05.Mai

1. Lauf zum Ostbayernpokal 1:8 OffRoad beim MSC Riedenburg

0

Am Wochenende des 29. und 30. April 2017 fand der erste Lauf des Ostbayernpokals beim MSC Riedenburg auf dem Drei-Burgen-Ring, einer Strecke im Wald, statt. Die Wettervorhersagen für dieses Wochenende waren durchweg positiv, aber die vielen Regenschauer unter der Woche bereiteten mir ehrlich gesagt leichte Kopfschmerzen, denn ich konnte nicht an eine Durchführung des Rennens glauben, wenn ich zu Hause einen Blick aus dem Fenster warf. Als ich dann aber am Samstagmorgen um ca. 8:00 Uhr an der Strecke eintraf, verflogen meine Zweifel, weil die Bahn für die vielen Niederschläge richtig gut aussah. Sie war zwar sehr feucht, aber Pfützen konnte ich keine erkennen. Ab 8:30 Uhr begann es dann aber das erste Mal an diesem Tag zum Regnen. Es sollte nicht der letzte Schauer sein.

Nach einer guten halben Stunde hörte der Regen aber wieder auf und die Mitglieder des MSC sparten nicht an Sägespäne, sodass die Bahn während des 1. Trainingslaufs abzutrocknen begann. Ich ließ diesen Lauf aus, da ich mein Auto nicht unnötig dreckig machen, einen Schaden am Auto riskieren wollte und die Bahn sowieso sehr gut kenne, weil es praktisch meine Heimbahn ist. Chris dagegen kannte die Bahn nur vom Hören bzw. von Fotos aus dem Internet, sodass er sowohl mit seinen Mugen MBX-7R Nitro als auch Elo die Trainingsläufe komplett ausnutzte, um sich mit der Strecke vertraut zu machen, da es schon ziemlich schwierig ist auf dieser Bahn Überholmöglichkeiten zu finden. Während der 2. Trainingslaufs begann es dann jedoch wieder zu regnen, sodass ich auch dort gern verzichtete, weil dieser Regen in einen Hagelschauer überging und nun die Strecke komplett mit Pfützen bedeckt war. Wieder machten sich die Mitglieder aus Riedenburg auf, um die Bahn zu trocknen. Es gelang wieder! Nach der zweiten Runde Trainings ging es direkt in die Vorläufe und ich hatte bis dahin noch keinen Meter mein Auto auf der Bahn bewegt.

18318267_1297788513632748_1975288924_o
 
Also ging es mit einem sprichwörtlichen Kaltstart in das Rennen, denn es hatte zudem nur ca. 10°C im nass-feuchten Wald. Mein 1. Vorlauf war ein Run mit zwei verschiedenen Gesichtern, weil ich zwar grundsolide Rundenzeiten hinlegte, aber auch zweimal das Auto aufs Dach legte. Das Auto war nämlich für diesen klebrig-schlammigen Untergrund viel zu aggressiv gebaut: Stoßdämpfer 400-350, HTD-Diffs (vorne und hinten) 3-5-3, kurzer Radstand etc. Meine Ansatzpunkte für den kommenden Vorlauf waren, den Radstand von sehr kurz auf lang umzustellen und den 2.3 Stabi vorne auf 2.4 zu wechseln. Ebenso tauschte ich die SP Terminator XSS Reifen gegen AKA Impact SuperSoft. Ich wollte das Auto also weniger aggressiv, sowie mehr Stabilität ins Auto bekommen. Genau das erreichte ich hiermit. In dieser Vorlaufrunde landete ich auf Platz 2.

Am kommenden Morgen sollte dann der dritte und letzte Vorlauf beginnen. Ich fuhr mit diesem Setup weiter und konnte konnte in Runde 3 Platz 5 ergattern. Bei Chris dagegen lief es nach eigener Aussage nicht mehr so gut wie in den Trainings zuvor. Dennoch konnte er sich in Nitro ins 1/8 Finale und in Elo ins A-Finale qualifizieren.  Er wechselte deshalb für die Finals seine Reifen. Er tauschte AKA Gridiron 2, gegen AKA Impact Super Soft. Die perfekte Wahl war das, denn Chris konnte sein 1/8 Finale über knappe 15 Minuten dominieren. Doch dann kam ein Motorabsteller, sodass er kurzzeitig auf Platz 4 zurück fiel, sich aber innerhalb kurzer Zeit Platz 3 schnappte und auch auf diesem Rang ins 1/4 Finale aufstieg. Nun ging es an die Analyse des Motorabstellers. Wir dachten, dass es schlicht am Standgas lag und drehten es kurzer Hand höher. Während seines 1/4 Finals hatte Chris dann aber dennoch wieder 2 Absteller. Nun konnte er aber den Fehler finden. Es war der untere Drehzahlbereich, der einen Tick zu mager lief. Leider konnte er aufgrund  dieser beiden Motor-Aus nicht ins 1/2 aufsteigen.

