08.Mrz

Internationales Hallenrennen OR8 im schweizerischen Bütschwil 2017

1

Darf es noch ein bisschen mehr sein! Vergangenes Wochenende fand in der Reithalle Bütschwil, Schweiz der schon legendäre Indoor GP statt. Man muss sich das so vorstellen. Irgendwo ausserhalb am Rande eines Industriegebietes steht diese Reithalle in der das ganze Jahr etliche Pferde trainiert werden. Im Hintergrund sattes Wiesengrün und die Berge noch vom Schnee bedeckt. Idyllisch das Ganze. Und dann kommen an den selben Ort einmal im Jahr rund 100 OR8 „Verrückte“ und teils hochkarätige Fahrer und sorgen für erstklassige RC/Car-Action und den einen oder anderen ganz ungläubig rein schauenden Besucher.

Wir, also mein Sohemann Tom und ich waren dieses Jahr das 3. Mal am Start. Und es war diesmal der absolute Knaller was der BC Hornets auf die Beine gestellt hat. Ein Streckenlayout mit Sprungkombinationen, Ecktable einer Treppe und einem Übersprung wie man es sich von manch einer permanenten Strecke wünscht. Dazu eine speziell für das Rennen aufgebauten Boxengasse in passender Höhe. Perfekt! Und das alles an einem einzigen Freitag. Schon alleine dem Fahrer des Minibaggers zu zuschauen wie der den Naturboden hin und her bewegt bis der darunter liegende Rasengitter zum Vorschein kommt und so Stück für Stück eine Strecke gestaltet ist schon beeindruckend.

Für den Freitag stand ein freies Training und ein gezeitetes Training auf dem Program. Anschließend wurden 4 Vorläufe von denen 3 gewertet wurden gefahren. Also viel experimentieren war nicht drin in der kurzen Zeit. Dazu kam dass die Strecke zu Beginn erfahrungsgemäß sehr rutschig ist und dann später im Laufe der Zeit an Grip deutlich zunimmt. Wir hatten unseren Mugen MBX7R daher das gut funktionierende Set Up aus Padova verpasst wo der Belag auch hart, teilweise rutschig und die Strecke eher eben ist. Als Motor wählten wir den REDS R5 Team Edition V5.0 der für viel Schub von unten heraus für die Sprünge direkt aus Kurven sorgten. Bei den Reifen kam der AKA Moto in Supersoft zum Einsatz.

Nach dem Training fanden wir uns dann auf Platz 18 und damit in der zweitschnellsten Gruppe wieder. Auf die Top 10 fehlten uns zu diesem Zeitpunkt rund 0,5 Sekunden / Runde. Im Lauf der Vorläufe konnten wir dann unseren Speed immer weiter steigern und gut das Tempo mit den Top Fahrern mitgehen. Bei dem engen Kurs bleibt es nicht aus, dass man manchmal etwas im Verkehr hängen bleibt so dass wir uns nach den Vorläufen auf Platz 1 im ¼ Finale A wiedergefunden haben.

Der Finaltag begann somit für uns erst nach dem Mittag. Genügend Zeit das Auto nochmals vorzubereiten und die letzten Setup Feinheiten heraus zu holen. Als weitere Herausforderung stand auf dem Programm an die 10 Minuten Fahrzeit heranzukommen um in den 20 minütigen Finalläufen nur einmal tanken zu müssen. Letzteres gelang uns leider (noch) nicht. Zu neu war der REDS R5 Team Edition V5.0 und noch zu wenig Liter hatte das gute Stück hinter sich gebracht.

