22.Mai

2. SK-Lauf West VG8/VG10 in Bad Breisig – Happy End mit Podium

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Nach dem für mich durchaus gelungenen Saisonauftakt beim ersten SK-Lauf der Saison in Dormagen und einem guten fünften Platz im Finale der Klasse 1:10 Verbrenner-Tourenwagen stand am Wochenende vom 13. bis 14.05.2017 der zweite SK-Lauf in Bad Breisig auf dem Programm. Das quasi direkt vor meiner Haustür gelegene Motodrom des MCC Rhein-Ahr gehört vom Layout durchaus zu den etwas anspruchsvolleren Strecken und nach zwei Jahren Pause stand dort endlich wieder mal ein Rennen in den Klassen 1:10 + 1:8 VG auf dem Programm.

Basierend auf dem bereits gut funktionierenden Setup vom ersten Lauf nahm ich für Bad Breisig ein paar kleine Anpassungen an der Fahrwerkseinstellung vor. An der Vorderachse verbaute ich anstatt einem 2,4 mm dicken Stabilisator nun den mit 2,5 mm härtesten für den Mugen MTX6 verfügbaren Stabi. Auch an der Hinterachse wechselte ich von einem 2,0 mm dicken auf einen 2,2 mm dicken Stabi. Die bereits in Dormagen gut funktionierenden Dämpfer mit jeweils 3 Löchern und 800er Öl behielt ich bei und auch bei den Differenzialen beließ ich es bei 1.000.000 Öl an der Vorderache und 60.000er Öl an der Hinterachse.

Der Samstag war wie im SK-West üblich kpl. dem freien Training vorbehalten und im Rahmen des kontrollierten Gruppentrainings konnte ich etliche Trainingsrunden drehen. Dabei fiel mir sofort das mit den härteren Stabilisatoren deutlich direktere und stabilere Fahrverhalten auf, ohne dass dadurch Lenkung oder Kurvenspeed verloren ging. Trotz des an diesem Tag nicht sonderlich hohen Grippniveaus glänzte mein Mugen MTX6 mit sehr einfacher Fahrbarkeit und hervorragender Stabilität. Als einziges Problem stellte sich der insbesondere an der Hinterachse recht hohe Reifenverschleiß heraus, wodurch das Auto nach einer Weile ein etwas unpräziseres Fahrverhalten an den Tag legte. Ebenfalls erneut absolut problemlos lief mein schon in Dormagen überzeugender REDS WCS M3 V 2.0 Motor. Leistung und Laufverhalten waren wie gewohnt mustergültig und gaben keinerlei Grund zur Klage. Die einzige kleine Änderung am Setup, die ich vornahm, war ein angepasster Schaltpunkt des 2-Ganggetriebes und die Montage der hinteren Dämpfer im untersten Loch. Entspannt und zuversichtlich sah ich dem Rennsonntag entgegen, wenngleich der Wetterbericht einige Spannung verhieß, denn es wurden kräftige Regenschauer vorhergesagt.

Bei noch strahlendem Sonnenschein startete ich am Sonntagmorgen meinen ersten Vorlauf, doch aus welchem Grund auch immer, war plötzlich nichts mehr so wie noch am Vortag. Ohne dass ich eine Änderung am Fahrzeug vorgenommen hätte, schaltete das Getriebe nun viel zu spät und der Motor nahm beim Beschleunigen aus einigen Kurven sehr schlecht Gas an und verschluckte sich. Dieser Zustand setzte sich im zweiten Vorlauf fort und irgendwie war es sehr schwer, hier die perfekte Einstellung zu finden, wodurch es natürlich nicht wirklich möglich war, ein gutes Qualifikationsergebnis zu erzielen. Nach dem zweiten Vorlauf ging dann ein heftiger Schauer auf die Strecke nieder, wodurch in den noch verbliebenen zwei Vorläufen keine Verbesserung mehr möglich war. Aufgrund der zwei nicht optimalen Vorläufe fand ich mich an Position neun der Rangliste wieder, was aber nicht weiter tragisch war, denn aufgrund der Tatsache, dass für die 1:10 Klasse lediglich 11 Nennungen eingegangen waren, wurde auf das Halbfinale verzichtet und es durften alle Fahrer im Finale über 30 Minuten antreten.

