11.Jul

EFRA Europameisterschaft-B OR8 aus der Sicht von Daniel Sommer

0

Ein heißes Wochenende – in allen Belangen! Die Europameisterschaft B 1:8 Verbrenner-Buggy in Reding, Frankreich stand auf der Tagesordnung für rund 135 Fahrer aus rund 12 Nationen. Einige davon waren bereits zum Euro Warm up hier und fanden eine zunächst sehr gut präparierte Strecke mit leichten Änderungen zum Warm up vor. Demnach wurde die Links nach der Gerade gepflastert und die Steilwandkurve vor Start und Ziel war ebenfalls anbetoniert. Warum zunächst gut präpariert, dass was sich bereits beim Warm Up zeigte passierte dann leider auch bei der Euro B. An vielen markanten Stellen riß die Strecke so stark auf, dass sich tiefe Löcher und Furchen bildeten die es allen Teilnehmer unglaublich schwierig machten, den Buggy kontrolliert und schnelle über die Strecke zu jagen. Sicher gehören solche Unebenheiten im Offroad Sport dazu. Wenn diese jedoch nichts mehr mit dem Maßstab den wir fahren zu tun haben ist das sicher grenzwertig.

Wie üblich bei internationalen Rennen der EFRA werden den Fahrern entsprechende Schrauberplätze sortiert nach Nationen zur Verfügung gestelllt. So dass also jede Mannschaft mit Ihrem Teammanager ihren Bereich zur Verfügung hatte. Für das deutsche Team waren ursprünglich 32 Fahrer genannt wobei einige kurz vor der Veranstaltung dann doch wieder absagen mussten. Wettertechnisch war es unglaublich schwül und heiss. An allen 3 Tagen hatten wir weit über 30 Grad. Am Freitag kam dann gegen Nachmittag nochmals leichter Regen auf, der aber eher willkommen als störend war.

Für den Freitag waren ingesamt 4 Läufe angesetzt. 2 davon als reine Trainingsläufe a 10 Minuten und 2 davon um die Gruppeneinteilung für die Vorläufe am Samstag neu festzulegen. Aus Deutscher Sicht von Beginn an auf Top 10 Kurs waren Micha Widmaier und Sebastian Winterstein unterwegs. Der Rest der Mannschaft verteilte sich gleichmäßig über das gesamte Fahrerfeld. Am Abend waren dann weitestgehend alle mit Ihrer Positionm und dem Platz in der Vorlaufgruppe zufrieden. Als Tagesabschluss wurde dann die Fahrer und Nationenvorstellung durchgeführt und anschließend lud der Verein ABC Reding auf einen kleinen Snack im Catering Bereich ein.

Früh um 08.00 Uhr am Samstag früh ging es dann pünktlich mit der ersten Vorlaufgruppe los. An der Wetterfront gab es nichts neues zu vermelden – es war also wieder schwül und heiss. Der Streckenfunk meldete allerdings eine weiter aufreissende Strecke mit weiteren neuen Löchern und Furchen. Die Reifenwahl zusammen mit dem Set Up gepaart mit einem sensiblen Gasfinger wurde daher immer entscheidender. Micha und Sebastian waren weiter auf ½ Final Kurs. Dazu kam dann noch ein starker Aaron Münster. Zum Ende gesellte sich dann noch Berkan Kilic in die Reihe der direkt für das ½ Finale qualifizierten. Und auch nach den Vorläufen verteilten sich die übrigen Starter aus dem Deutschen Team munter über alle Finals hinweg. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurden die sogenannten „lower finals“ bereits am Samstag Abend ausgetragen. Auch hier war der eine oder andere aus unserem Team vertreten. Freud und Leid liegen bei den Finals ja bekanntlich eng beieinander. Genauso auch wie Glück und Pech angesichts der doch extremen Streckenverhältnisse. Aber da mussten alle Teilnehmer durch. Und so blieb es nicht aus, dass für einige Teilnehmer auch aus unserem Team bereits am Samstag Abend die Euro B vorbei war.