Ich war aber dafür im Halbfinale als Gesamt-4. der Vorläufe gesetzt. Hier wollte ich mein Auto fast nicht verändern, außer dass ich den Radstand auf mittlere Länge einstellte und die SP Ricky M35 Reifen probieren wollte. Inzwischen war durch die Sonne und über 15°C die Bahn etwas abgetrocknet und nur noch leicht feucht. Der Halbfinallauf lief perfekt für mich. Das Auto war super kontrollierbar, der Ninja JX-B03 hatte im unteren Drehzahlbereich richtig Power, welche man bei dieser kleinen, verwinkelten Strecke auch braucht, zudem funktionierte auch ich selbst gut und kam mit sehr wenigen Fehlern in dem 20 minütigen Lauf durch. Ich konnte das 1/2 Finale mit über einer Runde Vorsprung auf Platz 2 und mir für das Finale Startplatz 2 hinter Tim Kraus sichern, der das gesamte Wochenende über in beiden Klassen dominierte.

18236587_1295693173842282_106981045_o
 
Doch zuerst durfte Chris seinen C-Finallauf fahren und mit nachgestelltem Motor aber noch einmal sein Können unter Beweis stellen. Direkt nach dem Start konnte er von Platz 8 auf Platz 3 vorfahren. Jedoch machte Chris einen fatalen Fehler und wurde nach hinten durchgereicht bis der Streckenposten sein Auto erreichte. Also startete er die Aufholjagd mit fast einer halben Runde Rückstand. Er konnte sich nach und nach wieder an das Feld heranarbeiten. Als Chris das Feld erreichte, machte er leider wieder ein Fehler der ihn wiederum sehr weit zurückfallen ließ. Ab diesem Zeitpunkt lief alles perfekt. Er konnte wieder auf das Feld auffahren und Platz für Platz gutmachen. Die Tankstopps liefen perfekt und Fehler machte er auch keine mehr, was ihn immer weiter nach vorne katapultierte. Noch 3 Runden bis zum Schluss konnte er den Erstplatzierten ins Visier nehmen. Dieser machte in der Vorletzten Runde einen Fehler vor der Boxengasse und Chris konnte die Führung übernehmen und so den Sieg einfahren!! Diese Platzierung bereitete ihm Rang 21 im Endklassement. Zudem konnte Chris in der Elektroklasse Platz 6 erreichen.

Ich durfte wie bereits erwähnt im A-Finale von Startplatz 2 ins Rennen gehen. Diese Platzierung konnte ich die ersten 5 Minuten halten, bis ich dann 3 Minuten bis zum ersten Tankstopp hatte, in denen ich vier Fehler einbaute. Bis jetzt weiß ich nicht, warum mir das passierte. Als mein Mugen MBX-7R ein paar Sekunden lang in der Boxengasse zum Auftanken stand, sagte ich zu mir selbst, dass ich nun noch einmal für gute 20 Minuten die Konzentration hochfahre und mich vom zwischenzeitlichen Platz 8 wieder vorfahre. Ich konnte tatsächlich den Schalter umlegen und fast fehlerfrei das Rennen beenden. Am Ende durfte ich mich über einen überragenden 2. Platz freuen und zum ersten Mal auf Siegerpodest im A-Finale steigen!! Gewinnen konnte in beiden Klassen Tim Kraus. Herzlichen Glückwunsch dazu, gegen dich war das gesamte Wochenende kein Kraut gewachsen. Ebenso Glückwunsch an alle Finalteilnehmer, sowie Pokalgewinner!

Das Gesamt-Ergebnis findet man unter | Ostbayernpokal #1 @ Riedenburg

Ein großes Lob geht an den MSC Riedenburg, der sein Möglichstes getan hat um den widrigen Wetterbedingungen zu trotzen, außerdem eine tolle Bewirtung und eine klasse Rennleiterin Nina Scheidl hat. Macht so weiter! Abschließend möchten wir uns beide bei RMV-Deutschland für die Unterstützung und das jederzeit perfekt funktionierende Material bedanken.

18254270_1295212663890333_872453582_n
 
Quelle …
Rennbericht: Michael Wintersberger
Veranstaltungsort: MSC Riedenburg e.V.
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

{lang: 'de'}
05.05.2017 von admin Zurück

Hinterlasse einen Kommentar

 

    Fan Page