26.Apr

The NEO 1/8 Buggy Indoor Worlds aus der Sicht des RMV Rennteams

2

Es war mal wieder soweit – Ostern vor der Türe und damit auch die 17. Auflage des NEO Race. Für uns jetzt auch schon die dritte Teilnahme an diesem legendären Rennen an der Harper Adams Universität in Newport England, oberhalb von Birmingham. An der Uni selbst können verschiedende Berufsfelder rund um die Landwirtschaft studiert werden. Und so gibt es auch einen größeren Hallenkomplex der auf der einen Seite ganzjährig mit einem Lehmboden bestückt ist und auf der anderen Seite mit landwirtschaftlichen Maschinen. Wofür das Ganze? Hier lernen die Studenten normalerweise Fahrzeuge und Geräte wie z.B. einen Pflug richtig in der Landwirtschaft einzusetzen.

Bis auf die Zeit vom 14. bis 17. April 2017 – da kommen die Jungs und Mädels vom englischen DXR Racing Team, befreien die eine Seite der Halle von den Geräten, um dort ein Fahrerlager zu errichten und auf der anderen Seite nehmen Sie den dortigen Lehmboden und modelieren eine OR8 Strecke der Extraklasse. Das mit Fahrerstand, Boxengasse, Zeitnahme und Türme für die Kameramänner von RC Racing TV, die das ganze dann Live übertragen. Der absolute Wahnsinn.

Im Laufe des Donnerstags treffen dann so langsam die Fahrer und Rennteams aus der ganzen Welt ein – ja aus der ganzen Welt – diese Veranstaltung hat WM Niveau. Ob der Weltmeister David Ronnefalk oder der Weltranglistenerste Ryan Maifield, ob die Legende Ryan Cavalieri, Jared Tebo und Ryan Lutz, die Youngster Spencer Rivkin und Davide Ongaro usw. usw. alle machen sich auf den Weg nach Newport für dieses Megarennen. Insgesamt sind es 270 Fahrer in der Nitro Klasse und 74 in der OR8 Elektro Klasse die schlussendlich teilnehmen. Bewerber auf dieses Rennen gibt es weit mehr. Dank Mugen Seiki Europe gab es für das gesamte RMV/Mugen-Team eine Platzreservierung, so dass wir auch alle zusammen sitzen konnten. Mit dabei Jan und Ralf Sievert, Thomas, Jürgen und Laurin Czypulowski sowie Tom und ich. Um uns herum Robert Battle, Juan Carlos Cansas, Ryan Maifield, Cole Odgen – coole Sache mit den Superstars zusammen – hier waren wir also genau richtig. Direkt hinter uns das Team von Serpent Model Racing angeführt von Jörn Neumann, sowie weiteren Herstellern aus der Szene. Das alleine ist schon ein sehr schönes Bild.

Am Freitag standen 4 Trainingsläufe auf dem Program aus deren Ergebnis dann auch die Gruppeneinteilung für die Vorläufe erstellt wird. Also schnell auf die Strecke einschießen und möglichst schon nach den ersten 2 Läufen das Set up zusammen haben war die Devise. Und es war ein tolles Miteinander im Mugen Team. Und dabei spielte keine Rolle woher Du kommst oder wieviele Titel Du schon errungen hattest. Egal ob der Mechaniker von Juan und Robert oder Robert Battle und Ryan Maifield selbst. Alle standen uns mit Rat und Tat zur Seite und auch wir untereinander teilten laufend unsere Erfahrungen und Erkenntnisse aus. So dass am Freitag Abend alle mit dem erreichten voll auf zufrieden waren und unser MBX7 bestens für die Vorläufe präpariert war. Bei den Reifen viel die Wahl auf die AKA Typo in Clay die 99% aller AKA Fahrer einsetzten. Beim Set Up gab es je Fahrstiel etwas unterschiedliche Ansätze. Jedoch setzen nahezu alle Fahrer auf die neuen Mugen HT Diffs und fuhren eine verhältnismäßige flache Dämpferposition an Vorder- und Hinterachse.

