04.Mai

11. International Warm Up 1:8 OffRoad Rennen beim ESV Bischofsheim

1

Nach fast zwei Jahren Pause war es dieses Jahr endlich wieder soweit. Der ESV Bischofsheim veranstaltete vom 28. bis 30. April 2017 das elfte Internationale Warm Up auf dem Rhein-Main-Circuit. Und die neue Mannschaft des ESV hat sich wieder richtig ins Zeug gelegt. Die teilweise durch das schlechte Wetter in mitleidenschaft gezogene Strecke war erstklassig vorbereitet. So wurde unter anderem das Ecktable zurück zur Geraden nach einem teilweise Einsturz wieder komplett neu aufgebaut. Hier und da wurden Sprungkombinationen verfeinert und die Streckenbegrenzungen und Curbs wieder auf Vordermann gebracht. Der Lehmboden wurde bestens gewalzt und das gesamte Gelände strahlte wie einst bei der Deutschen Meisterschaft. Zu Recht gehört der Rhein Main Circuit zu einer der schönsten und anspruchsvollsten Anlagen in der OR8 Szene. Und das sicher über Deutschland hinaus.

Das führte auch dazu, dass auch in diesem Jahr wieder einige nationale und internationale Top Fahrer den Weg nach Bischoffsheim gefunden haben. Darunter Darren Bloomfield, Joseph Quagraine, Jörn Neumann, Daniel Reckward, die Kilic – Brüder, Sebastian Winterstein, Carsten Keller und Marvin Fritschler. Für Carsten und Marvin war es zudem der erste grosse internationale Auftritt im Mugen Seiki / RMV Deutschland Racing Team. Nach reichlichen und ausgiebigen Tests hat sich Carsten klar für den Mugen als sein neues Renngerät ausgesprochen da dieser wie er selbst sagte sehr gut zu seinem Fahrstil passt. Ähnlich Gründe sorgten auch bei Marvin für den Weg zurück zum Mugen/RMV-Team nachdem er ja mit diesem Buggy bereits 2015 die Deutsche Meisterschaft OR8 für sich entscheiden konnte.

Mit insgesamt 210 Startern in 3 Klassen (OR8, OR8E und ORT) war das Fahrerfeld voll gepackt und so wurde die Veranstaltung über 3 Tage durchgeführt. Freitag freies und gezeitetes Training, Samstag Vorläufe und Sonntag die Finale. Und als ob man es im Vorfeld so organisiert hatte zeigte sich auch das Wetter von seiner besten Seite. Freitag zwar noch etwas kühler während am Samstag schon das T Shirt und am Sonntag teilweise die kurze Hose zum Einsatz kommen konnte.

Freitags galt es wie immer sich zunächst auf die Strecke einzuschiessen und das beste Set Up zu finden. Zwar gab es die eine oder andere Erfahrung aus den vorherigen Warm Up Rennen jedoch verändert sich in Bischofsheim im Laufe der Zeit der Grip auf dem Belag deutlich. Hinzu kommt der Unterschied zwischen dem Lehm und den Teppichanteilen. Der Teppich ist in Bischofsheim sehr bissig und besonders bei Sonne nimmt er deutlich an Grip zu. D.h. funktioniert beispielsweise ein AKA Impact auf Lehm hervoragend kann es je nach Set Up passieren, dass der Reifen in den Teppichpassagen soviel Grip aufbaut, dass der Buggy so aggresiv reagiert dass es schwierig wird ihn sauber um die Strecke zu treiben – zumal sich auch die herausfordernsten Sprungkombinationen im Teppichanteil der Strecke befinden. Geht man dagegen auf einen Reifen der sich auf dem Teppich perfekt fahren lässt passiert es, dass er zuwenig Grip auf dem Lehmanteil aufbaut. Und dort befinden sich die eine oder andere Doppelkurve sowie die fast 360 Kurve nach Start und Ziel. Wer auch immer sich das Layout ausgedacht hat – er hat auf jeden Fall eine echte Knobelaufgabe für das Set Up hinterlassen. Wie kommt man nun zu einem guten Set Up bei nur 4 Trainingsläufen? Am besten in dem man sich nach jeder Trainingsrunde austauscht und die einzelnen Erfahrungen miteinander bespricht und so dann die nächsten Set Up Optimierungen vornimmt. Und das funktrionierte wieder mal im Mugen/Serpent-Rennteam hervorragend. Allen voran Carsten Keller, Jörn Neumann und Daniel Reckward konnten viel an Infos an das Team zurück spielen. Und mit Matthias ist einer im Team der dann auch genau weiß was am Auto zu tun ist. So war am Ende des Tages das Set Up und die Reifenwahl getroffen – die Vorläufe konnte beginnen.

5 Vorläufe standen am Samstag auf dem Program wovon 3 in die Wertung eingingen. Entgegen anderen Gewohnheiten waren es die schnellsten Fahrer die am Samstag früh um 08.00 Uhr die Vorläufe einläuten durften. Und es ging gleich gut los. Carsten gehörte zusammen mit Jörn Neumann von Beginn an zu den schnellsten. Ebenso in den Top 15 fanden sich Daniel und Sebastian wieder. Marvin und Tom konnten sich um Platz 20 halten. Ein guter Start in die Vorläufe. Aber auch die anderen Teams hatten natürlich Ihre Hausaufgaben gemacht. Allen voran Darren Bloomfield und Joseph Quargraine sowie Aaron Münster und Marcel Guske sowie die Kilic´s. Ein ähnliches Bild auch in den übrigen Vorläufen. Nach den Vorläufen dann das Ergebnis TQ OR8 für Darren. Carsten, Jörn, Sebastian, Daniel und Rene König alle samt im ½ Finale. Marvin und Tom folgten dann im ¼. Dort fanden sich ebenfalls auf Mugen Stefan Byesse, Phillip Müller, HJ Stadler und Manuel Meyer wieder. Ähnliches Bild bei OR8E. Darren wieder TQ. Dahinter im Halbfinale Carsten und der Rest der RMV / Mugen Seiki Gang. Auch der zweite Tag war durchweg als erfolgreich für das gesamte Team einzustufen.

