01.Aug

Daniel Toennessen über das SK-Finale mit Abstimmung seines MTX-5

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Hallo liebe Rennsportfreunde! Gerne berichte ich euch über das spektakuläre Finale der Klasse 1:10 Verbrenner-Glattbahn im Sportkreis West auf der traditionsreichen Anlage des RMC Düren e.V. Wie beinahe immer beginnt das Rennen am Samstag mit einem Trainingstag. Durch das geringe Starterfeld wurde beschlossen den Grundgrip der Strecke nicht durch Fahren sondern durch Zuckern zu  erreichen. Durch die Erfahrungen beim Nitro-West-Lauf vor gut einem Monat hat das Team um Rennleiter Markus Pütz die Strecke dieses Mal sehr gut vorbereitet.

Der Griff war angenehm und vor allem gleichmäßig gut. Ich testete einige Varianten des Setups und war am Samstagabend noch nicht sicher, was Richtig ist! Der Mix der Strecke aus unterschiedlichsten Kurvenformen und einem beinahe Topfebenen-Asphalt erforderte ein Händchen hierfür. Es stellte sich für mich heraus, dass weiche Differentiale eine hohe Kurvengeschwindigkeit in den engen Kurve ermöglichen. Die Balance des Autos wurde durch unterschiedlichste Vorderachsfedern beeinflusst. So habe ich entschieden in den Vorläufen noch etwas zu experimentieren. Am Abend wurde das Auto noch wie üblich komplett zerlegt und für das wohl anstrengende Rennen am Sonntag vorbereitet. Dreck raus, Schmiermittel und neue Riemen rein, fertig!

Sonntag! Tag der Entscheidung Bernhard oder ich! Wer wird der Sportkreismeister? Advantage Bernhard wie es beim großen Tennis heißt!. Auf den Punkt bringt es Uwe Baldes von Nitro-West auf: Toennessen muss gewinnen und Bernhardt darf nicht besser als Platz drei sein – dann wäre Toennessen Champion, in allen anderen Fällen geht der Titel an Bernhardt.


 
Als einziger Mugen/RB-Fahrer könnte das mit dem Titel in einer Schlangengrube bestimmt schwer werden. Der Kampf geht dann ja nicht alleine gegen Arndt sondern gleichzeitig auch noch gegen alle anderen potentiellen Siegkandidaten. Die waren auch nicht zu knapp angereist. Das Wetter zeigte sich von seiner trockensten und heißesten Seite. Sonne pur und Temperaturen über 30°C im Schatten. Ich habe alleine über 5l Flüssigkeit getrunken. Es war einfach heiß! Interessanter weise wollte die Strecke dennoch für schnelle Rundenzeiten weiche Reifen haben. Ich war merklich überrascht, aber fast 0,5 Sekunden pro Runde ging es mit den weichen Contact Rädern schneller. Wenn’s denn so sein muss.

Nach dem ersten Vorlauf war ich hinter dem sauschnellen Bernd Rausch an der zweiten Position und Arnd an der dritten. Nach Vorlauf vier konnte ich auf P1 vorfahren und Arnd stand auf P4. Wäre jetzt Schluss, wäre ich Sportkreismeister West. Nun ja, so war es dann aber ja nicht. Hätte-, wennste-, könnste- Siege zählen ja bekanntlich nicht. Die Halbfinals waren unspektakulär. Die Sieger hießen Rausch und Toennessen. Leider war Bernd etwas schneller und ich musste das Finale von der zweiten Position starten. Aber egal 30 Minuten sind ja lang! Ich entschied mich auch für das Finale für die weicheren Reifen, obwohl ich den Eindruck hatte, das es im Halbfinale schon viel zu warm dafür war. Jedoch waren da diese bösen 0,5 Sekunden pro Runden. Egal alles oder nichts. Es hat sich ja im Laufe der letzten Rennen der Spruch eingebürgert, dass ich eine Turniermannschaft bin. Bis dato stimmte das auch, vom Training an bis zum Finale konnte ich meine Leistung steigern.


 
Für das Finale konnte ich Marco Muscara als Tanker gewinnen. Dies wird sicherlich auch ein entscheidender Faktor im Rennverlauf. Es standen immer hin einige Tankstops in den dreißig Minuten an. Theoretisch hätte ein Stopp alle 5 Minuten gereicht, jedoch wollte ich bei den Temperaturen und dem zu erwartenden Pressing auf Nummer sicher gehen und plante einen weiteren Stopp ein. Also alle 4:20min Tanken. Start die ersten 3-4 Minuten war es ruhig. Ich war hinter Bernd auf P2 alles war gut. Bei den Überrundungen ging es los. Ein Fahrer der orangenen Schlange hatte es plötzlich nicht so eilig und lies mich auflaufen und stellte mich vor eine Wand. Danke! Jetzt weiß ich was die Taktik ist. Egal wie Toennessen darf nicht gewinnen und wenn doch dann muss Arnd auf zwei fahren. Jetzt packte ich das Messer aus und hielt es bis zum Schluss zwischen den Zähnen, keiner kommt vorbei, keine Zeit beim Überrunden verlieren. Tanken ohne Sinn und Verstand. Ja wir haben die 20er Runden bei Tanken geschafft! Marco ist der Tanksupergott! Sprich Runden mit Tankstopp weniger als 5 Sekunden langsamer. Das geht nur mit einem Tankgott und vollen Risiko in der Box.