Am Samstag wurden dann die ersten 3 von insgesamt 5 Vorläufen gefahren. Zusätzlich Stand am Samstag Abend von das Dash for Cash und ein U17 Finale auf dem Program. Die Vorläufe liefen gut – wirklich gut. Was bedeutet, dass Tom und Jan dicht bei einander um Platz 75 sich wieder fanden. Laurin hatte etwas Pech und lag noch um Platz 120. Wie gesagt – wir reden hier von 270 Top Fahern in der Nitro Klassen. Im letzten Vorlauf am Sonntag Vormittag haute Jan nochmals so richtig einen raus. Und beim Neo sind 5 Sekunden gleich mal 10-15 Plätze. Für die Finalläufe bedeutete dies 1/16 Finale für Jan, 1/32 Finale für Tom und 1/64 Finale für Laurin der ebenfalls im letzten Vorlauf nochmals gut Punkten konnte. Laurin und Tom die auch in der Elo Klasse einen der begehrtenm Startplätze erhielten qualifizierten sich zudem in der Elo Klasse für das 1/8 Finale.

Das erste Finale der Superstars war das Dash for Cask am Samstag Abend. Hier starten die Top 15 in umgekehrter Reihenfolge. Also Spannung war vorprogrammiert. Und es war der Wahnsinn was die Jungs da ablieferten. Schaut Euch selbst die Videos unter Neo Buggy an. Der absolute Knaller. Für uns ging es am Sontag zusammen mit Laurin im 1/8 Elo an den Start. Leider lief der Lauf für beide nicht sehr gut. Tom kam aus den Einführungsrunden mit einem wackelten Vorderrad zurück – Mitnehmer Gewinde defekt. Zwar konnten wir Dank Jan Sieverts schneller Hilfe den Mitnehmer innerhalb von 2 Minuten tauschen allerdings wurde der Start trotz unserer Bitte nicht verschoben und gemäß Zeitplan pünktlich gestartet. Wir gingen also mit fast 2 Runden Rückstand in unser Finale. Auch Laurin erwischte es bitter – vor dem Kicker bekam er von einem anderen Fahrzeug einen schlag auf die Hinterachse so dass die hintere Schwinge bracht und er bereits in der zweiten Runde seinen Mugen abstellen musste. Tom dagegen konnte sich zwar gegenüber dem einen und anderen Mitkonkurenten zurück überrunden. Jedoch war der Rückstand auf die Aufstiegspläze viel zu groß so das er zumindest seine persönlich schnellste Rennrunde mitnehmen konnte.

Ostermontag ist beim Neo Buggy bekanntlich Finaltag. Die sogenannten „Lower Finals“ werden zwar am Sonntagabend schon gefahren, aber Dank der tollen Vorlaufleistungen unserer Jungs durften wir mit den Top Fahrern am Montag ran. Alles war rausgeputzt. Alle Autos nochmals auf Vordermann gebracht. Jeder polierte nochmals seinen Buggy, packte die neue Karo drauf und brachte die letzten Sponsorensticker an. Und auch das DXR Team sorgte nochmals für ein Highlight. Gridgirls gingen durch die Reihen und brachten sich für die begehrten Erinnerungsfotos in Position. Es ist wirklich so.

Der „Final Monday“ ist was ganz besonderes beim Neo Buggy. Als erstes ging es für Laurin im 64tel an Start. Er war hier der Favorit. Schließlich ging es für ihn von 1 an den Start. Und Laurin wurde seiner Rolle gerecht. Souverän absolvierte er sein Finale und stieg ins 32tel zu Tom auf. Auch im 32tel zeigt beide Youngsters was Sie bislang gelernt haben. Toll zu sehen wie die beiden bereits heute auf internationalem Parkett unterwegs sind. Vom Start ging es für beide in Richtung Aufstiegsplätze. Laurin auf einer 10 Minuten Strategie unterwegs während Tom bereits nach 8 Minuten einen Tankstop einlegte. Nach dem Tankstop und einem harten Aufschlag nach einem Sprung plötzlich Motor aus bei Laurin. Für Tom ging es in der Zwischenzeit weiter nach vorne und er lag nur noch 7 Sekunden hinter dem 5. und 9 Sekunden hinter dem 4. Platzierten zurück. Am Ende reichte es auch für Ihn nicht ganz zum Aufstieg ins 1/16 Finale. Die Nachbetrachtung nach dem Lauf ergab dann, dass es genau der zweite Tankstopp war der den Aufstieg verhinderte. Also Merkzettel für das nächste Jahr – unbedingt auf 10 Minuten Fahrzeit gehen.