Die guten Leistungen machten es möglich, dass wir am Sonntag erst etwas später ran mussten. Genug Zeit also unsere Buggy´s für die Finalläufe vorzubereiten und fit zu machen. Spannend wurde hier nochmals die Reifenfrage. Schließlich zeigte das Thermometer gegen Mittag rund 20 Grad an. Wir entschieden uns weiterhin die AKA Catapult einzusetzen. Allerdings wechselten wir von Super Soft auf Soft und nahmen zudem noch die eine oder andere Optimierung am Vorderachsen Set up unseres Mugen MBX7R vor. Wir waren bereit und für Tom und Marvin ging es auch gleich richtig gut los. Souverän schafften beide den Einzug zu den anderen Teamkollegen ins Halbfinale. Klasse damit war das erste Teamziel erreicht. Alle Fahrer im Halbfinale – sowohl in der Klasse OR8 als auch OR8E. In den Halbfinals ging es dann richtig rund. Schließlich galt es die Top 15 für das Finale zu finden. Faszinierende Zweikämpfe und eine weitestgehend faire Fahrweise zeichneten die Halbfinals aus. So fanden dann auch die tatsächlich besten und schnellsten Fahrer den Weg in das große Finale welches am Nachmittag auf dem Zeitplan stand.

In der Klasse OR8E ließ der X fache Deutsche Meister Jörn Neumann nichts anbrennen. Sowohl im ersten als auch zweiten Lauf gewann er souverän. Dahinter der TQ Darren der den einen oder anderen Fehler machte dicht gefolgt von Carsten Keller der sich gleich mal den dritten Platz sichern konnte. Klasse !!! Marvin folgte auf dem 7.Platz, Sebastian auf 9, Daniel auf 11, Rene auf 13 und Tom auf 17. Das konnte sich schon einmal sehen lassen.

Das Hauptfinale ist und bleibt aber das OR8 Finale. TQ war ja Darren direkt dahiner Carsten auf 2. und Jörn auf 3. So ging es an den Start. Der ersten Schock für das Agma Team gleich zu beginn. Motor aus von Darren beim Start der aus der Box nachstarten musste. Carsten ging somit von Beginn an in Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Erstes grosses Rennen auf Mugen und schon der erste Sieg. Wie sagte Carsten zu Beginn – ich habe ein Fahrzeug gefunden welches zu meiner Fahrweise hervorragend passte – der Mugen MBX7R. Glückwunsch. Joseph holte sich den 2. Platz und Jörn konnte den dritten Startplatz halten und landete somit mit seinem Serpent ebenfalls auf einem verdienten Podestplatz. Es folgten Sebastian auf Platz 7, Daniel auf 8, Marvin auf 9, Rene auf 17 und Tom Sommer auf 19. Insgesamt 6 Mugen MBX7R in den Top 20 mit dem Sieg in der Gesamtwertung. Damit ist der Mugen MBX7R das erfolgreichste Fahrzeug beim diesjährigen Warm up.

Ein tolles Rennen beim ESV Bischoffsheim. Und alles hat gepasst, Strecke, Orgnaisation, Fahrerfeld, Stimmung, Wetter. Nochmals ein ganz grosses Lob an den ESV. Das war erste Klasse. Selbst nach Rennschluss haben die Vereinsmitglieder jeden Abend die gesamte Strecke gefegt und damit für beste Bedingungen gesorgt – perfekt. Und für das Mugen/Serpent-Rennteam hätte man das Drehbuch nicht besser schreiben können. Danke an Matthias und Daniel Reckard von RMV Deutschland für den TIPTOP Support vor und während dem Warm Up. Wir alle waren Dank Euch bestens vorbereitet. Auch auf den AKA Reifen war wieder verlass und unser REDS R7 passte perfekt auf das Streckenlayout in Bischofsheim. Wir freuen uns schon auf das 12. Warm Up – wäre die Nennung dafür heute schon möglich wir hätten uns bereits eingeschrieben.

Quelle …
Rennbericht: Daniel Sommer
Rennbilder: Reckward / RMV
LiveTiming: HUI-Racetimer
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

{lang: 'de'}
04.05.2017 von admin Zurück

Kommentare

  1. Das war ein besonderes Rennwochenende für Jörn Neumann und alle, die beim elektrisch angetriebenen Serpent SRX8-Projekt mitgearbeitet haben. Also Bühne frei für ein aufregenden neuen 1:8 Rennbuggy, der ab KW20 erhältlich sein wird. Dem Carsten Keller gebührt mein tiefster Respekt und Dank, sein erster Sieg mit Mugen MBX-7R und AKA Reifen, was er in Bischofsheim geleistet hat, war Weltklasse. Das gesamte Mugen/RMV-Team profitierte von seinem einfach zu fahrendem Setup, die Reifentipps später auf Double Down in Soft zu wechseln – viel besser als Catapult! Wie heißt es doch so schön: Gemeinsam sind wir Stark 😉 Ich freue mich schon jetzt auf weitere Renneinsätze.


    Daniel Reckward



Hinterlasse einen Kommentar

 

    Fan Page