29.Nov

Blick hinter die Kulissen zu den Deutschen Meisterschaften Teil 3/4

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Nach einer kurzen Pause wird es nun höchste Zeit für den dritten Teil unserer Serie von Hintergrundberichten zu den Deutschen Meisterschaften 2013, in denen wir den Teamfahrern einmal etwas genauer auf die Finger schauen und euch einen Einblick in deren Arbeitsweise und Erfahrungen geben möchten. Den Auftakt machte seinerzeit Jan Sievert, der von seinen Eindrücken bei der DM Verbrenner-Offroad berichtete. Ihm folgte mit Daniel Toennessen kurze Zeit später ein Fahrer aus dem Bereich 1:10 Verbrenner-Onroad, der uns unter anderem einen Einblick in die Abstimmung seines Mugen MTX-5 gab. Heute setzen wir die Serie dann mit einem weiteren Offroad-Piloten fort und lassen Maik Wiesweg zu Wort kommen, der uns mit Informationen rund um die Deutsche Meisterschaft 1:8 Elektro-Offroad versorgt hat.

Maik ist seit dem Jahr 2005 ein fester Bestandteil des RMV-Rennteams und hauptsächlich in den Klassen 1:8 OR, sowie 1:8 ORE unterwegs und in der Regel stets mit der ganzen Familie bestehend aus Vater Rainer und Mutter Hannelore an den Rennstrecken anzutreffen. Zusammen mit Matthias Reckward ist Maik in das RB-Entwicklungsprogramm eingebunden und liefert hier wichtiges Feedback und Informationen um den RB weiter zu verbessern. Dementsprechend erhielt er im Vorfeld der Deutschen Meisterschaft 1:8 ORE auch einen Vorserien-Prototypen des weiterentwickelten RB E-ONE R V2 und konnte mit dem neuen Fahrzeug bereits einige wichtige Erfahrungen sammeln. Etwas schwieriger stellte sich die Situation jedoch für seinen Teamkollegen Daniel Reckward dar, der seinen Wagen lediglich zwei Tage vor der Veranstaltung bekam und in einer hektischen Aktion fertig stellen musste. Hierbei konnte Daniel aber von einer der besonderen Stärken des RMV-Rennteams profitieren und auf die bereits von Maik gewonnenen Erfahrungen und dessen aktive Unterstützung vertrauen.

Das Elektro-Rennen zur Deutschen Meisterschaft in Duisburg ist Maik noch in besonders guter und angenehmer Erinnerung, haben ihn doch seine Eltern über die gesamte Zeit hinweg optimal unterstützt und auch die Zusammenarbeit mit Daniel + Matthias Reckward und Andy Krämer von LRP gestaltete sich jederzeit völlig problemlos und stets zielführend.


 
Trotz eines optimalen Arbeitsumfelds gestaltete sich der Start in das DM-Wochenende für Maik schwierig, denn das Setup seines RB E-ONE R V2 bereitete ihm aufgrund eines unter Last sehr nervösen und schwer kontrollierbaren Hecks einiges Kopfzerbrechen. Eine erste Verbesserung stellte sich durch den Einbau eines mit härteren 7.000er Ölen befüllten Front- und Mitteldifferenzials ein, ebenso breitere vordere Felgenaufnahmen mit 1,5mm sowie 2,5mm hinten. Der von Daniel Reckward verfolgte Ansatz mit 10.000|7.000|3.000 Ölviskositäten in den Differenzialen stellte dann jedoch einen weiteren Fortschritt hin zu einer deutlicher vorhandenen Stabilität und einem sehr guten Vortrieb dar. Nachdem sich Maik an das nun andere Fahrverhalten seines RB E-ONE R V2 gewöhnt hatte, verbesserten sich auch seine Rundenzeiten und er wurde zusehends sicherer und schneller.

Da Maik vor der DM noch nie auf der Strecke in Duisburg gefahren war, fehlte ihm hier natürlich auch noch ein wenig die für schnelle und konstante Rundenzeiten nötige Routine. Mit zunehmender Tracktime stellte sich diese jedoch schnell ein und Maik konnte insbesondere die Anzahl seiner Fahrfehler deutlich minimieren. Es galt jedoch, den RB E-ONE R V2 weiter zu verbessern, um ganz vorne mitmischen zu können und so ergab sich aus einem Gespräch mit Matthias Reckward die mögliche Option an der Hinterachse einen härteren Stabilisator zu testen, am Front- und Heckdifferenzial auf das Tellerrad mit 43 Zähnen plus 13er Kegelrad zu wechseln, um mehr Traktion und Topspeed zu erzielen. Daniel Reckward hatte sich bereits entschlossen, weiterhin den Standard-Stabilisator mit 2,5mm Durchmesser zu verwenden, was Maik jedoch nicht wirklich zusagte, weshalb er auf die härtere Version mit 2,7mm Durchmesser zurückgriff. Beide Fahrer montierten noch die andere Übersetzung, wodurch das Fahrzeug noch einfacher und kontrollierbarer fahrbar wurde.


