produktpalette aufzunehmen.

RMV-Geschäftsführer Matthias Reckward betonte in diesem Zusammenhang noch einmal nachdrücklich, dass er die den Sport schädigende Wirkung von Reifenhaftmitteln als sehr hoch einstuft: „Wir wissen aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden, dass diese mehrheitlich strikt gegen die Verwendung von Reifenhaftmitteln sind und haben die Entwicklungen des letzten Jahres rund um dieses Thema mit großer Sorge beobachtet. Umso erfreuter haben wir nun zur Kenntnis genommen, dass die von der EFRA beschlossene und bei der EM-B VG8 in Aigen erstmals umgesetzte Einheitsreifenregelung bei den Fahrern so gut angekommen ist und sich dieses Thema nun offenbar endlich in die richtige Richtung bewegt. Aus diesen und den bereits vor einiger Zeit von uns geäußerten Gründen werden wir daher darauf verzichten, das nun von RB Products angebotene Reifenhaftmittel in Umlauf zu bringen. Wir hoffen sehr, mit diesem konsequenten Schritt im Sinne unserer Kunden und eines fairen Sports ein eindeutiges Zeichen zu setzen.“

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31.05.2013 von admin Zurück

5 Kommentare

  1. Kann diese Entscheidung seitens RMV-Deutschland nur begrüßen, und hoffe das es Schule macht. Andere Hersteller und Händler sollten dieser Sache folgen. Das Zeug ist Gift für einen Fairen Wettkampf.


    Jörg Tauert



  2. Einen herzlichen Dank und Glückwunsch zu dieser Entscheidung.
    Stephan


    Stephan Schreiter



  3. Gefällt mir sehr gut. Die erst kürzlich gefahrene EM B 1/8 zeigt auch das es ohne geht.


    Ralf Drachsler



  4. Hat sich doch jetzt Gott sei dank erledigt;-)


    Thilo Thödtmann



  5. Diese Einstellung von RMV ist sehr lobenswert die haben dort auch nicht nur die Verkaufsbrillen auf!


    Ulf Timmermann



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