07.Okt

Die DM 1:8 Elektro-OffRoad in Eisenach aus der Sicht von Manuel Arndt

4

Hallo Freunde des Offroad-RC-Racing, ich bin Manuel Arndt und noch recht neu im Rennteam von RMV-Deutschland. Inzwischen fühle ich mich hier aber sehr gut aufgehoben und vertraue auf deren Zubehör wie Reifen, Tuningteile sowie Elektronikkomponenten. Da ich vor einigen Wochen bei der DM für die Klasse ORE8B ein tolles Rennwochenende in Eisenach verbringen durfte, möchte ich meine Eindrücke dazu hier kurz sammeln.

Link zum Facebook-Rennalbum >> Impressionen Teil 1 bis 5 der DM OR8E <<

Bei meiner Ankunft am Freitagmorgen war ich zunächst vom schönen Gelände und vor allem der erstklassigen Strecke des RC Racing Club Eisenach e.V. beeindruckt! Bei schönstem Wetter konnte ich zunächst einen Platz unterm Pavillon beim Team RMV beziehen, um im Anschluss die Strecke ausführlich zu begutachten und bei den anderen Trainingsgruppen schon mal ein wenig die Ideallinie zu studieren. Grade die 7er-Sprungkombination und der große Tablesprung danach trennen hier die Spreu vom Weizen. Nach einigen kleineren Anpassungen am Buggy ging es bald in meinen ersten Trainingslauf, wie üblich 2-3 Runden schnuppern um dann den Rhythmus zu finden. Die Änderungen an den Stabis und Dämpfern erwiesen sich als die richtige Wahl, danke an Daniel Reckward für die Tipps, die konnte ich mangels Trainingstag/Warmup hier gut gebrauchen. Nach 3 gefahrenen Trainingsläufen wurde es dann Freitagnachmittag leider ungemütlich. Ein Platzregen setzte binnen weniger Minuten Rennstrecke und Fahrerlager unter Wasser. Der Trainingstag wurde für beendet erklärt, um am Samstagmorgen noch einen kurzen Trainingsdurchgang zu fahren.


 
Unser Team, bestehend aus Daniel & Matthias Reckward, Kerstin & Christan Bessler sowie Familie Wiesweg, ließ sich ebenso wie die meisten anderen Fahrer durch das Wetter nicht die Laune verderben. Wir verabredeten uns kurzerhand in einem nahegelegenen Griechischen Restaurant, um noch einen sehr gemütlichen und lustigen Abend zu verbringen. Ich denke, ich spreche für viele Fahrer, dass es genau „DAS“ ist, was das Hobby in den 1:8er Offroad Klassen ausmacht! Hier geht es eben nicht, wie in den meisten anderen Rennklassen, immer nur 100% um den Rennsport, nicht nur verbissene Fahrer mit Geheimnissen, jene die am Rennwochenende nur noch an Rundenzeiten und Setup denken. Sowohl in OR8 (Nitro), als auch in ORE8B (Elektro) habe ich inzwischen recht viele Rennwochenenden erlebt, unter den Fahrern kenne ich fast ausschließlich sehr gesellige und offene Leute mit denen man ‚ne Menge Spaß haben kann – und um den Spaß geht es mir beim Hobby, auch bei einer Deutschen Meisterschaft! Am Abend wurden wieder viele Geschichten ausgetauscht, sei es passend zum Hobby und den eigenen Anfängen oder Erlebnissen, oder ganz fern vom Hobby. Grade von den „alten Eisen“ oder einem Welt-/Europameister gibt es immer spannende Storys. Jedenfalls wurde viel gelacht, wie kann man da dem Wetter noch verübeln, dass man dafür 2-3 Stunden mehr Zeit hat als geplant.

Samstag ging es bei brauchbarem Wetter (viel zu früh) wieder zur Strecke. Einigen Fahrern und Helfern konnte man den etwas längeren Vorabend noch gut ansehen, Chancengleichheit war also sichergestellt. Während den Vorlaufdurchgängen gab es gegen Mittag noch ein kurzes Gewitter. Durch die Unterbrechung entschied man sich den 5. Durchgang zu streichen und 2 Vorläufe zu werten. Meine Läufe waren mangels Training eher durchwachsen, während die Rundenzeiten langsam konkurrenzfähig wurden, passierten aber auch in jedem Lauf kleinere und größere Fahrfehler. Während Daniel und Mike sich souverän ins Halbfinale qualifizieren konnten, war mein Platz in der Gesamtliste nur im oberen Mittelfeld, somit war für Sonntag 1/8-Finale angesagt.