 
Mit dem gemeinschaftlich erarbeiteten Setup konnte sich Maik dann über die gesamte Veranstaltung hinweg sehr gut in Szene setzen und das vom einen oder anderen zum Teil noch unterschätzte Potenzial des RB E-ONE R V2 optimal ausnutzen und zeigen, wozu die neuste Kreation von RB Products in der Lage ist. Sein Einzug ins Finale ließ dann an verschiedenen Stellen gewisse Hoffnungen aufkommen und auch Maik selbst schien extrem motiviert zu sein, hier sein Bestes zu geben und alles aus dem RB heraus zu holen.

Nach einem extrem guten Start eroberte Maik sofort die vierte Position hinter Carsten Keller, Stefan Scheuenpflug und Chris Kammann. Nachdem Carsten Keller mit Chris Kammann kollidierte, übernahm Stefan Scheuenpflug die Führung und Maik heftete sich sofort an seine Fersen. Zwei Runden später gelang es ihm den Führenden zu überholen und sich leicht vom Feld abzusetzen. Carsten Keller konnte jedoch im Laufe des Rennens zu Maik aufschließen und ihn schließlich überholen. An dieser Reihenfolge änderte sich bis zum Zieleinlauf nichts mehr und Maiks Freude über den soeben errungenen Vizemeistertitel war natürlich riesengroß, nicht zuletzt weil im Vorfeld des Rennens dies wahrscheinlich niemand in dieser Form erwartet hätte.

Oft sind es ja die unerwarteten Überraschungen, die dem Rennsport seinen besonderen Charakter verleihen und so war natürlich auch bei Daniel + Matthias Reckward und Andy Krämer von LRP die Freude riesengroß, denn durch Maiks großartigen Erfolg wurde die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das Daumendrücken am Streckenrand hatte sich also gelohnt.

Nicht nur wegen des in Duisburg gewonnen Vizemeistertitels kann Maik Wiesweg auf eine gelungene Rennsaison 2013 zurück blicken, denn auch im Verbrennerbereich gelang es ihm, tolle Erfolge zu erringen. Sein besonderer Dank geht an dieser Stelle an alle Personen, die ihn hierbei unterstützt haben. Hierzu gehören insbesondere Daniel + Matthias Reckward, Andy Krämer von LRP, Eric Aita von RB Products und natürlich seine Familie.

Maik sieht nach den Erfolgen in diesem Jahr der Saison 2014 bereits mit großer Freude entgegen und er wird die erfolgreiche Zusammenarbeit mit RMV Deutschland und RB Products auch in Zukunft weiter fortsetzen. Wie es dem frischgebackenen Deutschen Meister in der Klasse VG8 Robert Pietsch erging, lesen Sie dann im vierten und letzten Teil unserer Serie mit Einblick in die Abstimmung seines Mugen Seiki MRX-5.

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29.11.2013 von admin Zurück

8 Kommentare

  1. Sehr geile Strecke 😉


    Michael Brozio



  2. Tolle Eindrücke nochmals zusammengefasst von Maik was wir in Duisburg so alles gemacht haben … schön zu lesen


    Daniel Reckward



  3. Schöner Bericht 😉


    Michael Kempchen



  4. Schön zu lesen RedRC hat diesen Buggy unter News gepostet also fertig und wann lieferbar?


    Armin Flaeckers



  5. War echt ein tolles We auch die Strecke Top! Wenn man überlegt das Maik erst zum letzten gezeiteten Training da war (Schule) war die Vorarbeit vom Daniele und Mathias (vielleicht auch ich ) schon ein echt gutes Teamwork! Dazu kommt das Maik das Auto auch wirklich gut liegt! Hier geht natürlich auch unser Dank an Andy Krämer von LRP für ein Super Service und Unterstützung so wie alle vom RMV Team


    Rainer Wiesweg



  6. Armin, dieser neue Elektro-Buggy von RB als E-One R V2 erwarten wir noch vor Weihnachten … spätestens im Januar KW02 startet man den Verkauf.


    Matthias Reckward



  7. Danke für die Aufklärung die Bilder im Netz sehen jedenfalls vielversprechend aus!


    Armin Flaeckers



  8. es ist auch Teamsport nicht nur Teamwork! Jedes Rennen ist mir persönlich als Hobbyfahrer ein Genuß mit so vielen Leuten zusammen sein und das Wochenende verfliegt schnell. Mein Motto heißt: Ankommen und die Zielflagge sehen! An dieser Stelle mein Glückwunsch an Maik Wiesweg der es wunderschön beschrieben hat wie so ein Rennen abläuft und gleich Vizedeutscher Meister zu werden zeigt er ist ein Profifahrer.


    Jan Theußmaker



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