Wer die Dürener Bahn nicht kennt, Monaco hat deutlich mehr Auslaufzonen! Also puschen, pressen und beten. Bald war ich auf eins und der Hauptgegner war Benny Lehmann. Ich war etwas schneller, Benny musste aber weniger tanken. Also Team Serpent gegen mich. Bernd und Arndt konnten durch einige Motorabsteller das Rennen nicht mehr selber gewinnen, aber es genügte ja, wenn irgendein anderer als ich gewinnt. Bis zur letzten Runden fighteten Benny und ich bis plötzlich erneut ein Serpent Auto ein riesen Chaos anrichtete. Es gab wohl „Funkstörungen“. Keine Ahnung wie warum weshalb am Ende hatte ich gewonnen und Arnd war vierter. Das beinahe unmögliche ist eingetreten. Seitens Arndt, Benny, Bernd und Thilo war es ein faires Rennen. Lediglich einige wenige Aktionen von chancenlosen Fahren waren grenzwertig. Nun denn aus meiner Sicht jedenfalls war es ein extrem spannendes Rennen, wo keiner einem anderen was geschenkt hat.

Racing pur! So kann es noch den Rest des Jahres weitergehen! Nun muss ich zwar noch mein ramponiertes Auto reparieren, aber dafür gibt es ja bei RMV einen tollen Ersatzteileservice! Liebe Leute, das war es von meiner Seite. Ich hoffe es ist mir gelungen die Atmosphäre etwas zu transportieren!

Bis zum nächsten Mal.
Euer Daniel

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01.08.2013 von admin Zurück

4 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle auch von Matthias, Reiner und mir 😉 So mein großer Rennfahrer weiterhin viel Erfolg und Fahrspaß!


    Daniel Reckward



  2. Daniel, zunächst herzlichen Glückwunsch zu deinem Titel als Sportkreismeister, Du warst über die Gesamte Saison hin sehr konstant und mit deinem wirklich ernormen Speed auf deiner Heimstrecke hattest Du den Sieg dort mehr als verdient!!!

    Deinen Bericht finde ich allerdings absolut unsachlich und finde es gleichermaßen beschämend was Du hier deinen Mitstreitern unterstellst! Da Du keine Namen genannt hast, werde ich das für Dich tun. Das Fahrzeug was es nicht so eilig hatte, das war ich, Daniel Thiele, der eben durch eine falsche Reifenwahl (Du hast es selber angesprochen) zum „Zuschauen“ gezwungen wurde. Mein Heck war dadurch ziemlich lose wodurch ich natürlich nur auf ankommen fahren konnte. Hättest Du bei dem Überrundungsmanöver nicht schon in der ersten Kurve die Brechstange ausgepackt, dann hätte ich dich in der nächsten Kurve gerne vorbeigelassen! Stattdessen fährst Du mir ins Heck und wir stehen beide vor dem Reifen.

    Das Fahrzeug was am Ende das Chaos verursacht hat, das war ebenfalls ich. Mein Gasservo hatte beim Tanken etwas zuviel Sprit abbekommen und fuhr nachdem es meinen Teamkollegen Arndt abgeschossen hatte, fast mit Vollgas in die Wand.

    Wenn Ich dich hätte abschießen wollen, dann glaub mir, hätte ich das mit Sicherheit auch geschafft, schließlich hast Du mich auf Grund deines Speeds mehr als 10 mal überholt…

    Grüße
    Daniel


    Daniel Thiele



  3. Liebe Leser, ich hatte mit meinem Bericht lediglich vor, meinen subjektiven Rennverlauf zu beschreiben. Das Ziel war die Atmosphäre und die Spannung zu transportieren.
    Zu keiner Zeit hatte ich vor Unterstellungen zu veröffentlichen. Sollte es so herüber gekommen sein, dann tut es mir ausdrücklich leid.

    @Daniel
    Vielen Dank für deine Glückwünsche! Wie du sicherlich weißt habe ich auch ein gutes Verhältnis zu Arndt und habe ihm den Titel zu jeder Zeit gegönnt! Auch in Zukunft wünsche ich mir weitere tolle Fights mit dir und deinen Teamkollegen und hoffe, dass der Schaden deines Fahrzeuges durch das defekte Gasservo nicht zu groß ist. Solche Fehler sind immer sehr schlimm und kosten am Ende viele Nerven und Geld. Gerade durch euren großartigen Teamgedanken und eure vorbildliche Zusammenarbeit im ist es wirklich schade, dass auch ein Schaden an Bennys und Arndts Auto entstanden ist. Ich bin auch gerade aus diesem Grunde davon überzeugt, dass so ein Fehler nicht bewusst provoziert wird.
    Ich hoffe, dass wir bei unserem nächsten zusammentreffen gemeinsam ein Bier trinken und Rückblickend nur ein spannendes Finale im Kopf haben werden!

    Liebe Grüße
    Daniel Toennessen


    Daniel Toennessen



  4. ganz toller Bericht


    Ralf Drachsler



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