Sontag = Finaltag – und wieder das gleiche Spiel. Wetter schwül und heiß, die Strecke in Teilbereichen im Eimer und die Stimmung gut bis angespannt. Nach dem Mittag dann die ersten Höhepunkte – die Halbfinals. Mit in den Reigen der Halbfinalteilnehmer gesellte sich dann noch Max Hesse der sich aus dem 1/8 Finale nach vorne arbeiten konnte. Schlussendlich ins Finale schafften es nach toller Leistung dann Micha – als schnellster, Sebastian Winterstein und Max Hesse. Aaron und Berkan dagegen bekamen eine weitere Chance im Last Chane. Hier fuhren alle Ausscheider aus dem ½ Finale um den letzten freien Platz im Endlauf. Und hier lieferten sich unser Aaron mit dem Spanier Manuel Iniesta Hernandez ein Rad an Rad Duel der Extraklasse. Es ging ständig hin und her und selbst die Fairness wurde dabei von beiden Teilnehmern gewahrt. Am Ende war es Aaron der sich um einen Wimpernschlag vor Manuel durchsetzen konnte und sich damit den letzten Startplatz im großen Finale sicherte.

Im Ü40 Finale ging es zu Beginn ähnlich spannend zur Sache. Auch hier wechselten die Postionen ständig bevor sich Georg Horninger der den Lauf dann auch gewann absetzen konnte. Im Kampf um Platz 2 und 3 fuhren Guido Erler und der Schweizer Marc Heim ein beherztes Rennen welches schlussendlich Marc auf Platz 2 und Guido auf Platz 3 beenden konnte. Das erste Treppchen für das Deutsche Team. Im Jugendfinale war es dann Berkan der einen tollen 3. Platz hinter William Skidmore aus England und Axell Bessac aus Frankreich einfahren konnte.

Der Endlauf stand nun auf dem Program. Und aus Deutscher Sicht waren die Vorzeichen ausgezeichnet. Gleich 4 Teilnehmer gingen an den Start. Dazu mit Micha der Top Favorit. Und der lieferte sich mit dem Monegassen Thomas Musso einen Zeikampf der bemerkenswert war. Es ging ständig hin und her und dabei standen Runde für Runde absolute Top Rundenzeiten auf der Uhr. Hinter den beiden in Lauerposition der Local Vincent Meertens und der junge Italiener Leonardo Valente. Aber auch Aaron konnte sich bis zum Schluss in der selben Runde wie die führenden halten. Die Entscheidung dann zum Ende. Thomas kassierte aufgrund einer grenzwertigen Aktion eine Stop and Go. Die Chance für Micha davon zu ziehen. Und Micha nutzte sie in beindruckender Weise. Am Ende bedeutete das den Sieg für Micha, Aaron holte sich den 5. Platz, Max fuhr auf Platz 7 ins Ziel und Sebastian auf Platz 10. Wahnsinn. Und damit nicht genug. Mit diesem Einlauf sicherte sich das Deutsche Team dann auch noch die Nationenwertung. Mehr geht nicht!

Fazit: Die Euro B hatte alles zu bieten was das Offroad Herz begehrt. Ok ein paar Löcher weniger hätten es schon sein können. Für das Team Deutschland eine durchweg erfolgreiche EM-B. Auch rückblickend auf die letzten Jahre. Danke an Ralf Bauer für die Teamleitung. Und Danke an den ABC Reding für eine super durchorganisierte Euro B. Danke an RMV Deutschland, Mugen Seiki Europa und France für den Support vor und während der Veranstaltung. Besser kann man das nicht machen. In 4 Wochen steht die Euro A in Schweden auf dem Programm. Wir sind gespannt und wünschen insbesondere allen Deutschen Teilnehmern und dem Team Mugen Seiki viel Erfolg.

Quelle …
Rennbericht: Daniel Sommer
Rennbilder: Nikolas Schmitz, Ralf Bauer
Ausrichter: EFRA | European Championship
Veranstaltungsort: ABC Reding, Frankreich
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

{lang: 'de'}
11.07.2017 von admin Zurück

Hinterlasse einen Kommentar

 

    Fan Page