11.Sep

5. Lauf zum NRW Cup OR8 in Oberhausen

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Nach der Rückkehr von den beiden Läufen zur DM 1:8 Offroad in Landshut und Freising haben mein Mann Christian und ich uns am Montag die Frage gestellt, ob wir bei dem bereits am darauffolgenden Wochenende stattfindenden Lauf zum NRW-Cup in Oberhausen ebenfalls an den Start gehen sollten. Da wir über ein in Zusammenarbeit mit einigen anderen Mugen-Fahrern im Laufe der DM erarbeitetes gutes Lehmsetup für unsere MBX-7 verfügten, wollte Christian dieses auch einmal auf der von der Oberfläche her ähnlichen Strecke in Oberhausen testen.

Da uns die beiden anstrengenden DM-Läufe noch etwas in den Knochen steckten, hielt sich unser Elan bei der Reinigung der Fahrzeuge in überschaubaren Grenzen und wir beließen es bei einem nicht sonderlich gründlichen kleinen Service. Bei schönstem Sonnenschein kamen wir am Samstagmorgen in Oberhausen an und nahmen die Strecke in Augenschein. Als erstes stelle sich dann die Frage nach den zu verwendenden Reifen. Mit dem RB Dragon und Tourex X300 waren zwei Mischungen erlaubt und die letztendliche Entscheidung wollten wir erst nach einigen Trainingsrunden treffen. Die Veranstaltung war wie üblich gut besucht und mit insgesamt 85 Fahrern, von denen sich 22 auf die Kategorie Top und 63 auf den Bereich Hobby verteilten, war das Fahrerlager ordentlich gefüllt und die Stimmung wie gewohnt locker und freundschaftlich.

Bereits in meinem ersten Trainingslauf, den ich mit meinem DM-Setup fuhr, merkte ich sofort, dass mein Mugen MBX-7 unter diesen Bedingungen sehr gut funktionierte und nicht viel Setup-Arbeit nötig sei. Wir änderten noch ein paar Kleinigkeiten an der Vorderachse und danach widmete ich mich den Reifentests. Es galt heraus zu finden, ob in Oberhausen der RB Dragon, oder der Tourex X300 die bessere Wahl wäre und schlussendlich entschied ich mich für den RB Dragon, da mich dessen Haltbarkeit und Konstanz besser überzeugte.

Der 1. Vorlaufdurchgang stand bereits am Samstagnachmittag auf dem Programm und der beste von insgesamt 3 Vorläufen sollte gewertet werden. Ich beendete den 1. Vorlauf im Vergleich zu den anderen Fahrern zwar nicht mit der schnellsten Rundenzeit, konnte ihn jedoch konstant und ohne Fehler (was mein Ziel war) über die Runden bringen und dabei auch eine sehr gute Überzeit erreichen, so dass ich am Ende des Tages in der Vorlaufrangliste auf einen guten 4. Platz stand. Dieses Ergebnis ließ schon einmal hoffen und am Sonntagmorgen standen dann noch die Vorlaufdurchgänge 2 + 3 an, in denen ich jedoch nicht mehr an meine gute Überzeit vom Vortag herankommen konnte. Letztendlich fand ich mich nach dem Ende der Vorläufe auf einem hervorragenden 9. Platz wieder, was bedeutete, dass ich von Position 5 aus direkt im Halbfinale starten durfte. Anzumerken bleibt in dem Zusammenhang noch, dass das fahrerische Niveau in der Hobbyklasse doch sehr gemischt ist und es sicher für die meisten Fahrer besser wäre, die Vorlaufgruppen nach den 3 schnellsten Runden im Training einzuteilen.

Der Start meines Halbfinales verlief alles andere als nach Plan, denn am Ende der Geraden wurde mein Mugen unsanft von einem anderen Fahrzeug von hinten berührt und landete prompt auf dem Dach. Nach endlosen Sekunden, in denen der zuständige Streckenposten erst alle anderen Fahrzeuge vorbei fahren ließ, konnte ich dann nachdem mein MBX-7 endlich wieder auf den Rädern stand eine Aufholjagd starten. Jetzt war ich endgültig im Rennmodus und da noch fast 20 Minuten Fahrzeit vor mir lagen, konnte noch viel passieren und der Rennverlauf war völlig offen. Ich konnte mich stetig nach vorne arbeiten und das Halbfinale am Ende auf dem 4. Platz beenden, was den Einzug ins Finale bedeutete! Als sich dann langsam die Erkenntnis setzte, dass ich nach 2,5 Jahren Buggysport endlich zum ersten Mal in einem Finale starten durfte, war dies schon ein besonderer Moment. Es ist sicherlich überflüssig zu sagen, dass ich total happy war.

