14.Aug

1. Lauf zur Deutschen Meisterschaft 1:8 Nitro Buggy in Ober Mörlen

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Der erste Lauf zur diesjährigen Deutschen Meisterschaft OR8 beim MSC Ober–Mörlen e.V. hat wirklich alles zu bieten: Einen Ausrichter der auf alles vorbereitet war, sinnflutartige Regenfälle die das gesamte Gelände im Wacken Open Air Style unter Wasser gesetzt haben, Vorläufe unter schwierigen Bedingungen teilweise mit Regenschauern sowie einen sonnigen Finaltag mit super spannenden Finalläufen und so einigen Überraschungen! Aber der Reihe nach …

Der Anreisetag Donnnerstag lies es schon vermuten – das wird ein ganz besonderer erster Lauf zur diesjährigen Deutschen Meisterschaft OR8. Es regnete bereits den gesamten Tag. Die Anfahrt der wunderschön gelegenen Strecke glich bereits am Nachmittag einem durchpflügten Acker. Die Wohnwagen und Wohnmobile konnten teilweise nur noch mit Hilfe eines Traktors positioniert werden. Auch am Freitag – keine Besserung. Regen, Regen, Regen. Die Strecke wurde zwar mit Sägespäne präpariert und der eine oder andere Fahrer drehte ein paar Trainingsrunden. An ein geordnetes Zeitentraining war aber nicht zu denken. Hinzu kam, dass der Boden im Fahrerlager auch so langsam genug hatte und kein Wasser mehr aufnehmen wollte und die Wege sich in eine Matschepampe umwandelten. Gegen 13:00 Uhr siegte dann der Wettergott und der Trainingstag wurde seitens der Rennleitung abgesagt. Der eine oder andere nutzte die Gelegenheit die technische Abnahme zu absolvieren oder noch ein paar Reifen zu kleben. Andere wiederum entschlossen sich die Teilnahme abzusagen und machten sich zu diesem Zeitpunkt wieder auf dem Weg nach Hause.

Samstag früh und eine leichte Wetterbesserung war in Sicht. Es hatte zwar die ganze Nacht erneut geregnet. Jedoch lies der Regen am Morgen nach und wandelte sich in einen leichten Nieselregen. Die Rennleitung tagten zusammen mit den Verantwortlichen des MSC Ober Mörlen und den Sportkommissaren wie es weiter geht. Dabei sprachen sich 3 Sportkreise für den Start der Vorläufe auf Basis der Trainingsgruppen aus während 2 Sportkreise weiter abwarten wollten und ggf. nur über einen Vorlauf am Sonntag dann gleich in die Finalläufe gehen wollte. Es konnte also losgehen mit insgesamt 4 Vorläufen die am Samstag auf dem Programm standen. Die Mannschaft aus Ober–Mörlen präparierte die Strecke erneut mit Sägespäne und gegen 10:00 Uhr startete die Gruppe 1 mit Vorlauf 1. Ihr müsst Euch das mal vorstellen. Das gesamte Gelände in der Zwischenzeit eine einzige Matsche. Mühevoll wurde das Rennequipment teilweise tragend, teilweise mit einer Schubkarre zu den Pavillons gebracht. Dazu die Strecke selbst tief nass und rutschig. Nicht jeder Fahrer war begeistert von dieser Entscheidung. Zumal auch die Buggys selbst sich so stark mit Dreck zusetzten, dass nach dem Lauf das doppelte wie das urpsürngliche Fahrzeuggewicht auf der Waage der technischen Abnahme stand. Aber es half nichts. Die Entscheidung war getroffen und schließlich waren wir hier auf der DM. Und es blieb jedem freiwillig überlassen ob er einen Vorlauf fuhr oder zunächst weiter abwartete.