Nach einem weiteren sehr gemütlichen Abend beim Griechen, sowie Ausklang im benachbarten Irish-Pub, startete ich Sonntag seeehr entspannt in den Finaltag. Mein klares Ziel war natürlich der Aufstieg sowie trockene Schuhe, was davon schwieriger war sollte sich später zeigen. Sonntag hat es morgens dauerhaft leicht geregnet und es klarte gegen Mittag auf. Ich ging sehr optimistisch mit nagelneuen Reifen in supersoft an den Start – dieses Privileg war übrigens absolut nicht selbstverständlich. Der sogenannte „Einheitsreifen“ war grade in der (bei diesem Wetter) so wichtigen Mischung supersoft nur äußerst schlecht verfügbar! Fertig verklebt wie die Mischung soft gar nicht denkbar. Aus meiner Sicht ein Unding bei einer Deutschen Meisterschaft! Im 1/8-Finale kam ich sehr gut weg und ging früh in Führung (ich liebe es wenn ein Plan funktioniert), sollte aber schon nach etwa 4-5 Minuten von meinen nagelneuen Reifen bestraft werden. Alle Reifen lösten sich mehr oder weniger komplett von den Felgen, je nach Beanspruchung dramatischer oder harmloser – ja sie waren vernünftig verklebt, bei dem Gummi hatten allerdings wohl mehrere Fahrer Probleme. Den Lauf konnte ich trotz allem noch mit Halbgas auf Platz 2 ins Ziel retten.

Im 1/4-Finale ging es extrem heiß zu, da waren schon sehr flotte Fahrer dabei. Nach und nach konnte ich mich bis Position 4 vor kämpfen, ein Platz noch bis zum Aufstieg. Die letzten 5-6 Minuten des Laufes habe ich den 3.-platzierten gejagt, immer in 5-10 Metern Abstand und entsprechend dramatisch kommentiert vom Rennleiter. Wir fuhren beide am Limit, er machte aber wie ich keinerlei Fahrfehler. Wenige Sekunden vor Schluss ging ihm dann allerdings der „Saft“ aus und ich erbte den Aufstiegsplatz. Mein älterer Satz Supersoft war nun schon einige Akkus gequält worden, hielt dank der Unterstützung von „Matze“ aber wenigstens auf den Felgen – somit musste ich damit auch im Halbfinale nochmals ran. Dort konnte ich dann die Rundenzeiten allerdings nicht mehr mitgehen und flog zusammen mit Christian raus, ein Platz unter den ersten 5 war nicht zu erreichen. Egal, ich hatte weit mehr als mein Ziel erreicht, reichlich Fahrzeit und sogar noch trockene Schuhe… noch. Im Hauptfinale fuhr Steven Schöninger souverän einen Start-Ziel Sieg ein und Daniel Reckward wurde Vizemeister, mein Glückwunsch an dieser Stelle nochmals! Im anschließenden Jugendfinale fing es dann wieder an zu regnen, um im letzten Finale 40+ für die letzten 7-8 Minuten in einen Monsunregen überzugehen! Wahnsinn was für eine Wasserschlacht sich die Autos noch geboten haben, nur wenige konnten den Lauf auch tatsächlich bis zum Ende fahren.

Abschließend möchte ich mich nochmals beim RC Racing Club Eisenach bedanken, eine klasse Rennstrecke und eine vorbildlich vorbereitete und durchgeführte Deutsche Meisterschaft ließen mich und viele andere Fahrer ein erstklassiges Rennwochenende in Eisenach verbringen! Zu Guter Letzt natürlich mein Dank an meine Sponsoren, mein Material hat wieder uneingeschränkt optimal funktioniert!

Quelle … Rennbericht: Manuel Arndt
Rennalbum: RMV Deutschland | Titelbild: RMV/Manuel
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

{lang: 'de'}
07.10.2014 von admin Zurück

4 Kommentare

  1. In seinem Bericht steht geschrieben, dass es ihm um den Spaß an und neben der Rennstrecke geht, auch bei einer Deutschen Meisterschaft. Diese Einstellung finde ich bemerkenswert, und sie entspricht nach meiner Wahrnehmung genau „DAS“ was den Rennflair in den 1:8er Offroad Klassen ausmacht 😉


    Daniel Reckward



  2. Super Bericht, und genau das was Manuel und Danni schreiben, genau das macht den Spaß bei dem Hobby aus Ebenso die große Hilfsbereitschaft untereinander, das ist schon toll 😉


    Holger Petersen



  3. Toller Bericht! Du kannst Dich wirklich glücklich schätzen, dass Du in diesem Team bist.


    Alfred Bockers



  4. Wohl war wohl war. Hatten unseren Spaß 😉


    Rainer Wiesweg



Hinterlasse einen Kommentar

 

    Fan Page