Von Startplatz 6 aus ging es dann ins 45-minütige Finale und irgendwie beschlich mich das Gefühl, dass sich die Situation aus dem Halbfinale wiederholen könnte, denn aufgrund der Tatsache, dass es in Oberhausen beim Start immer etwas eng zugeht, ist hier die Chance eines Startgetümmels relativ hoch. Ich sollte recht behalten mit meiner Vorahnung, denn nach dem Start wurde ich durch ein anderes Fahrzeug umgedreht und fiel bis auf den vorletzten Platz zurück. Da ich in Bezug auf solche Situationen nun aber bereits über eine gewisse Erfahrung verfügte, blieb ich locker und konzentrierte mich darauf wieder zum Feld aufzuschließen. Aufgrund der Länge des Finales war mir von Anfang an klar, dass dieses Rennen extrem fordernd sein würde und nach 25 Minuten Fahrzeit schossen mir erste Gedanken ans Aufgeben durch den Kopf, da ich bereits sehr erschöpft war. Ich biss jedoch die Zähne zusammen und setzte das Rennen fort und wurde am Ende mit dem 8. Platz belohnt. Mehr war unter diesen Umständen einfach nicht möglich, ich habe mich aber dennoch sehr über dieses für mich hervorragende Ergebnis gefreut.

RMV-Deutschland

Finale OR8 NRW-Cup Oberhausen – Hobby

Ergebnis/Result
Pos.Fahrer/DriverLa./Con.Auto/CarMotor/EngineReifen/TyresR.Zeit/Time
1.Rajco van der SluijsJQReds6745:06.370
2.Jannis BomersKyoshoBullitt6645:29.890
3.Jarno PijpersXray6645:33.570
4.Thomas Sonderbrink6445:04.440
5.Mark van WaayenburgXray6445:12.680
6.Peter DietrichJQk.A.6445:29.090
7.Jochen Schmitz6445:33.050
8.Kerstin BesslerBullitt6445:35.610
9.Nikolas SchmitzXrayFX6445:37.060
10.Andre KuchenbeckerTLR6445:38.240
11.Kim EinertKyoshoOrion5845:18.830
12.Carsten Pingel5339:59.580

 
Mein besonderer Dank geht an André Kuchenbecker, der sich als sehr fairer Fahrer gezeigt hat. Als er mich in einer Kurve überholen wollte, blieb sein Fahrzeug mit den Vorderrädern an meinem MBX-7 hängen und die Autos verkeilten sich. Als ein Helfer den Knoten löste, geriet dabei mein Auto aufs Dach, doch André wartete so lange, bis auch mein Mugen wieder auf den Rädern stand und ich das Rennen fortsetzen konnte. Das war eine wie ich finde sehr faire Geste, die man nicht alle Tage sieht.

RMV-Deutschland

Finale OR8 NRW-Cup Oberhausen – Top

Ergebnis/Result
Pos.Fahrer/DriverLa./Con.Auto/CarMotor/EngineReifen/TyresR.Zeit/Time
1.Lukas StrothmannKyoshoBullitt7045:00.160
2.Marcel GuskeLRPLRP7045:34.540
3.Nick LorenzKyoshoBullitt6945:10.310
4.Jan SievertKyoshoBullitt6745:18.800
5.Max Kempchen6745:28.150
6.Bart MullinkKyoshoBullitt6645:06.290
7.Marcel MüllerKyosho6645:17.230
8.Johannes Marx6645:22.460
9.Patrick Sinner6445:31.560
10.Chan Chun YengAgamaBullitt6345:29.080
11.Swen BraciakAssociated4229:35.400
12.Christian Bessler3121:02.170

 
Bedanken möchte ich mich natürlich auch bei meinem Mann Christian für die lustigen Abende die wir gemeinsam im Schrauberkeller nutzen um unsere Fahrzeuge vorzubereiten, bei RMV-Deutschland für deren mustergültigen Support und bei den Stoppelhopsern Oberhausen für die gewohnt tolle Durchführung dieser Veranstaltung.

Quelle … Rennbericht: Kerstin Bessler
Rennbilder: Kerstin Bessler
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

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11.09.2014 von admin Zurück

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