Alle Ergebnisse findet man unter | Sportkreis-Meisterschaft West VG8/VG10 #2 @ Bad Breisig

Bis zum Start des Finales gingen jedoch noch weitere, zum Teil sehr heftige Regenschauer nieder, doch die unmittelbar danach am Himmel auftauchende Sonne trocknete die Strecke immer wieder in Rekordzeit ab. Zum Start des 1:10 Finales befanden sich noch einige feuchte Stellen auf der Bahn und insbesondere eine davon sollte mir im Verlauf des Rennens noch ein wenig Kopfzerbrechen bereiten. Unmittelbar nach dem Start von Position neun aus konnte ich sofort einige Plätze gut machen und mich an Position fünf einreihen. Im rechten, etwas trockeneren Teil der Strecke lief mein MTX6 absolut hervorragend und ich konnte das Tempo der schnellsten Fahrer problemlos mitgehen. Zu einem echten Problem entwickelte sich dann aber leider der feuchte Streifen unmittelbar am Einlenkpunkt zur schnellen Kurve am Ende der Geraden, denn meine Contact-Reifen reagierten extrem allergisch auf die dort noch vorhandene Feuchtigkeit. Die Folge war, dass ich gezwungen war, in diesem Streckenteil sehr langsam und vorsichtig zu fahren, um nicht von der Bahn abzukommen, was trotz allem einige Male passierte und mich wertvolle Zeit kostete. Nach ca. 10 Minuten Fahrzeit war der feuchte Streifen dann aber soweit abgetrocknet, dass ich mit normalem Tempo in die Kurve einbiegen und einen Platz nach dem anderen gut machen konnte. Mein MTX6 lief wie ein Uhrwerk und bis zum Ende des Rennens gelang es mir, mich bis auf den dritten Platz vorzuarbeiten. Somit sprang am Ende eines spannenden Finales tatsächlich noch ein Platz auf dem Podium heraus, womit ich im Vorfeld des Rennens nicht unbedingt gerechnet hätte. Die Bilanz der aktuellen Saison fällt damit bisher sehr positiv aus, zeigt aber auch, dass sowohl der Fahrer, wie auch die eingesetzte Materialkombination offenbar sehr gut funktionieren.

RMV-Deutschland

Verbrenner-Glattbahn 1:10

Ergebnis/Result
Pos.Fahrer/DriverAuto/CarMotor/EngineReifen/TyresR.Zeit/Time
1.Melvin DiekmannShepherdNovarossiMatrix9130:07.749
2.Marco NennerShepherdk.A.Matrix9030:04.173
3.Dieter FleischerMugenReds M3Contact8930:05.530

 
Auffällig in diesem Jahr ist jedoch der starke Teilnehmerschwund in der 1:10 Klasse, für den es zumindest aus meiner Sicht keine wirklich plausible Erklärung gibt. Falls Ihr Ideen oder Anregungen zu diesem Thema habt, schreibt diese doch bitte in den Kommentarbereich zu diesem Artikel, denn diese aus meiner Sicht durchaus interessante Rennklasse hat sicherlich ein paar Teilnehmer mehr verdient. Also, raus mit der Sprache: Woran liegt es eurer Meinung nach, dass es momentan so wenig Starter in 1:10 Scale gibt und was kann getan werden, damit dies sich ändert?

RMV-Deutschland

Verbrenner-Glattbahn 1:8 Klasse 1

Ergebnis/Result
Pos.Fahrer/DriverAuto/CarMotor/EngineR.Zeit/Time
1.John ErmenARCReds M711530:10.290
2.Steven CuypersMugenPicco11330:09.525
3.Christian WurstMugenk.A.11130:03.889
4.Tobias HeppARCReds M711030:05.051
5.Jörg BaldesShepherdk.A.11030:08.455
6.Daniel ToennessenMugenReds M710930:15.259
7.Uwe BaldesShepherdk.A.10730:09.088
8.John LenaersSerpentPicco10330:13.090
9.Ralf VahrenkampMugenReds M79930:10.019
10.Rene PüpkeShepherdk.A.1204:19.891

 
Quelle …
LiveTiming: MyRCM | RC-Timing
Rennbericht: Dieter Fleischer
Rennbilder: Daniel Bratzler, MCC Rhein Ahr
Veranstaltungsort: Motodrom des MCC Rhein-Ahr e.V.
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

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22.05.2017 von admin Zurück

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