Zur Mittagszeit stand zunächste noch das Elektro Finale der Pros auf dem Program. Einer der Favoriten unser Mugen Frontman Ryan Maifield. Leider löste sich sein Regler bereits in den Einführungsrunden in Rauch auf, so dass für Ihn das Finale dann auch schnell vorbei war! Echt schade. Robert Battle konnte hier den 13. Platz einfahren. Der Sieg ging an Ty Tessman vor Davide Ongaro und Darren Bloomfield.

Anschließend ging es für Jan in sein 1/16 Finale. Die Strategie war klar – 10 Minuten = 1 Tankstop und so sich ins 1/8 einziehen. Vom Start weg lief es zunächst sehr gut für Jan bis ein etwas übermütiger Mitstreiter meinte Jan unsanft aus dem Weg zu räumen. Von ganz hinten ging es dann das Feld aufzuholen und auch zeigte so wie zuvor Tom und Laurin im Finale seine beste Leistung. Runde für Runde holte auch er den Rückstand wieder auf und fuhr am Ende bis auf Platz 6 vor. Ohne den Crash wäre Jan sicher aufgestiegen aber auch so waren das Vater / Sohn Gespann mächtig stolz auf die Leistung – zu recht.

Wir waren also nur noch Zuschauer beim Neo 17 aber selbst das ist schon grossartig. Spannende Finalläufe mit RC Buggy Sport auf Weltklasseniveau wurde geboten und selbst das Nitro Finale setzte dem ganzen nochmals einen oben drauf. Davide Ongaro zeigte den Pros wo der Hammer hängt und fuhr ein fulminantes Finale. Ryan Maifield wurde 4ter und Robert Battle holte einen guten 8. Platz mit leichten Funkstörungen wie er selbst am Ende kommentierte. Ebenfalls ganz hervorragend unterwegs unser Jörn Neumann der ein tolles Finale fuhr und als bester deutscher Fahrer einen 6. Platz mit seinem Serpent erreichte – Glückwunsch Jörn.

Was für ein Mega Wochenende – mit den Superstars der Szene auf Du und Du – gemeinsam Schrauben, an der Strecke mitfiebern und sich austauschen. Wir werden lange von den Erinnerungen zehren können und vieles an Erfahrung auf unsere nationalen Rennen mitnehmen. Und wir alle haben unsere im Vorfeld gesteckten Ziele erreicht – was will am mehr.
Glückwunsch an die vielen anderen Fahrer aus dem deutschen Team für die tolle Leistung. Es würde diesen Bericht sprengen auf jeden einzelnen nochmals einzugehen. Glückwunsch auch an alle Gewinner.

Herzlichen Dank an die Sieverts, Czypulowskis, Hans Jörg Stadler, Nils Behring, Max Kempchen, Jörn Neumann, Markus Dirks, Robert Battle, Carlos Cansas, Ryan Maifield, Marco und Federica Rossi von REDS Racing, Mugen Seiki Europe, DXR und RMV Deutschland für den Support vor dem Rennen, im Fahrerlager, an der Strecke und in der Box.

Quelle …
Rennbericht: Daniel Sommer
Rennvideos: RC Racing TV
Rennbilder: Neobuggy, D. Sommer
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

{lang: 'de'}
26.04.2017 von admin Zurück

2 Kommentare

  1. Die gesamten Tage habe ich über dem deutschen Team die Daumen gedrückt, was bei dem einen oder anderen offenbar durchaus die gewünschte Wirkung gezeigt hat. Auch cool die Berichterstattung über Neobuggy und vorallem RC TV – für die Daheimgebliebenen war man dadurch ständig up-to-date, sowas ist Weltklasse.


    Daniel Reckward



  2. A really nice bunch of guys


    Marc Jones



Hinterlasse einen Kommentar

 

    Fan Page