07.Jun

3. Mugen Seiki Challenge aus der Sicht von Max und Michael Kempchen

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Ein Teil des RMV Deutschland Teams war mal wieder in der großen Welt des internationalen RC Rennsports unterwegs. Vom 03. bis zum 05. Juni 2016 fand in Reims (FR) die 3rd MUGEN SEIKI CHALLENGE statt. Wir, das waren Thomas Sonderbrink, Dirk Kirchwehm, Thomas Wiescholek, Andre Kuchenbecker und Max und Michael Kempchen, hatten uns schon früh im Jahr entschieden nach Frankreich zu reisen und dort teilzunehmen. Max und Andre waren bereits im Vorjahr dort und wussten nur Gutes zu berichten, so dass uns die Entscheidung auch nicht allzu schwer fiel.

Also ging es dann auch am Freitagmorgen um 06:00 Uhr los in Richtung Frankreich. An der Strecke angekommen empfing uns das imposante Gelände des EMC Reims mit einer Glattbahnstrecke, einer Offroadstrecke und einer im Rohbau befindlichen großen Halle, die nächstes Jahr ebenfalls eine Offroadstrecke beherbergen soll. Leider war das Wetter in Frankreich in den letzten Tagen nicht viel besser als zuhause. Die Offroadstrecke war übersät mit Pfützen und durchgeweichtem Kalkstaub. An Fahren war erstmal nicht zu denken.

So langsam trudelten dann auch die „Großen Drei“ ein. Robert Battle, Lee Martin und Adam Drake hatten es sich nicht nehmen lassen die Mugen-Jünger mit ihrer Präsenz und vor allem mit ihrer Fahrkunst zu beglücken. Und das Beste, sie saßen nur eine Tischreihe hinter uns und so hatte man immer einen guten Blick auf die „Prominenz“.

Das offizielle Freitagstraining startete gegen 15:00 Uhr und nur vereinzelt trauten sich Fahrzeuge auf die Strecke. Was dann in der Box wieder ankam war nur noch mit Schutzkleidung anzufassen und machte nicht wirklich Mut für ein paar dringend notwendige eigene Trainingsrunden. Erst so gegen 17:00 Uhr brach der innere Widerstand und alle drehten auf der abtrocknenden Strecke die ersten vorsichtigen Runden. Wer dachte die Strecke der Stoppelhopser in Oberhausen sei glatt, sah sich jäh enttäuscht. Reims mit seiner betonharten Muschelkalkstrecke konnte da noch einiges an Glätte draufpacken. Fahren wie auf rohen Eiern war angesagt. Nach 2 Trainingseinheiten und einer Menge Putzarbeiten war dann auch der erste Tag bereits vorbei. So richtig einschätzen was hier möglich ist konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Erkenntnis Tag 1:
Schöne Strecke, schwieriger Untergrund, Franzosen sprechen nicht gerne englisch.

Der Samstag empfing die aufwachenden Weltenbummler mit nassen Straßen und kühler Witterung. Es hatte über Nacht nochmal geregnet und die Strecke war wieder fast auf dem Stand von Freitagmittag. Laut Zeitplan, der im Laufe des Vormittags gefühlt 20mal geändert wurde, sollte es zwei freie, ein gezeitetes Training und dann 3 Vorläufe geben. So war der Plan und wir fuhren entsprechend der Gruppeneinteilungen vom Vortag die jeweils 5 Minuten dauernden Trainingsläufe. Bei Rundenzeiten von knapp über 40 Sekunden, bei dem ein oder anderen auch etwas mehr, blieb nicht viel Zeit sich an die ein oder andere speziellere Passage zu gewöhnen. Aber es wurde von Lauf zu Lauf besser. Der Tag verging und nach dem 2. Vorlauf war plötzlich Ende. Was nun? Ganz einfach. Durch den etwas späteren Beginn fiel ein freies Training weg und wir waren in Gedanken immer einen Lauf früher als das was real gefahren wurde. So blieben uns nur die Ernüchterung und die Ausrede „Wir wollten im dritten ja nochmal alles geben“. Dementsprechend sah dann auch die Finaleinteilung aus, aber viel schlimmer – es wurden Buchstabenfinale ausgehangen. Also HoA ? Unsere Verwirrung war groß und keiner da, der Licht ins Dunkel bringen konnte.

A-Finale: Max
B- Finale: Dirk
C-Finale: Andre und Thomas W.
D- Finale: Michael
F- Finale: Thomas S.

