22.Okt

Internationaler Messe-Cup Leipzig aus der Sicht von Steven Schöniger

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Der Indoor-Cup im Rahmen der Modellbaumesse Leipzig ist mittlerweile seit Jahren ein fester Bestandteil des Offroad-Rennkalenders und so wie bereits in den vergangenen Jahren kam auch diesmal wieder ein imposantes Starterfeld zusammen, als vom 03. bis 05. Oktober 2014 einem breiten und interessierten Publikum heiße Rennaction mit spektakulären Szenen geboten wurde. Selbst das für eine Indoor-Veranstaltung im Prinzip zweitrangige Wetter meinte es an allen drei Tagen gut mit uns und wir wurden mit Sonnenschein und Temperaturen um 20°C verwöhnt, was sich zusätzlich positiv auf die bereits sehr gut Stimmung im Fahrerlager auswirkte.

Der Messe-Cup wurde in drei Klassen ausgefahren, wobei die meisten der insgesamt 240 Starter auf den Bereich OR8 entfielen, zahlenmäßig gefolgt von den elektrisch angetriebenen Buggys im Maßstab 1:8 und schließlich den Nitro-Truggys. Wie eigentlich in jedem Jahr war auch diesmal wieder eine starke schwedische Abordnung rund um Mikael Palsson am Start und mit ihm einer der Favoriten auf den Sieg.

Für mich stand im Vorfeld der Veranstaltung zunächst einmal so wie immer das Schleifen der Reifen auf dem Programm und da ich zu Beginn dieser Saison erst auf den Mugen MBX-7 gewechselt hatte, fuhr ich mit gemischten Gefühlen Richtung Osten, denn ich hatte keine Vorstellung davon, wie sich das Auto auf der doch etwas ungewöhnlichen Hallenrennstrecke verhalten würde. Auch das Thema Haltbarkeit nimmt ja in der Regel bei einem solchen Rennen oft eine ziemliche Breite ein, doch meine diesbezüglichen Bedenken in Bezug auf den MBX-7 sollten völlig unbegründet sein, denn das Fahrzeug stellte sich im Laufe der Veranstaltung als extrem widerstandsfähig heraus. In Bezug auf das Ergebnis hegte ich dagegen durchaus gewisse Erwartungen und setzte mir sowohl in OR8, wie auch in OR8E eine Podiumsplatzierung zum Ziel.

Die Veranstaltung verlief von der ersten bis zur letzten Minute völlig reibungslos und das Orgateam vom MCL hatte die Lage jederzeit voll unter Kontrolle. Am Freitagmorgen startete der erste von drei Trainingsläufen bereits um 08:00 Uhr. Zwei dieser Trainingsläufe wurden dann für die Einteilung der Gruppen für die im Anschluss gefahrenen vier Vorläufe herangezogen. In der Nitroklasse lief es für mich nicht ganz nach Plan, da ich im ersten Vorlauf aufgrund eines technischen Defekts nicht starten konnte. Die beiden anderen Vorläufe brachte ich dann jedoch problemlos durch und konnte mich in der Rangliste hinter Mikael Palsson an Position zwei platzieren. Noch besser in Schwung kam ich dann bei den elektrisch angetriebenen Buggys, wo mein Auto wie schon bei der Deutschen Meisterschaft hervorragend funktionierte. Alles lief perfekt und es gelang mir die TQ-Position zu erobern. Für den nächsten Tag hatte ich folglich ein sehr gutes Gefühl, nicht zuletzt weil meine Autos bereits im Training vollständig überzeugten.

Meine beiden Halbfinale ging ich dementsprechend entspannt an und konnte mich in beiden Klassen problemlos für das Finale qualifizieren. Die Ausgangsposition zum Erreichen meiner im Vorfeld gesteckten Ziele war damit perfekt, jetzt ging es lediglich darum, in den jeweils 30-minütigen Finalläufen mit der richtigen Strategie ins Rennen zu gehen und keine Fehler zu machen. Gesagt, getan. Auch wenn es vielleicht etwas ungewöhnlich sein mag, aber ich konnte dann letzten Endes tatsächlich die Finale in beiden Klassen gewinnen, was mich natürlich sehr stolz macht. Damit wurde der Messe-Cup Leipzig für mich zum absoluten Highlight des Jahres, denn es war das erste Mal überhaupt, dass ich den Sieg in beiden Klassen erringen konnte. Maßgeblich zu diesem tollen Erfolg hat aber zweifellos mein neues Material in Form des Mugen MBX-7 beigetragen, mit dem ich nochmals deutlich schneller unterwegs war als in den Jahren zuvor. Das Fahren mit diesem Fahrzeug macht einfach Spaß und nicht zuletzt die Tatsache, dass ich mich von Lauf zu Lauf steigern konnte, zeigt das enorme Potenzial dieses Buggys. Ich freue mich nun schon auf das nächste Jahr, wenn der Messe-Cup Leipzig in seine nächste Runde geht.

Ein besonderer Dank gebührt an dieser Stelle dem Team vom MCL, welches mit der Organisation des Rennens und dessen Durchführung einen hervorragenden Job gemacht hat. Darüber hinaus möchte ich mich noch bei RMV-Deutschland, Mugen-Seiki und Hacker-Motor für deren tolle Unterstützung während der gesamten Saison bedanken. Ohne ein so starkes Team wie ihr es seid, sind solche Erfolge nicht möglich.

Quelle … Rennbericht: Steven Schöniger
Rennbilder: Udo Rohrbeck
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

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22.10.2014 von admin Zurück

4 Kommentare

  1. Erstmal ein großes „Dankeschön“ für diesen Bericht Steven Schöniger Sicherlich war es ungewohnt für dich, plötzlich im Mittelpunkt zu stehen, ein Interview nach dem Nächsten zu geben! Glückwunsch zum Sieg in OR8 + OR8E. Und zu guter Letzt: Nochmals vielen lieben „Dank“ für wunderschöne Fotos Udo Rohrbeck. Wünsche allen Racern weiterhin viel Erfolg und Fahrspaß. Man sieht sich sicherlich bei Zeiten.


    Matthias Reckward



  2. Ich kann mich meines Bruders Worten nur anschließen, muss aber noch was dazu ergänzen: 3 Tage lang hat sich unser RMV-Rennteam an und neben der Rennstrecke dort prächtig präsentiert und es war auffallend, dass zahlreiche Messebesucher unseren Support-Stand gezielt ansteuerten. Etliche Werbefyler wurden verteilt, aber auch viele Fragen zu unseren Produkten mit Bravour beantwortet. Sage dazu nur vielen „Dank“ für euren großartigen Einsatz …


    Daniel Reckward



  3. Fahren irgendwann auch mal wieder Onroader?Hab den Live stream zwar geschaut,aber find es schade das immer nur Offroader fahren.


    Kevin Stoll



  4. Der „alte“ Messecup ist damals eingeschlafen und wurde vom RC Eisenach als Offroadveranstaltung neu aufgelegt. Später trieb die ARGE Messecup erst unter Jürgen, dann unter Kay Feuerstake, die Entwicklung des Cups weiter voran. Wenn man die Starterzahlen vergleicht war das eine gute Entscheidung.


    Andreas Liebermann



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