Wir enstchieden uns ganz klar die Vorläufe durchzuführen und uns möglichst gut für die Finalläufe am Sonntag zu platzieren. Schließlich sahen wir uns auch als Vorbild für die vielen anderen Mugen und Serpentfahrer die vor Ort waren. Rund 1/3 des gesamten Feldes setzten bei der diesjährigen DM einen Mugen Seiki MBX-7R Buggy ein. Beim Setup stand im Vordergrund der Reifen und die Fahrzeughöhe. Es galt schließlich mit einzukalkulieren, dass wir durch den Dreck mit mehr Gewicht als üblich unterwegs waren. Bei den Reifen viel die Wahl auf AKA Gridiron II oder AKA Crossbrace die sehr gut bei diesen Bedingungen zu fahren waren. Wie immer tauschten wir unsere Erfahrungen nach den Läufen aus, so dass sich fast alle von Vorlauf zu Vorlauf nochmals deutlich steigern konnten. Und das zahlte sich aus. Nach Vorlauf 4 gleich 6 Mugen in den Halbfinals. Dazu der TQ durch Carsten Keller. Mit Sebastian Winterstein, Aaron Rönick und Jan Sieverts gleich 4 in den Top 10. Es folgt Teamchef Daniel Reckward und Mike Wiesweg. Knapp dahinter die anderen im 1/4 oder 1/8 Finale. Wow ein klasse Teamergebnis nach den Vorläufen.

Normalerweise steht nach den Vorläufen am Samstag ein gemeinsamen Abendessen auf dem Program. Da aufgrund der Schlammschlacht aber jeder noch seinen kompletten Buggy zerlegen und für die Finalläufe vorbereiten musste gab es diesesmal Pizza vom Lieferservice und jeden Menge wunde Finger vom Schrauben bis spät in die Nacht.

Der Sonntag erwartete die Teilnehmer mit einem Sonne sowie Wolkemix und Temperaturen über 20 Grad. Eine echte Wohltat für alle – Teilnehmer sowie Veranstalter. Die Strecke trocknete weiter ab und auch im Fahrerlager gab es wieder die eine oder andere trockene Stelle. Und auch bei den Finals war einiges geboten. Durch die Entscheidung einiger Fahrer keinen oder nur einen Vorlauf zu bestreiten fanden sich auch verschiedene Top Piloten am Ende des Feldes wieder. D.h. für diese ging es bereits im 1/128 Finale früh morgens los. Der Vorteil war allerdings, dass diese die Streckenbedinungen die sich zwischenzeitlich gegenüber dem Samstag komplett geändert hatten besser kennenlernen konnten. Für reichlich Spannung und Action war also gesorgt. Nach dem Mittag ging es dann mit den 1/4 und 1/2 Finals los. Fasst alle Top Fahrer konnten sich dorthin qualifizieren. Ja fasst alle – für den einen oder anderen ging die Rechnung nicht auf keine Vorläufe zu bestreiten und von ganz hinten nach vorne zu fahren. Hier machte dann die Technik nicht immer mit die doch bei einem solchen Aufstiegsmarathon sehr stark beansprucht wird. Unsere beiden jüngsten im RMV Rennteam, Laurin und Tom, waren im 1/4 A an der Reihe. Laurin gelang ein hervoragender Start und der konnte sich gleich zu Beginn auf den vorderen Plätzen behaupten. Tom dagagen startete aufgrund eines Defektes in der Einführungsrunde der aber schnell Dank toller Teamarbeit repariert werden konnte aus der Box und eilte dem Feld hinterher. Und wie – nach dem Tankstop war bereits Platz 4 erreicht. Laurin direkt davor auf 3. Yep beide in den Aufstiegsplätzen. Nur noch zu Ende fahren und das Halbfinale gesichert, so die Gedanken bei der Crew. Aber Rennsport wäre nicht Rennsport wenn es nicht auch negative Überraschungen gäbe. Und so kam es, dass der MBX-7R von Tom auf der Geraden von einem Mitstreiter umgedreht wurde und ein dahinter fahrendes Fahrzeug mit Vollspeed in den Mugen krachte. Dass war es, Stossdämpfer ab – der Lauf für Tom beendet. Laurin von allen dem unbeidruckt fuhr noch einen weiteren Platz nach vorne und sicherte sich somit den verdienten Aufstieg ins Halbfinale – klasse gemacht kleiner Mann. Leider schaffte auch Rene König den Aufstieg nicht ins Halbfinale. Motoraussetzer sorgten dafür, dass er mit 2 Runden Rückstand zum Sieger das Ziel erreichte.

