17.Jan

The Italian Job Indoor-Rennen OR8 aus der Sicht von Markus Flaig

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Am Mittwoch, den 04.01.2017 machten wir uns mit der gesamten Ausrüstung im Gepäck auf den Weg nach Italien. Wir sind: Thomas Schrum, Mike Schöning und meine Wenigkeit, Markus Flaig. Zum Team Nord gehören noch Torsten von Hacht und Frank Bhattacharyya die beide leider nicht mitkommen konnten. Für uns sollte es das erste Rennen für das RMV Team werden. Wir waren alle hochmotiviert und konnten es kaum abwarten endlich unser neues Equipment auszuprobieren. Wir fahren alle das komplette RMV Paket mit Mugen, Reds, Futaba oder Power HD, Tycoon, AKA, Bittydesign und natürlich Reckward-Tuning. Besonders die Motoren waren für uns neu und wir waren gespannt wie sich die neuen Triebwerke machen werden. Thomas Schrum hatte dabei einen R5T Team Edition und ich einen R5 Racer V3.0 verbaut. Wir wollten bei diesem ersten Test feststellen, welcher Motor für uns der richtige ist, dazu später mehr.

Leider war es dieses Jahr beim Italien Job Race nicht wie sonst möglich, am Donnerstag bereits ab den frühen Morgenstunden im freien Training zu fahren, die Strecke blieb aus unbekannten Gründen für den Rennbetrieb bis 14:30 Uhr geschlossen – danach startete für uns das Gruppentraining in der Sport Klasse.

Bei sonnigem Wetter und 10°C war die Stimmung spitze, der Veranstalter hat eine hervorragend präparierte Rennstrecke geboten, die sich als sehr flüssig zu fahren herausstellte. Ein Setup war für unsere Fahrzeuge dank Daniel Reckward, der uns vorab eines vom Robert Battle gemailt hatte, recht schnell gefunden und so absolvierten wir unsere zwei Trainingsläufe des Tages und waren bester Dinge. Mit dem Mugen MBX-7R fühlten wir uns sofort wie zuhause. Der R5T Team Edition von Thomas Schrum lief nach kurzer Anpassung an die Temperaturen sofort, ein wirklich tolles Triebwerk. Mit meinem Reds R5 Racer hatte ich zuerst Schwierigkeiten, der Motor litt an einer unregelmäßigen Leistungsentfaltung welche ich nicht korrigieren konnte. Wir entschlossen uns die Familie Rossi von Reds Racing anzusprechen und wurden sofort hervorragend unterstützt. Marco Rossi nahm sich meinem Motor an und es stellte sich heraus, dass ich mit einer originalen Reds T5C Kerze anstelle einer Ninja P3 Kerze fahren sollte, nach weiteren Einstellungen waren alle Probleme am Motor behoben und das kleine Kraftwerk konnte auf ganzer Ebene überzeugen. Zum Abschluss des Rennens bestand Marco darauf meinen Motor zu warten, er nahm ihn vor Ort vollständig auseinander und unterzog ihn einer ausführlichen Prüfung und gab uns eine tiefe Einführung in die Konstruktions-Philosophie von Reds Racing. Großes Kompliment und vielen Dank an dieser Stelle für den ganz hervorragenden Service den wir erhalten haben! Unsere Entscheidung für die Saison 2017 steht damit fest, wir werden alle den R5R V3.0 fahren. Da passt die aktuelle und für das ganze Jahr 2017 angekündigte Aktion von RMV, bei der dieser tolle Motor für einen unglaublichen Kombo-Preis angeboten wird.

Tag zwei begann früh – bereits um 08:00 Uhr begannen die ersten Trainings und wir fanden uns im Fahrerlager ein, über Nacht hatte es merklich abgekühlt und nun rächte es sich, dass wir unsere Reifen nicht mit Griffmittel präpariert hatten. Der AKA Impact konnte auch in Ultrasoft nicht annähernd genug Griff aufbauen um mit den geschmierten Reifen der Konkurrenz mithalten zu können. Mentale Notiz an uns selbst: Reifen schmieren beim nächsten Mal.

Tag drei hielt gleich eine Überraschung bereit, über Nacht hatte es sich auf -8°C abgekühlt und ein Mitarbeiter des IBR Padova begann gegen 6 Uhr die Strecke zu wässern – wir hätten Schlittschuhe einpacken sollen! Nach einem harten Arbeitseinsatz mit Gasbrennern und Sägespänen konnten die Vorläufe mit zwei Stunden Verspätung weitergehen. Kompliment an das Team von IBR Padua, wir hatten ernste Zweifel ob die Strecke überhaupt befahrbar sein würde.

Wir hatten uns für das Rennen keine besonderen Ziele gesetzt, da für uns das Kennenlernen des neuen Equipments im Vordergrund statt. Wir sind aber mit etwas Abstand betrachtet alle sehr gut klar gekommen und mit unserer Leistung zufrieden. Thomas Schrum verpasste das 1/8 Finale um einen Platz und startete somit von Platz 1 im 1/16 Finale. Leider konnte er diesen Platz und somit den Aufstieg in das 1/8 nicht halten. Der Druck und die Fahrweise unserer italienischen Freunde ist doch sehr hart, daran muss man sich erst gewöhnen. Für Mike Schöning und mich lief es nicht ganz so gut, wir hatten ernste Schwierigkeiten mit Streckenverhältnissen und starteten im 1/32. Das übrige Fahrerfeld war sehr stark, es waren auch in der Hobbyklasse hervorragende Fahrer unterwegs, weshalb wir den Einzug nicht mehr ins 1/16 Finale geschafft haben.

Trotz des relativ frühen Ausscheidens konnten wir viel Erfahrung sammeln und hatten eine tolle Zeit in Padova. Unser neues Material ist auf ganzer Linie super und wir freuen uns auf eine tolle Saison 2017 mit RMV. Dank an Matthias und Daniel Reckward. Wir werden nächstes Jahr mit Sicherheit wieder nach Padova in Italien fahren.

Quelle …
Rennbericht: Markus Flaig
Veranstaltungsort: Indoorstrecke Padova, Italien
Bilder: Markus Flaig, Thomas Schrum
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

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17.01.2017 von admin Zurück

Kommentare

  1. Echt toller Bericht LG Holger


    Holger wolf



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