12.Jul

Nachlese zur Europameisterschaft-A 1:8 OR in Redovan, Spanien

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Eine spannende und ereignisreiche EM-A 1:8 Offroad liegt hinter uns und viele von euch haben sicherlich die Berichterstattung auf Portalen wie RED RC oder Neobuggy, sowie das Livetiming interessiert verfolgt. Nach dem Finale am späten Samstagabend konnte ich bereits einigen Fahrern telefonisch meine Glückwunsch zu ihren guten Leistungen übermitteln. Ich wäre wirklich unglaublich gerne selbst auf dieser bombastischen Rennstrecke gefahren, doch die aktuelle Arbeitssituation in der Firma hat es einfach nicht zugelassen, dass ich nach Spanien reisen und bei dieser EM an den Start gehen konnte. Mit etwas Wehmut habe ich die Ereignisse daher aus der Ferne verfolgen müssen und habe mich dabei gleichzeitig um ein für RMV sehr wichtiges Zukunftsprojekt gekümmert, über das wir euch in Kürze informieren werden.

Der Ausgang der EM-A ist sicherlich den meisten bekannt: Der britische Ausnahmefahrer Elliot Boots konnte sich souverän den Titel sichern und vertraute dabei auf einen REDS R7E Evoke 3.0 Motor incl. EFRA 2104 Auspuffanlage mit kurzem „S“ Krümmer. Dieser Umstand und nicht zuletzt auch die Tatsache, dass dies bereits der zweite Titel in Folge für den noch recht jungen italienischen Motorenhersteller ist, zeigt klar, dass sich diese Motoren in verschiedener Hinsicht auf allerhöchstem Niveau bewegen. Elliot verwendete darüber hinaus in seinem Kyosho MP9 auch die einstellbare REDS Quattro Rennkupplung. Unabhängig vom Titelgewinn durch Elliot Boots scheinen REDS Motoren im Offroad-Bereich stetig an Bedeutung zu gewinnen, was insbesondere beim Blick auf die Materialstatistik deutlich wird. Mit einem hervorragenden dritten Platz haben sich die italienischen Triebwerke mittlerweile einen festen Platz an der Spitze erarbeitet. Mein Bruder Matthias, Reiner Seelen, Michael „Bazi“ Stamnitz und ich sind natürlich überglücklich über den zweiten EM Titel in Folge und dieses Ergebnis ist eine weitere Erklärung dafür, weshalb auch hierzulande so viele Siege mit diesen Motoren eingefahren werden.

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Wir bei RMV haben die gesamte Woche über dem deutschen Team die Daumen gedrückt, was bei dem einen oder anderen offenbar durchaus die gewünschte Wirkung gezeigt hat. In diesem Zusammenhang fällt mir spontan Jörn Neumann mit seinem Serpent SRX8 ein, der nach den Vorläufen einen hervorragenden 9 Platz belegte und mit etwas Pech im Halbfinale stecken bleib und am Ende mit einem undankbareren 13.Platz in der Gesamtwertung zufrieden sein musste. Große Freude habe ich für den deutschen Youngster Burak Kilic und seinen Vater Apo, der ihn als Mechaniker unterstützt, empfunden, als er das Finale der U17-Fahrer gewinnen konnte. Auch er hatte im Halbfinale leider etwas Pech und verfehlte einen Aufstiegsplatz ins Finale denkbar knapp. Sein starker Auftritt bei der EM zeigt aber, dass er auf dem richtigen Weg ist und ich freue mich schon auf heiße Duelle mit ihm bei den anstehenden Deutschen Meisterschaften.

Das 45-minütige Finale dieser EM geriet zu einem wahren Krimi und die Tatsache, dass hier insgesamt fünf Mugen MBX-7R am Start waren, zeigt eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit dieses extrem schnellen Nitro-Buggys. Mugen Seiki war darüber hinaus der am stärksten vertretene Hersteller bei dieser EM, was als weiteres Indiz für die Qualitäten der Fahrzeuge des japanischen Premiumherstellers gewertet werden kann.

Auch bei dieser EM gab es einige Verlierer, denen trotz guter Leistungen das nötige Glück fehlte. Robert Battle und David Ronnefalk hätten es sicherlich aufs Podest schaffen können, doch beide sind kurz vor Ende des Finales leider mit technischem Defekt ausgefallen. Ich hätte beiden Fahrern den Titel gegönnt, doch der Rennsport hat seine eigenen Gesetze und ist manchmal brutal hart. Umso mehr musste ich schmunzeln, dass es mein Freund und langjähriger Teamkollege Yannick Aigoin aus Frankreich es bis auf P2 und damit zum Vizetitel gebracht hat, womit er eindrucksvoll belegt, dass man auch mit knapp 40 Jahren immer noch auf allerhöchstem Niveau fahren kann. Dieser Leistung gebührt allerhöchster Respekt.

Den vielen positiven Rückmeldungen, welche ich erhalten habe, entnehme ich, dass diese EM hervorragend organisiert und der Ablauf jederzeit reibungslos war. Insbesondere die Strecke und die Arbeit des spanischen EFRA-Delegierten Carlos Gomez wurden als durchweg überragend bewertet. In der Folge wurde RC-Car Sport auf höchstem Niveau geboten.

RMV Deutschland gratuliert dem Sieger Elliot Boots und seinem starken Team, welches maßgeblich zu seinem Erfolg beigetragen hat: Tanker/Mechaniker Mike Cradock, Mario und Federica Rossi von Reds Racing und natürlich Bittydesign mit Stefano Rabitti – You’re a winning combination!

Quelle …
Bericht: Daniel Reckward
Bilder: RED RC | Eoghain O’Briain
Video: RC RACING TV | EFRA
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

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12.07.2016 von admin Zurück

Kommentare

  1. Letztes Jahr war im beim zuschauen in Sacile in Italien. Unglaublich was die Fahrer, Motoren und Autos leisten. Eliott mit dem Reds zum ersten EM Titel gefahren und Ongaro mit dem Mugen extrem schnell. Dieses Jahr den Livestream gesehen. Die große Hoffnung ist jetzt das Jörn mit seinem Serpent bei der Elo EM richtig abräumt


    Holger Wolf



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