In unserem ¼ Finale konnten wir dann mit gut einer Runde Vorsprung vor dem Rest des Feldes driekt hinter unserem Rennfreund aus dem Süden (Tim Kraus) auf Platz 2 beenden. Jawohl Halbfinale erreicht und die Chance in das Finale einzuziehen. Im ½ Finale ging es auf Platz 10 für uns los. Und auch nach den ersten 10 Runden waren noch alle Fahrer dicht bei einander. Nur Patrick Hofer der amtierende Schweizer Meister auf Platz 1 und Aaron Münster auf Platz 2 liegend konnte etwas enteilen. Der Rest lag direkt beianander. Und auch für uns ging es knapp her von Platz 5 bis Platz 8 – irgendwo dazwischen bewegten wir uns. Je nach dem wann getankt wurde. Und da wurde richtig gezockt. Durch unsere 2 Stopp Strategie lagen wir dann 2 Minuten vor Schluss noch immer auf Platz 7. Der Abstand zu den vor uns fahrenden Plätzen 4-6 nur rund 4-5 Sekunden. Vor der letzten Runde gelang es uns dann nochmals bis auf rund 1 Sekunde heran zu fahren. Alles musste sich also in der letzten Überzeitrunde entscheiden. Direkt hinter dem 5. und 6. Platzierten ging es dann das letzte Ecktabel hinauf. Nur noch runter vom Table, Vollgas und hoffen, dass wir einen Tick schneller über die Schleife fahren können. Auf dem Ecktable dann Motor aus, und unser Mugen rollte dann noch mit letzter Kraft über die Ziellinie, Platz 7.

Was war passiert? Wir hatten uns dazu entschlossen den zweiten Tankstop etwas früher einzulegen um damit etwas aus dem Tumult heraus zu kommen und mehr freie Fahrt zu haben. Durch die vielen Abgase und den schlechten Sauerstoffgehalt ist aber im Laufe des Finals unser Spritverbrauch derart angestiegen so dass uns schlichtweg am Ende 10 Meter vor dem Ziel einfach mal der Sprit ausgegangen ist. Und das nach rund 9 Minuten.

Schade wir hatten den Speed und es gab grossen Hoffnung dass wir es mit dieser Taktik hätten schaffen können. So ist das manchmal – eimal klappt es eben und das andere mal nicht. Im ½ B hätte unsere Zeit für einen Aufstieg gereicht. So blieb am Ende der 13 Gesamtplatz – unser bislang bestes Ergebnis in Bütschwil.

Das 45 minütige Finale war super spannend. Zwar konnte auch hier Patrick Hofer nach rund 10 Minuten seinen Abstand deutlich vergrössern aber auf den Plätzen 2-4 ging es noch hoch her. Mit dabei unser Mugen Teamkollege aus der Schweiz Christoph Affolter der mit Luca Rau und Aaron Münster um das Podest kämpfte. Leider erreilte unserem Vereinskollegen Luca Rau rund 7 Minuten vor dem Ende im direkten Zweikampf mit Aaron ein Motor aus so dass sich Christoph den 3. Platz schnappen konnte. Glückwunsch an Patrick, Aaron und Christoph zu den Podestplatzierungen. Kopf hoch Luci, das nächste mal klappt es wieder. Übrigens auch Christoph war mit Mugen und REDS Power unterwegs. Er setzte einen MBX-7R mit R7 Evoke V3.0 aus dem Vorjahr ein.

Also alles in allem ein super Rennen bei den Hornets aus der Schweiz. Nochmals vielen Dank an Euch – es war wieder eine Top Veranstaltung an der alles bestens organisiert war. Vielen Dank auch an RMV Deutschland für die rasche Paketzstellung kurz vor dem Rennen unser AKA Reifen und natürlich gutem Setup Support. Unser RMV Rennpaket aus Mugen, Reds und AKA hat perfekt funktioniert und war absolut finalwürdig.

Quelle …
Rennbericht: Daniel Sommer
Rennbilder: Fabian Luca Widmer / Daniel Sommer
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

{lang: 'de'}
08.03.2017 von admin Zurück

Kommentare

  1. Bis jetzt haben wir nur Gutes über die Veranstaltung gehört.


    Daniel Reckward



Hinterlasse einen Kommentar

 

    Fan Page