21.Jul

EFRA Europameisterschaft-A VG8 aus der Sicht von Michael Salven

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Nachdem ich 3 Tage über die Europameisterschaft-A in Eskilstuna nachdenken konnte, bin ich mittlerweile so weit, dass ich den Frust wegen der Resultate hinter mir lassen kann und die positiven Dinge sehe. Die Strecke in Schweden ist sehr speziell. Rundenzeiten zwischen 26 und 27 Sekunden sind sicher nicht normal. Ich hatte am Anfang grosse Probleme, die Strecke zu lernen, aber das war später dann okay. Das regnerische Wetter am Anfang hat da sicher nicht geholfen.

Wir vom Team Serpent hatten für dieses Rennen neue Teile für die Viper 977 dabei. Eine neue, durch Merlin Depta initierte Hinterachse mit neuer Geometrie wurde von allen Fahrern benutzt. Obwohl auf dieser Strecke vorallem der Motor entscheidend war, hatten wir hierdurch eine bessere Traktion und auch eine bessere “Rotation” in den Haarnadelkurven. Neue „Leichtlauf“ Riemenräder halfen den Motoren noch ein bisschen auf die Sprünge. Für mich war es eine riesen Aufgabe, um gleichzeitig die Strecke zu lernen, als auch ein brauchbares Setup zu finden. Glücklicherweise war Anthony Abisset von Anfang an super schnell und war immer unter den ersten 3-5 Plätzen. So war es fast selbstverständlich, um sein Setup zu übernehmen. Komischerweise haben wir alle im Team Serpent relativ normale Übersetzungen im Viper 977 benutzt. Natürlich haben wir anfangs auch einen längeren zweiten Gang versucht, aber hierdurch liess sich der Topspeed nicht steigern. Nur im Infield war man hiermit langsamer unterwegs.

Mein Qualifying war ein Mix aus kleinen Fehlern und Pech. Meine zweitbesten Läufe (13 und 14, beidesmal mit Fehlern) brachten mir den undankbaren 17ten Platz ein und damit Platz 1 im ¼ Finale. Auch im ¼ Finale waren Niklas Johansson, Viktor Wilck, Mikael Fransson, Tamás Sági, Per-Ola Hard und Phillip Sting. Merlin Depta and Anthony Abisset waren direkt im Halbfinale. Mein Viertelfinale fing schlecht an. Ich hatte sowohl bei der Kupplung als auch am Getriebe den Spalt neu eingestellt. Dadurch waren beide sehr viel zu früh. Meine pitcrew konnte die Kupplung noch schnell einstellen, aber für das Getriebe fehlte die Zeit. Ich hatte auch noch die Übersetzung des 2ten Gangs länger gemacht um ein Überdrehen des Motors am Ende des Finales mit kleinen Reifen zu vermeiden. Ich musste hierdurch während des Finales in den schnellen Kurven immer vom Gas um dafür zu sorgen dass der Motor nicht im langen 2ten Gang hängen bleibt und dadurch viel zu langsam wäre. Dann fand ich mich beim Verlassen der Boxengasse nach meinem ersten Tankstop plötzlich innen neben Mikael Fransson. Als dieser wieder zurück auf die Ideallinie wollte berührten wir uns und er fand sich auf dem Dach wieder. Er verlor recht viel Zeit und ihm fehlte am Ende nur 1 Sekunde um ins Halb aufzusteigen. Ich bekam eine stop and go Strafe, aber trotz aller Probleme blieb ich auf dem dritten Rang und wäre damit aufgestiegen. Dann hatte mein Motor 1 Minute vor Schluss genug und die Kerze brach. Ich war so enttäuscht, vor Allem weil ich auch Mikaels Rennen zerstört hatte. Vom Viertelfinale stiegen nur Viktor Wilck und Niklas Johansson auf, beide fuhren ein starkes Rennen.

Danach starteten die Halbfinale. Niklas fuhr stark und lag schnell auf dem 4ten Pllatz. Dann blieb er in der Tankrunde ohne Sprit liegen. Merlins Motor ging kaputt und Viktor hatte nie genug Power. Also blieb nur Anthony. Er fuhr stark und lag schnell auf dem dritten Platz. Dann brach in der Tankrunde seines 2ten Tankstops die Kerze. Wir wissen immer noch nicht ob der Tank vielleicht leer war. Aber auf dieser Bahn ist es unmöglich eine verlorene Runde wieder gut zu machen. Also hatten wir kein Auto im Finale. Es ist sehr schade, weil wir das beste Auto seit langer Zeit hatten, aber mit verschiedenen Motorproblemen zu kämpfen hatten. Ich muss zugeben, dass die Strecke sehr wahrscheinlich dazu beigetragen hat. Aber gleichzeitig habe ich selten so viel Spass gehabt, um eine Strecke einfach nur zu befahren.

Auch Piero Torregiani von Contact RC Tyres und der schwedische Club haben tolle Arbeit geleistet. Ich bin sicher ihr habt alle die Videos gesehen wo versucht wurde die Strecke zu trocknen. Es ist sehr schade, dass nicht mehr Fahrer an dieser EM teilgenommen haben. Aber das scheint leider immer dann der Fall zu sein, wenn die EM weit ausserhalb von Zentraleuropa stattfindet. Alles in allem bin ich sehr zuversichtlich. Unser Auto hat super funktioniert und unsere Zeit wird kommen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um Robin D’Hondt zum EM-Titel zu gratulieren und dem RMV-Teamfahrer Toni Gruber zu P2, Daniele Ielasi P3 und Simon Kurzbuch P4 für die fantastischen letzten Minuten.

Quelle …
Rennbericht: Michael Salven
Rennbilder: Serpent, Jill Salven
Video: EFRA | RC RACING TV
Veranstaltungsort: 1/8th Track in Eskilstuna, Sweden
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

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21.07.2016 von admin Zurück

3 Kommentare

  1. Hallo Zusammen, Glückwunsch an Toni Gruber mit P2 und dem ganzen Team wie jetzt auch Mechaniker, das halt dahinter steckt und sich so für ihn einsetzt. Michael Salven dir gebührt unser Dank für diese tollen Eindrücke zur EM-A. Kopf hoch, beim nächsten Rennen wird alles besser! Eine sehr gute Entscheidung der EFRA war auch, Contact RC Tyres Handout als Bulk fertiggeschliffenen mit ausreichend Grip und Lebensdauer den Fahrern auszuhändigen. Zu guter Letzt gebührt natürlich dem neuen Champion Robin D’Hondt aus Belgien meine herzlichsten Glückwünsche zum Sieg, das war Motorsport vom Feinsten.


    Matthias Reckward



  2. Respekt und Hochachtung Toni Gruber das erste Jahr im Contact/RMV-Team und gleich sooo erfolgreich bei der Europameisterschaft!


    Daniel Reckward



  3. Glückwunsch


    Rainer Wiesweg



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