Das 1/4 B war nicht weniger spannend. Hier traten für das Team auf Mugen Tim Hinderer und Chris Kamman an. Sowie bereits 2x aufgestiegen Max Kempchen auch die Cobra genannt auf Serpent. Und Max und Tim zeigten wie man als Teamfahrer miteinander so agiert, dass möglichst beide ganz vorne mit dabei sind. Mit etwas Pech am Start für Tim ging es quasi im Parallelflug über die Strecke. Immer direkt hintereinander fegten Max und Tim durch das Feld bis zu den Aufstiegsplätzen. Dort festigten dann beide Ihre Position und zogen souverän in das Finale ein. Chris dagegen ereilte das gleiche Schicksal wie zuvor Rene. Motorprobleme machten einen Auftsieg unmöglich für ihn.

Die beiden Halbfinals waren nun an der Reihe. Und mit den Aufsteigern aus dem Viertelfinale konnten wir mit 9 Fahrern antreten. Eine gute Ausgangsposition also. Im 1/2 A zeigte Neuzugang Aaron Rönick eine souveräne Vorstellung. Er setzte seinen Mugen powered by Ninja auf Platz 1. Darauf folgend Sebastian Winterstein auf 3. Teamchef Daniel Reckward dagegen hatte mit einigen Remplern zu kämpfen und musste sich immer wieder nach vorne arbeiten. Auch die schnellste persönliche Rennrunde zum Ende des Halbfinals reichte Daniel nicht und verpasste knapp den 6. und damit letzten Platz zum Einzug ins Finale. Er schied damit ebenso aus wie Laurin und TQ Mann Carsten Keller dem ein Motoraus mehr als 1 Minute kostete was trotz fantastischer Fahrweise nicht mehr aufzuholen war. Schade – ihr habt super gekämpft. Im 1/2 B ging es nicht weniger spannend zur Sache. Maik Wiesweg, Jan Sieverts und Tim Hinderer kamen gut in den Lauf und konnten sich im vorderen Mittelfeld etablieren. Auch hier gab es den einen oder anderen Rempler der dafür sorgte dass insbesondere Maik und Jan sich immer wieder vorkämpfen mussten. Bei Jan kam dann zusätzlich noch zum tragen, dass er von einem bereits überrundeten Fahrer mehrfach rundenlang aufgehalten wurde und somit wertvolle Zeit zusätzlich verlor. Und das sollte dann auch zum Verhängnis für Jan werden. Am Ende waren es genau diese Sekunden die ihm für den sicheren Aufstieg ins Finale fehlten. Bei Tim bracht zum Ende die Verbindung zwischen Gasgestänge und Servo so dass er mit technischem Defekt sein Rennen aufgeben musste. So war es dann Maik der sich durchsetzen konnte und das Finale erreichte.

Ergebnisse | Livetiming von Ober-Mörlen findet man unter | DM OR8 @ Ober Mörlen

Vor dem grossen Finale stand dann noch das 40+ und das Junioren Finale auf dem Programm. Insbesondere das Juniorenfinale gibt den Kleinsten nochmals die Gelegenheit gegeneinander anzutreten und sich unter Rennbedingungen zu messen. Immer ein tolles Highlight auf jeder DM. Und mit Laurin, Sophia Müller, Fabian Würtz und Tom waren auch einige Fahrer aus dem Mugen Team mit an dem Start. Zu Beginn übernahm Laurin die Führung knapp vor Elias und Tom der gleich in Runde 3 seinen Mugen mit technischen Defekt abstellen musst. Ein nicht erkannte Folgeschaden aus dem schweren Zusammenstoss im 1/4 Finale bedeutete das Aus für den amtierenden Deutschen Juniorenmeister. Laurin nutzte die Gelegenheit und versuchte sich vom Feld abzusetzen. Gefolgt von Burak und Berkan Kilic dich von hinten mächtig Druck machten und Laurin auf Platz 3 verdrängten. Gefolgt von Elias Reise und Sopie Müller die ein super Finale fuhr. Dahinter Lucas Krappmann und darauf folgend Fabian Würtz der zum Ende mit einem Motorabsteller zu kämpfen hatte. Der Sieg ging souverän an Burak Kilic vor Berkan. Darauf folgend Laurin. Klasse

Das 40+ Finale war auch schon in den letzten Jahren fest in der Hand des RMV Rennteam. Und diese Tradition sollte sich auch in diesem Jahr fortsetzen. Nach dem Start eilten Daniel Reckward und Haroun Schobner dem Feld davon. Dahinter folgend Dirk Kirchwehm. Nach 10 Minuten konnte Daniel sich deutlich absetzen während Dirk und Haroun bis zum Ende einen Klasse Zweikampf umd Platz 2 und 3 zeigten. Am Ende hatte Haroun knapp die Nase vor Dirk. Daniel gewann das Finale souverän.

