12.Sep

2. Lauf zum SH Cup 1:8 OffRoad beim B.O.C. Kiel e.V.

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Am letzten Wochenende fand der zweite Lauf zum SH Cup, sprich Schleswig-Holstein-Cup in Stein bei Kiel vom Buggy Offroad Club Kiel e.V. statt. Ich war am Samstagmorgen mit dem Nico Oswald angereist und nachdem wir den Pavillon aufgebaut haben, ging es gleich auf die Strecke zum Trainieren. Das Fahrerlager war schon gut belegt von Fahrern aus dem gesamten Norden. Es ist eine schöne, lange und anspruchsvolle Streckenführung in Kiel. Die Strecke war von Anfang an recht holprig und dementsprechend schraubten wir an unserem Setup des Mugen MBX7R den ganzen Tag umher. Dämpfer weicher machen, Stabi nach Baukasten rein und es wurde besser. Aber irgendwie hat noch etwas gefehlt, damit unser Buggy gut liegt. Nico hatte dann, warum auch immer die Idee, dickere Stabis einzubauen und siehe da sein Mugen lag extrem gut auf der Strecke. Daraufhin habe ich dann auch bei mir die Stabis umgebaut und ich hatte dadurch auch ein viel ruhiger liegenden Buggy. Mit der Zeit kamen wir immer besser zurecht und trafen die Strecke mit Ihren unterschiedlichen Sprüngen recht gut, so ging dann der Samstag mit einem guten Gefühl zu Ende und wir freuten uns auf den Rennsonntag.

Am Sonntag kam der ein oder andere Fahrer noch dazu, unter anderem die beiden Kilic Brüder Burak und Berkan, mit dem allseits bekannten Vater Apo. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie die beiden Jungs mit Ihrem Buggy gleichmäßig und schnell über die Strecke fahren. Allerdings hat man am Anfang auch gemerkt, dass Ihnen der Samstag zum trainieren etwas gefehlt hatte. Nach und nach trafen Sie die Strecke aber auch immer besser und reihten sich vorne nach den Vorläufen ein. Vorlaufschnellster war aber dann Florian Müller mit seinem Mugen MBX7R angetrieben von einem bärenstarken Ninja B04 Motor. Nico ist auch immer sehr schnell unterwegs, verpennte aber im ersten Vorlauf diesen komplett zu Ende zu fahren und fuhr vor Ablauf seiner fünf Minuten in die Box, ich war etwas verwundert und bevor ich etwas sagen konnte stand er schon neben mir in der Boxengasse. Da alle reingefahren sind dachte er, dass seine Zeit auch um sei. Das war etwas ärgerlich, aber da es vier Vorläufe gab, hatte er ja noch Gelegenheit sich zu verbessern.

Die drei restlichen Vorläufe fuhr er dann auch zu Ende und konnte Platz 9 nach den Vorläufen belegen, damit war er zufrieden. Ich fahre normalerweise bei den Rennen immer so im hinteren Mittelfeld. In Kiel waren dann meine Vorläufe auch gemischt. Der erste war nicht so überragend, wenn man auf dem Dach liegt kann man auch nicht so schnell sein. Dafür traf ich den zweiten wiederum recht gut, der dritte war dann wieder wie der erste und zum Glück war dann der Vierte wieder ordentlich. Ich landete dann genau im Mittelfeld der 42 gestarteten Fahrer und war damit auch zufrieden. Da doch einige recht schnelle Fahrer dabei waren, wurde eine Expert Gruppe ( auf freiwilliger Basis ) erstellt. Da es nur drei Truggyfahrer vor Ort gab und damit die auch ein Finale fahren können, packte man die drei Truggyfahrer mit sieben Expert Fahrern zusammen. In der Expert Gruppe waren dann unter anderem Florian Müller als Vorlaufschnellster, natürlich Burak und Berkan Kilic und auch Nico meldete sich für die Expert Gruppe. Dadurch rutschten dann wir anderen Hobbyfahrer auf und ich hatte im Viertelfinale Startplatz eins. Einen Platz am Halbfinale vorbei ärgerte mich schon etwas, und Nico erhöhte auch noch den Druck auf mich, dass ich ja nun locker auf einem Aufsteigerplatz starte. Das Viertelfinale ging von Vorne recht gut los für mich, bis dann die ersten zwei, drei Ableger kamen und ich nach hinten durchgereicht wurde. Ich fand aber wieder gut zurück, blieb ruhig und konnte dann ohne weitere Fehler auf Platz drei ins Ziel fahren. Der Aufstieg ins Halbfinale war perfekt und alles weitere sollte dann eine Zugabe für mich sein. Ich schaffte es bis dahin nur zweimal in ein Halbfinale und da war dann auch das Rennen immer zu Ende für mich.