Egal, wir wussten wir werden schon noch erleben wie man das vorhat. Immerhin ist man im letzten Jahr auch das Aufsteigersystem gefahren. Also abwarten und Bier trinken, oder so ähnlich. Ach und eine Tombola zum Zeitvertreib gab es ja auch noch.

Erkenntnis Tag 2:
Immer noch schöne Strecke, die Pros fahren wie auf Schienen, wenn Franzosen doch mal englisch sprechen versteht man es nicht und über Lautsprecher erst recht nicht.

Final Day. Wieder hatte es nachts etwas geregnet, aber die Strecke ließ sich deutlich besser befahren als an den Vortagen. Unsere Vorahnung bekam Gewissheit. Hier wurde HoA gefahren, also kein Aufsteigen möglich. Nun ging es also nur noch um Spaß, eigentlich ja auch der Grund warum wir dort waren. Das Wetter wurde besser und die Strecke trocknete immer weiter ab und alle Finale, jedes Buchstabenfinale wurde dreimal ausgefahren, wurden entsprechend dem Zeitplan gefahren. Alle Läufe gingen über 13 Minuten.

Als Abschluss des Tages wurde dann der dritte Durchgang des A-Finals, dieser sollte dann 20 Minuten dauern, angekündigt. Einzelvorstellung der Fahrer und Max, neben den Pros der einzige Nichtfranzose, mittendrin, wenn das mal kein Erlebnisfaktor ist. Jeder konnte nochmal ein paar Worte über die gelungene Veranstaltung verlieren und anschließend ging es zum Showdown. Von vielen Zuschauern an der Strecke umringt startete dann das letzte Finale. Als hätte es nicht noch ein paar Minuten warten können, entschied sich eine Regenwolke nach 12 Minuten von jetzt auf gleich alle Schleusen zu öffnen und innerhalb einer Runde war die Bahn nicht mehr befahrbar. Laufabbruch und Wertung nach letzter Zieldurchfahrt. Schade, aber das Wetter hatte es bis dato ja durchaus gut mit uns gemeint.

Nach dem heftigen Wolkenbruch ging es dann auch recht schnell zur Siegerehrung. Thomas hatte das F-Finale für sich entschieden und durfte auf die große Siegertribüne um dort geehrt zu werden. Unmittelbar danach setzte wieder Regen ein, so dass der Rest der Zeremonie unter dem Festzelt abgehalten werden musste. Schade, da die Fotokulisse der Siegertribüne schon ganz nett war. Trotzdem freuten sich auch Michael (Platz 1 im D-Finale) und Andre (Platz 2 im C-Finale) über die „Frühstücksbrettchen“.

Platzierungen Gesamt:
Max Kempchen P 10
Dirk Kirchwehm P 17
Andre Kuchenbecker P 26
Thomas Wiescholek P 34
Michael Kempchen P 37
Thomas Sonderbrink P 61

Erkenntnis Tag 3:
Sehr schöne Strecke, Franzosen sind ein seltsames Völkchen.

Fazit:
Reims ist für RC-Car Piloten immer eine Reise wert. Trotz mancher Verwirrung eine super Veranstaltung auf einer tollen Strecke. Vielen herzlichen Dank an den EMC Reims und an Guillaume Vray von GVP-racing, der diese Veranstaltung mit Unterstützung von Mugen Seiki Europe erst möglich gemacht hat. Und natürlich einen Riesendank an RMV Deutschland, vor allem für die passenden Reifen, und zu guter Letzt Dank an die sehr angenehme Reisegesellschaft. Jungs hat Spaß gemacht mit Euch.

Quelle …
Rennbericht: Max und Michael Kempchen
Rennbilder: Michael Kempchen, Dirk Drechsler
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

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07.06.2016 von admin Zurück

2 Kommentare

  1. Schade nur, dass der Regen den Rennverlauf an allen drei Tagen so stark beeinträchtigt hat. Die Strecke, wenn es trocken ist, der absolute OBERHAMMER


    Daniel Reckward



  2. Richtig trocken war die Strecke leider nie. Irgendwie hatte die immer die Konsistenz von nasser bis feuchter Knete. Trotzdem war es die Reise wert. Aber abschließend bleibt zu sagen das wir mit dem Wetter reichlich Glück gehabt haben wenn man sich mal das restliche Geschehen in Deutschland und Europa ansieht.. Da war es in Reims schon recht trocken


    Thomas Sonderbrink



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