22.Jun

Bittydesign Euro Contest 1:8 OffRoad 2017 in Barco, Italien

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Der Bittydesign Euro Contest in Italien gehört wie das NEO Race in England zu den wohl größten OR8 Events, welche die Szene in Europa so kennt. Und dabei ist Größe nicht alles was dem Offroader Herz geboten wird. Es ist in der Tat ein Contest mit allem was man sich so vorstellen kann, inklusive Musik, Chill Area, Meeting Point, ein Fastrace Shop, ein Ruddog Stand und ein Barbecue Bereich. Dazu noch für den Sonntag zwei tolle Grid Girls. So wurde auch dieses Jahr zum 9. mal der Euro Contest auf die Beine gestellt. Auf der einen Seite durch das Unternehmen Bittydesign, welches in der Szene in erster Linie durch seine Airbrush Karosserien bekannt ist. Und auf der anderen Seite durch BARCOOFF, ein ambitionierter OR8 Verein, der eine fantastische Strecke und Anlage sein Eigen nennt. Und das passt, wie der besagte Deckel auf den Topf.

Die Strecke aus Lehmboden, teilweise gezúckert, im US Style gehalten, wartet mit allen erdenklichen Sprung und Kurvenpassagen auf. Ganz und gar wie wir es eigentlich von den bekannten Strecken in den USA kennen. Dabei ist diese sehr flüssig zu fahren und man kommt nach ein paar Runden in einen Rhythmus der zum Beat der ständig im Hintergrund laufenden House Musik passt. Für jeden Fahrer ein ganz besonderes Feeling. Allerdings musste die Strecke und die gesamte Anlage im Vorfeld des Events noch einiges aushalten. Ein Unwetter extremen Ausmasses suchte von Mittwoch auf Donnerstag Nacht – also direkt vor dem Rennen – die Region um Barco heim und setzte rund 50% der Strecke sowie fasst das gesamte Fahrerlager unter Wasser. Schweres Gerät musste her und so liefen dann stundenlang die Wasserpumpen ehe man wieder den Streckverlauf erkennen konnte. Glücklicherweise folgte auf den Starkregen dauernder Sonnenschein mit Temperaturen über 30 Grad so dass die Strecke dann auch abtrocknen konnte.

Insgesamt waren rund 200 Fahrer in den Klassen F1 Pro, F2 Open und Bruhsless genannt. Und wie üblich in Italien eine unglaubliche Leistungsdichte. Das heißt, in F1 starten tatsächlich im wesentlichen die Berufsfahrer und in der Klasse F2 die kaum weniger schnellen Local-Driver. Am stärksten mit knapp über 60 Fahrern war das Mugen Seiki Team vertreten. Gefolgt von Kyosho, Losi, Associated, HB und JQ. Natürlich waren bei den Nationalitäten, die Italiener am stärksten vertreten. Aus Deutschland haben rund 15 Fahrer den Weg nach Barco gefunden. Aber auch Fahrer aus der Schweiz, Österreich, Spanien, Schweden, Finnland, Estland und England waren bereits das Projekt Bitty Race in Angriff zu nehmen.

So ging es dann auch am Freitag in 16 Gruppen und 4 Trainingsläufen das richtige Set Up und die Gruppeneinteilung für die Vorläufe zu finden. Die Strecke war weitesgehend abgetrocknet und die noch wenigen feuchten Stellen war durch das BARCOOFF Team bestens präpariert. Beim Set Up bevorzugten die Mugen Fahrer meist ihr eigenens Basis Setup auf Lehm oder das neu von Robert Battle auf Facebook veröffentlichte. Aufgrund der hohen Temperaturen gingen die meisten jedoch bei den Dämpfer etwas härter. Als Reifen kam zunächst der AKA Impact zum Einsatz. Als dieser zu hakeln begann ging es in Richtung Catapult und Chainlink. Aufgrund der weitläufigen Strecke setzten wir beim Motor auf den REDS R7. Aber auch der R5 wurde von etlichen REDS Fahrern eingesetzt.