Der Endlauf stand auf der Tagesordnung. Topfavorit nach dem Ergebnis des Halbfinals Micha Widmaier, Aaron Münster sowie Aaron Roenick und Sebastian Winterstein und Max Hesse. Aber auch Alex Schmitt sollte zumindest dem Papier nach ganz vorne dabei sein. Nach dem Start ging Micha Widmaier sofort gefolgt von Aaron Münster in Führung. Dahinter kämpften Mike Wiesweg, Aaron Rönick, Sebastian Winterstein, Max Hesse und Alex Schmitt um die Plätze 3-6. Mike musste ab Minute 12 etwas abreissen lassen. Vorne Weg aber weiterhin Micha der Runde für Runde seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte. Auf Platz 2 ebenfalls sicher Aaron Münster. Und Platz 3 weiterhin heiss umkämpft zwischen Aaron Rönick, Sebastian, Alex und Max. Und zwischen diesen Fahrern blieb es durchweg spannend. Jeder hatte so seine Fehler aber jeder hatte auch so seine schnellen Phasen. Und so wechselten die Positionen immer wieder. Während Micha sehr souverän und überlegt seinen Sieg nach Hause fuhr und auch Aaron Münster nichts mehr anbrennen lies uns Platz absicherte war es am Ende Alex Schmitt der sich den 3. Platz knapp vor Sebastian und Aaron R. und Max sicherte. Glückwunsch an die Sieger und alle Finalteilnehmer. Das war ganz grosser Sport und eine tolle Werbung für unser Hobby.

Was für ein Rennwochenende – Matsch, Schlamm, Sonne, Regen, spannende Zweikämpfe, Glückpilze und Unglücksraben – alles war dabei.

Aber bei allem Respekt für die Fahrer und Teams – eine absolut überragende, die beste Leistung hat der MSC Ober-Mörlen gezeigt. Die Jungs und Mädels haben alles gegeben, dass trotz der schwierigen Umstände überhaupt der erste Lauf zur Deutschen Meisterschaft ausgetragen wurde. Und ihnen war nichts zu schwer. Für alle hatten sie ein offenes Ohr. Jedem wurde geholfen. 2 Traktoren wurden organisiert um die Autos, Wohnmobile und Wohnwägren aus dem Schlamm laufend zu befreien. Zum Abbau und Abtransport wurde dann noch ein Quad zur Verfügung gestellt um allen Teilnehmern noch den Abtransport zu erleichtern. Technische Abnahme bestens orgnaisiert und mit den Regeln vertraut. Immer freundlich auch bei schwierigen Entscheidungen. Rennleitung geleitet von Florian Schrenk erstklassig. Und last but not least – das Catering. Super lecker und zu absolut fairen Preisen. Der MSC Ober-Mörlen hat einen Sonderpokal verdient. Vielen Dank an Euch.

Sportlich wurde alles gesagt. Ach eines noch war auffällig. Nicht nur dass 1/3 des Feldes einen Mugen einsetzte. Die Plätze 1-4 im Endklassement wurde vom Sportkreis Süd eingefahren. Auch diese Entwicklung ist interessant.

Wieder einmal möchten wir uns recht herzlich bei Daniel und Matthias Reckward und Holger Wittek für den Tip Top Rennsupport bedanken. Teile, Reifen und Setup Tipps. Das Paket passt um schnell und damit vorne auf der Rennbahn unterwegs zu sein. Und nicht zuletzt der jüngst eingefahrene Europameistertitel von Robert Battle bestätigt dies. Wir freuen uns schon sehr auf den 2.Lauf in Hamburg. Hoffentlich mit einem beständigerem Wetter. Heino Müller und Oliver Freitag haben das anscheinend schon organisiert.

Quelle …
Rennbericht: Daniel Sommer
Rennbilder: Daniel Reckward
Ausrichter: DMC | Dachverband für den funkferngesteuerten Automodell-Rennsport
Veranstaltungsort: MSC Ober-Mörlen e.V.
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

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14.08.2017 von admin Zurück

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