05.Apr

The NEO 18 in Redovan aus der Sicht des RMV Rennteams

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Als Anfang diesen Jahres das NEO Organisationsteam mitteilte dass das NEO 18 in diesem Jahr nicht wie gewohnt in den Hallen der Harper Adams University stattfindet war die Enttäuschung zunächst gross. Schließlich sprechen wir vom dem Kultrennen in Europa welches es als einziges geschafft hat auch die Top Stars aus den USA nach Europa zu bekommen. Als dann Phil wenige Tage später mitteilte dass man die Familie Baldo mit der unglaublichen Strecke in Redovan / Spanien als Partner für das diesjährige NEO gewinnen konnten überwiegte die Freude bei den meisten. Schließlich handelt sich hierbei um eine der größten und schwierigsten Strecken weltweit (Rundezeiten von rund 58 Sekunden). Enttäuscht blieben viele Engländer die natürlich ihr geliebtes Heimrennen „verloren“ hatten. Und auch die US Boys wollten oder konnten nicht nach Spanien kommen. Warum belibt deren Geheimnis. Schade war es auf jeden Fall. Vielleicht lag es einfach nur an den knappen Budgets und dass sich ja dieses Jahr alles auf die WM in Australien konbzentriert. Wie auch immer. Am Ende waren es dann noch rund 200 Nennungen in den Klassen OR8 und OR8E und die europäische Top Elite war vollzählig vor Ort.

Die Strecke in Redovan wurde perfekt für dieses Event vorbereitet. Seit Anfang des Jahres durfte niemand dort mehr fahren und trainieren. Und wer die Baldo Familie kennt weiß – hier wird nichts dem Zufall überlassen. Bei schönstem Wetter trafen dann ab Mittwoch die ersten Fahrer ein um sich „häuslich“ einzurichten und den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen.

Für den Donnerstag wurden 4 Trainingsläufe a`6 Minuten angesetzt. Hört sich zunächst einmal ausreichend an. Bedenkt man aber die Länge der Strecke so bedeutet dies dass man inkl. Vorbereitungszeit gerade 7 – 8 mal pro Lauf um die Strecke kommt. Das war es. Für diejenigen die zum ersten mal hier fuhren eine ganz besondere Herausforderung. Gut wer also die Strecke schon kannte und gut wer mit einem Team vor Ort war welches über genügend Erfahrung und Set Up Kenntnis verfügte. Mit den beiden Spaniern Canas und Battle waren wir im Mugen Team auch hier wieder hervorragend aufgestellt.

Zu den Vorläufen am Freitag gibt es eigentlich wenig spannendes. Im Prinzip war alles im Plan und die üblichen Verdächtigen kämpften um die Top Plätze in den beiden Klassen. Ein Phänomen gab es jedoch. Die Wärme zusammen mit dem Wind sorgten für ständige Veränderungen in den Streckenbedingungen. Mal war mehr Grip da mal weniger. Da half auch das Fegen beim Gruppenwechsel nichts. Das geliche Bild dann am Samstag. Wieder wechselnde Streckenverhältnisse von Lauf zu Lauf. Hinzu kam dann noch ein Regenschauer am frühen Nachmittag der das ganze nochmals spannender machte.

Für den Samstag Abend wurden dann noch die ersten Sub Finals ausgetragen. Zudem Stand das Jugendfinale, das Dash4Cash und das last Man Standing auf der Agenda. Wir empfehlen Euch unbedingt die Videos auf Neobuggy hierzu anzuschauen. Es lohnt sich. Spannende Rennen in jedem Finale auf höchsten Niveau. Der Sonntag ist bei Neo der Finals Day. Und auch der hatte es hier und da in sich. Sehr spannend war hier zunächst das für den Vormittag angesetzte OR8E Finale. Aber auch die übrigen Finalläufe alle samt eine Augenweite. Das war RC Car Sport vom feinsten was hier in Redovan gezeigt wurde.Auch beim Neo ist das Highlight des Tages das OR8 Finale. Und auch dieses sollte es in sich haben. Zumal aufgrund der erneut veränderten Verhältnisse alle nochmals fleissig geschraubt haben. Zunächst schien es so dass Ronnefalk und Ongaro das schnellste Set up gefunden hatten. Aber auch Robert Battle war von Beginn an extrem flott unterwegs wurde aber durch das übliche Gerangel zunächst auf Rang 8 durchgereicht. Die beiden Finallteilnehmer aus Deutscher Sicht Burak Kilic und Jörn Neumann hatten zunächst auch so Ihre Mühe. Bei Burak kam zudem noch eine defekte Dämpferbrücke nach einem harten Crash mit Canas dazu. Auch Ronnefalk wurde vom Pech verfolgt. Wieder in Führung liegend ein defektes Gas Servo – genau wie im Finale der Euro 2016 in Redovan wo er ebenfalls mit defektem Gas Servo in Führung liegend ausgeschieden ist. Schon komisch manchmal. Damit war der Weg frei für Ongaro der einsam an der Spitze mit großem Abstand seine Kreise zog. Und so pendelte sich das ganze Feld ein und zog so seine Runden. Jeder scheinte mehr oder weniger mit seiner Position zufrieden zu sein. Botts auf 3 und Savoya auf 2 ebenso. Nur einer dreht mächtig auf. Battle – Runde für Runde arbeitete er sich weiter nach vorne und holte Platz um Platz auf. Auch Boots und Savoya hatten keine Chance gegen den heranstürmenden Spanier. Und so kam es wie es kommen musste. Battle ging auch an diesen beiden vorbei und machte sich auf die Verfolgung von Ongaro der rund 15 Sekunden vorne lag. Das Ergebnis kennen sicher schon alle. Battle hat es am Ende geschafft und nach tollem und fairen Kampf auch noch den jungen Italiener der ebenfalls super fair gefahren ist eingeholt und das Rennen gewonnen. Sensationell. Das muss man gesehen haben – unglaublich wie schnell Robert unterwegs war und seinen Mugen MBX8 über die Piste jagte. Gratulation Robert das war grandios. Gratulation auch an alle andere Finalteilnehmer für eine tolle Show. Und an das gesamte Deutsche Team für herausragende Leistungen. Diese zeigte auch unser RMV Junior Tom Sommer. 1/8 Finale und Platz 6 im Last Man Standing Finale nach langer Führung kann sich mehr als nur sehen lassen. Und der erstmal im Renneinsatz gefahrene REDS WRX pre run by RMV funktionierte perfekt auf dem Kurs in Redovan.

Das NEO 18 ist in the books wie man so schön sagt. Und vieles war anders als in England. Anders aber auf keinen Fall schlechter. Der Schritt nach Spanien hat sich für das NEO Team auf jeden Fall gelohnt und wir sind davon überzeugt, dass egal wo nächstes Jahre das NEO stattfinden wird Phil mit seiner Mannschaft wieder ein Event auf die Beine stellt welches Weltklasse Niveau hat. Und dann hoffentlich auch wieder mit den US Boys die sich mit den europäischen Fahrern battlen können. Das RMV Team plant auf jeden Fall wieder dabei sein und auch wir freuen uns über jeden der mitkommen möchte. Bester RMV Support garantiert.

Quelle …
Rennbericht: Daniel Sommer
Rennvideo: RC Racing TV
Rennbilder: Tom Sommer
Hinweis “Alle Angaben ohne Gewähr”

RMV Deutschland – We’ve got the Speed!

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05.04.2018 von admin Zurück

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