Im Halbfinale startete ich dann von Platz neun und es gab sechs Aufsteiger Plätze. Ohne großen Druck startete dann das Rennen für mich, zu verlieren hatte ich nichts und so fuhr ich mein Rennen. Ich war ruhig und fuhr ohne große Fehler konstant meine Runden, immer so um Platz acht. Meine Boxencrew Nico und Burak hatten alles im Griff und tankten mich hervorragend wie abgesprochen. Dann ging es durch mein fehlerfreies Fahren einen Platz nach vorne auf Platz sieben. Durch den Ausfall eines vor mir liegenden Fahrers lag ich dann plötzlich auf Platz sechs. Und zack schoss es mir durch den Kopf „ Aufsteigerplatz fürs Finale „ knapp hinter mir war auf Platz sieben Kai Sommer von Big Hamburg der schon einige Zeit Druck machte. Und dann war er da, der Fehler und Kai zog an mir vorbei, wieder auf sieben. Kurze Ernüchterung, Mund abwischen und einfach alles geben dachte ich mir, so knapp vor einem Finale war ich noch nie. Aus der Box kam die Anfeuerung und ich konnte einige Zeit gut mit Ihm mithalten. Kai fuhr fehlerfrei weiter und bei mir kamen dann zwei Abflüge, mein Risiko wurde nicht belohnt und ich fuhr weiter mein Rennen. Bis, ja bis kurz vor Schluss ein weiterer Fahrer mit einem technischen Defekt ausschied und da war Sie meine Zweite Chance aufs Finale. Ich war mega Nervös und die Jungs aus der Box riefen mir zu das ich ruhiger fahren soll, ich hätte genug Vorsprung auf den siebten herausgefahren, mein Mugen lag perfekt und so kam ich als sechster ins Ziel. Somit war mein erstes Finale perfekt. Die Freude von mir und den Jungs im Fahrerlager war riesig, viele freuten sich für mich mit, dass ich es endlich einmal ins Finale geschafft hatte. Natürlich hatte ich auch eine Portion Glück, aber ich sage immer das Glück ist mit den tüchtigen und ich hatte nichts dagegen. Das Finale war dann purer Genuss für mich, am Ende belegte ich Platz zehn von den zwölf gestarteten Fahrern und hatte reichlich Fahrzeit gehabt. Das Finale bei uns Hobbyfahrern gewann mein kleiner Freund Ilias Reise mit seinem flotten Rennbuggy, der auch das Elo Finale gewann und somit einen Doppelsieg einfahren konnte, eine starke Leistung von Ilias.

Zum Schluss stand dann das Expert Finale auf dem Programm und Nico startete von Platz sechs in das Rennen. Vorne lieferten sich Burak Kilic und Florian Müller ein spannendes Rennen, knapp dahinter war dann Berkan Kilic und Nico konnte sich auf Platz fünf behaupten. Durch sein fehlerfreies Rennen schob er sich auf Platz vier vor und fuhr seinen Mugen konstant schnell über die Piste. Trotz der starken Leistung konnte er zu den drei Führenden nicht aufschließen. Er verlor kaum Zeit, konnte aber auch keine gut machen. Sowohl, Burak, Berkan und Florian machten dann auch kaum Fehler und die Drei jagten sich gegenseitig. Berkan unterlief dann in der letzten Runde ein böser Schnitzer und er schlug unter der Brücke mit seinem Buggy ein, dort hatte es das ganze Wochenende immer wieder Querlenker verschlissen, einmal nicht aufgepasst und zack ist es passiert. Er konnte erstaunlicherweise noch weiter fahren und schleppte sich dann mit 12 Sek. Vorsprung vor Nico auf Platz drei liegend ins Ziel. Burak und Florian sind dann weiter konstant gefahren, sodass Burak das Expertfinale mit sechs Sekunden Vorsprung vor Florian gewinnen konnte. Nico war mit seinem vierten Platz hoch zufrieden und nach einem langen Tag ging es dann für uns mit dem Erfolg aus Kiel nach Hause.

Vielen Dank an den B.O.C Kiel für das schöne Rennwochenende. Gruß an alle Racer und bis zum nächsten Mal!

Quelle …
Rennbericht: Holger Petersen
Rennbilder: Nico Oswald, Holger Petersen
Veranstalter: SH-Cup OR8 | DMC
Veranstaltungsort: Buggy Offroad Club Kiel e.V.
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

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12.09.2017 von admin Zurück

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