Erneut bei schönstem Sonnenschein und schwülwarmen 36 Grad konnten dann am Samstag die Vorläufe starten. Über den Tag hinweg veränderte sich das Gripnivau ständig so dass laufend kleine Anpassung am Set Up und der Reifenwahl nowendig wurden. Gerade bei den Reifen gibt es ja seit diesem Jahr den glücklichen Umstand, dass auch Robert Battle auf AKA setzt und wir daher unsere Erfahrungen mit ihm austauschen konnten. Für den Samstag Abend standn dann noch die niedrigen Finals auf dem Program sowie die erste Finalrunde in der Klasse Elektro. Etwas ganz besonderes da diese Läuf bei Flutlicht ausgetragen werden. Christian Köster zeigt dabei in seinem Elo Finale eine tolle Aufholjagd nachdem er am Start zunächst auf die hinteren Plätze zurück fiel. Am Ende konnte er in seinem ersten Finale den 2. Platz einfahren. Aber auch unser kleinster Niki Boeckh zeigt ein tolle Show in seinem 16 Finale OR8. Sicher auf Platz 2 konnte er ins 1/8 einzuiehen. Für den Sonntag früh durften dann zunächst die OR8E Fahrer zu Ihrer 2. Runde an den Start. Und Christian Köster setzten nochmals einen drauf und siegte in seinem Finallauf. Aber auch Chris Kammann legte einen tollen OR8E Finallauf hin und konnte das B Finale für sich entscheiden. Und unsere beiden Finalfahrer Nick Stadler und Tim Kraus fanden sich nach guten A Finalläufen auf Platz 11 und 12 wieder. Robert Battle holte sich den 6. Platz im Endklassement.

Holger Wolf konnte ebenfalls in seinem OR8 Finale aufsteigen und stand somit im Viertelfinale in das ihm unser kleinster Niki Boeckh hin folgte. So konnte es weiter gehen in der Kategorie F2. Direkt fürs Halbfinale OR8 konnte Tom Sommer einziehen und Christian Köster folgte nach dem er im 1/4 Finale einen sehr guten 3. Platz holte. Nach den Halbfinals und einen Last Chance Finale für die Ausscheider des Halbfinals standen die Finalteilnehmer für das OR8 F2 Finale fest. Darunter aus Deutschland der RMV Junior Tom Sommer, HB Fahrer Guido Erler und auf Kyosho unterwegs Nico Caspari. Ins OR8 F1 Finale schaffte es leider kein Deutscher. Nick Stadler und Rene König blieben im 1/2 Finale hängen. Robert Battle und Marco Natale dagegen konnten sicher einziehen.

Als vorletzter Programmpunkt stand das 45 Minuten Finale OR8 auf dem Programm. Für Tom, Guido und Nico ging es zunächst gut los. Während Nico bereits frühzeitig mit technischem Defekt aufgeben musste fand sich Guido um Platz 5/6 wieder während Tom um das Prodium kämpfte. Bis zu dem Zeitpunkt als zum Mitte des Laufes die Zündkerze entschied nicht mehr weiter zu machen und sein Mugen hinter dem Doppel / Doppel auf Platz 2 liegend vor der Gegengerade ausrollte. Christian Köster der ab diesem Zeitpunkt von uns in Usain Bolt umbenannt wurde sprintete fix über die Strecke und sorgte für einen fixen Kerzentausch – jedoch war der Kampf um das Podium für Tom verloren. Schade zu diesem Zeitpunkt war Tom flott unterwegs und hatte zudem die schnellste Rennrund des Finals inne. Am Ende schaffte er es auf den 7. Platz und Guido konnte sich einen sehr guten 5. Platz sichern.

Das F1 Finale war von zahlreichen Ausfällen geprägt. Nur 6 Fahrzeuge erreichten am Ende das Ziel. Bei nahezu 38 Grad im Schatten wurde Mensch und Maschine alles abverlangt. Davide Ongaro musste seinen AE mit defektem Gasservo abstellen. Robert Battle hatte wie Alex Zanchettin und Marco Baruffolo mehrfach mit Motoraus zu kämpfen. Leonardo Valente dagegen mit einem defekten Empfängerakku. Dazu noch der eine oder andere technische Defekt. Davon völlig unberührt blieb Ricardo Berton. Der nach dem Ausfall von Davide die Führung übernahm und sicher ins Ziel brachte. Glückwunsch Ricardo.

Es scheint so als ob die Grenzen an das Material hier beim diesjährigen Bittydesign Euro Contest erreicht wurden. Sicher auch wetterbedingt. Aber auch die Leistungsdichte lässt die Fahrer und Fahrzeuge an die Grenze des Machbaren gehen. Mal sehen wie das bei den diesjährigen Euro A und Euro B sein wird. Wir sind gespannt. Ein Wahnsinns Rennwochenende in Barco – mit allem was man sich wünscht – Spannung, Darmatik, Schweiß und jede Menge Spass und Fun. Da macht unseren Sport zu einem ganz besonderen. Danke an unsere Sponsoren und hier insbesondere RMV Deutschland und Mugen Seiki die uns dieses möglich machen.

Ach und noch ein Geheimtipp – nächstes Jahr findet in Barco auf der Rennstrecke von BARCOOFF die Euro B OR8 statt. Was kann es schöneres geben.

Quelle …
Rennbericht: Daniel Sommer
Rennbilder: Neobuggy, Bittydesign
Veranstaltungsort: BarcoOff – Italien
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

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22.06.2017 von admin Zurück

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